Die Corona-Impfung – Problem oder Lösung?

„Ein Corona-Impfstoff ist nicht die Lösung unserer Probleme, sondern ein unbekanntes neues!“

Das soll nicht heißen, dass solch eine Impfung für die Risikogruppen nicht eine gewisse Lösung bereithalten könnte – wenn der Impfstoff ausreichend wirksam ist oder zumindest vor einem schweren Verlauf zu schützen vermag.

Kein Grippe-Impfstoff hat eine Schutzwirkung von mehr als 70 Prozent, in schlechten Jahren kann auch nur 30 Prozent erreicht werden oder der Erreger ist im Impfcocktail aus dem Vorjahr überhaupt nicht enthalten. Influenza- als auch Corona-Viren mutieren, was eine ständige Anpassung eines Corona-Impfstoffs mit jährlicher Neu-Impfung erforderlich machen würde.

Meine eigenen Erfahrungen mit der jährlichen Grippeimpfung sind eher bescheiden. Ich habe mich einige Jahre lang im Herbst impfen lassen und bin regelmäßig wenige Tage später an einem grippalen Infekt erkrankt, wohl durch die vorübergehende Schwächung des Immunsystems, das an meinem Arbeitsplatz aufgrund der Fülle an verbreiteten Viren und Bakterien ständig beansprucht wird. Auch bin ich im Jahr 2009 an der neuen Schweinegrippe erkrankt, als ich gegen Influenza geimpft war. Im letzten Winter hatte ich Mitte Februar wahrscheinlich eine Influenza-Grippe-Erkrankung, wobei auch Covid-19 nicht ganz auszuschließen ist. Meine Symptome hätten durchaus passen können, aber damals wurden nur Erkrankte mit erwiesenem Kontakt zu Corona-Positiven getestet. Neben dem schleichenden Beginn der Erkrankung, angefangen mit Halsschmerzen, hatte ich zwei Tage und Nächte 39,7 °C Fieber, dabei entwickelte sich ein einwöchiger Geschmacksverlust und ein fast vier Wochen anhaltender Reizhusten mit anhaltender Schwäche und Schwindel. Richtig fit war ich erst wieder nach ganzen sechs Wochen – so lange hatte mich vorher noch keine Grippe beeinträchtigt.

Doch auch die Influenza wurde bei mir bislang kein einziges Mal ärztlich diagnostiziert und durch einen Test belegt. In diesem Winter notierte die Ärztin in Vertretung wie üblich einen „grippalen Infekt“, was ich trotz eindeutig vorhandener schwerer Grippesymptome in all den Jahren ständig erlebt habe. Wenn außer sehr hohem Fieber – in manchen Jahren über drei Tage lang bis fast 41°C – Symptome wie Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, extreme Schwäche, eine virale Bronchitis und gelegentlich auch ein vorübergehender Geschmacksverlust auftreten, aber keine Komplikationen wie bakterielle Sekundärinfektionen hinzukommen, dann ersparen sich die meisten Ärzte mit der Diagnose „grippaler Infekt“ wohl gerne die offizielle Meldung des Influenza-Falles. Es ist davon auszugehen, dass diese Vorgehensweise nicht nur meine behandelnden Ärzte und mich betrifft. Folglich werden die jährlichen Zahlen an Influenza-Erkrankten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht im Entferntesten das tatsächliche Ausmaß der jährlich auftretenden „Winter-Pandemien“ wiederspiegeln. Zurzeit werden wöchentlich mehr als eine Million Menschen auf Covid-19 getestet. Die Rate der positiven Testergebnisse verharrt trotz enorm ausgeweiteter Tests – fast ausschließlich an Gesunden –  bei unter einem Prozent und liegt derzeit bei 0,74 Prozent. In einer unbekannten da von den meisten Test-Laboren nicht übermittelten Zahl an Fällen sind zum Nachweis des Virus mittels PCR-Technik 30 oder mehr Vermehrungszyklen des Viruserbguts erforderlich. Das bedeutet dann, dass bei diesen positiv getesteten Personen überhaupt kein vermehrungsfähiger Virus vorhanden ist und die Betroffenen nicht ansteckend sein können. Sicherlich ist zu beachten, dass bereits vor Ausbruch der Erkrankung für eine Ansteckung ausreichende Mengen an Viren ausgeschieden werden können und das die PCR-Test-Nachweis-Zyklen zu Beginn der Inkubationszeit hoch sein können um binnen weniger Tage oder Stunden deutlich abzunehmen, weil die Vermehrung im Körper des Infizierten erst an Fahrt aufnehmen muss. Treten jedoch in Folge des positiven Tests überhaupt keine Krankheitssymptome auf, so ist eine tatsächliche Infektion mit Covid-19 stark anzuzweifeln und eher ein falsch positives Ergebnis anzunehmen. Quarantäne-Maßnahmen stellen in diesen Fällen einen ungerechtfertigten Freiheitsentzug dar,  für den der Staat finanziell entschädigen als auch für mögliche Folgeschäden aufkommen müsste – wenn wir uns denn in einem funktionierenden Rechtsstaat bewegen würden. Der real existierende „Rechtsstaat“ würde mir erwartungsgemäß kein Recht geben. Die Spezifität eines PCR-Tests kann nie 100 Prozent betragen. Angeblich soll dies bei den deutschen Testverfahren dennoch der Fall sein, weil zumindest einige Labore auf mehrere RNA-Sequenzen testen oder bei positivem Testergebnis angeblich anhand eines Tests einer anderen Firma eine Überprüfung vornehmen sollen. Es ist nicht bekannt, wie viel Testungen nach welchen Vorgaben durchgeführt werden, da keine einheitlichen Standards existieren. Es würde schon genügen, wenn „falsch positiv“ bedeuten würde, dass halt keine Ansteckungsgefahr besteht, weil der symptomlose Corona-Positive vielleicht Fragmente von Covid-19 oder einem anderen Corona-Virus nach einer überstandenen Infektion in sich trägt, die den hochempfindlichen Test  zwar auslösen aber eben keinen Ausbruch der Erkrankung Covid-19 nachweisen.

 

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-viele-gesundheitsaemter-wissen-nicht-wie-ansteckend-infizierte-sind-1.5021679

  1. September 2020, 7:01 Uhr

… Dabei könnten die Testlabore sehr wohl eine Aussage darüber treffen, wie viele Sars-CoV2-Viren ein Patient in sich trägt: Den entscheidenden Hinweis auf die Viruslast gibt der Ct-Wert („Cycle threshold“). Er zeigt an, wie viele Runden die PCR-Methode angewendet werden muss, bis sich das Virus nachweisen lässt… Bei einem Patienten mit vielen Viren im Körper schlägt der Test häufig nach 10 bis 15 Runden an, sagen Labormediziner. Wenn die PCR aber mehr als 30 Runden braucht, um genügend Viruserbgut zusammenzuhaben, ist ein Patient sehr wahrscheinlich nicht mehr ansteckend… Doch die Labore stoppen ihre PCR-Analysen nicht bei einem Ct-Wert von 30, sondern in der Regel erst bei 37 oder 40, wie Uwe Dittmer erläutert, Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie und Leiter der Virologie am Universitätsklinikum Essen. Dadurch erhalten zahlreiche Infizierte trotz vernachlässigbarer Virenzahl in ihrem Körper ein positives Testergebnis. Der Epidemiologe Michael Mina von der Harvard-Universität hatte deshalb vor wenigen Tagen in der New York Times dafür plädiert, den Ct-Grenzwert auf 30 festzulegen. Die Zeitung hatte berichtet, dass bis zu 90 Prozent der PCR-Tests aus Nevada, Massachusetts und New York so hohe Ct-Werte haben, dass die Patienten kaum noch infektiös sind.

So hoch ist der Anteil von Testergebnissen mit einem Ct-Wert von mehr als 30 in Deutschland vermutlich nicht. In den USA würden Proben häufig nicht im tiefen Rachen genommen, sagt der Virologe Dittmer, sondern nur mit Speichel; dort finden sich aber weniger Viren. Beim Laborverbund LADR mit Sitz in Schleswig-Holstein hatten 49 Prozent der 963 positiven Testergebnisse seit Ende Juli einen Ct-Wert über 30, teilt dessen Geschäftsführer Jan Kramer mit, … Darin seien auch Nachtestungen und Verlaufskontrollen enthalten, die in der Regel weniger Viren enthielten als die Proben am Höhepunkt der Infektion…

Doch das RKI macht Ämtern und Laboren keine Vorgaben zum Ct-Wert. Dabei könnte dessen Analyse nicht nur unnötige Quarantäne-Verordnungen verhindern. Die Gesundheitsämter könnten zudem leichter Superspreader ausfindig machen und verfolgen…

 

Ich frage mich, warum es keine Untersuchungen hierzu in Deutschland gibt und warum die Zahl der Test-Zyklen nicht begrenzt wird. Diese unwissenschaftliche rechtsstaatlich unzulässige Vorgehensweise lässt auf ein politisch beabsichtigtes Befeuern der Pandemie-Lage schließen. Die Anzahl an positiv Getesteten sagt nichts aus über den Stand einer Pandemie. Wenn die Zahl an schwer Erkrankten und Verstorbenen auf gleichbleibend niedrigem Niveau verharrt, dann sind freiheitseinschränkende, existenzgefährdende als auch gesundheitsschädliche Zwangsmaßnahmen der Regierung verfassungswidrig.

Eine Schaden-Nutzen-Abwägung scheint auch bei den aktuell angedachten Impfvorhaben völlig zu unterbleiben. Deutschland hat mal eben zusammen mit anderen EU-Ländern 400 Millionen Impfdosen des in der Entwicklung befindlichen AstraZeneca-Impfstoffs vorbestellt. Dieser bislang wohl aussichtsreichste Kandidat für eine baldige Zulassung befindet sich bereits in der entscheidenden Testphase III der klinischen Prüfung mit mehreren Zehntausend Teilnehmern. Vor einigen Tagen wurden die Tests gestoppt, weil eine britische Probandin an einer Entzündung des Rückenmarks, die oft durch Virusinfektionen ausgelöst wird, erkrankt war. Wie bereits bei einem ersten im Juli aufgetretenen Fall hat das Unternehmen nun angekündigt, die Testreihe fortzusetzen, weil angeblich kein Zusammenhang mit der Impfung bestehe. In beiden Fällen soll eine unerkannte Multiple Sklerose für die gemeldete Nebenwirkung verantwortlich sein. Undiagnostizierte Multiple Sklerose erscheint mir bei den bislang 18 000 Probanden der Studien von AstraZeneca als etwas überrepräsentiert im Vergleich zum normalen Auftreten  in der Bevölkerung. Personen, die an Impfstoff-Testreihen teilnehmen, werden vorher in der Regel gründlich auf ihren Gesundheitszustand hin untersucht. Außerdem wäre bei Zutreffen der angegebenen Neu-Diagnosen zu erwarten, dass diese Corona-Impfung bei bislang gesunden Multiple Sklerose-Erkrankten einen ersten lebensbedrohlichen Schub der Erkrankung auslösen kann, diese also unter keinen Umständen geimpft werden dürften.

 

https://www.tagesschau.de/ausland/astrazeneca-corona-impfstofftest-101.html

Stand: 12.09.2020 17:38 Uhr

… Nach einer mehrtägigen Unterbrechung hat die Universität Oxford eine Wiederaufnahme der Tests für ihre Corona-Impfstoffentwicklung mit dem Pharmakonzern AstraZeneca angekündigt…

Nun stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen nicht diagnostizierten Fall von Multipler Sklerose handelte, der nicht mit dem Impfstoff in Zusammenhang stand, teilte die Universität Oxford mit…

 

https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2020-09/pharmakonzern-astrazeneca-corona-impfstoff-tests-studie-stopp

  1. September 2020, 17:24 Uhr

… Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen Corona-Impfstoff nicht zum ersten Mal gestoppt. Dies berichtet die Nachrichtenwebsite Statnews unter Berufung auf Aussagen von Konzernchef Pascal Soriot während einer Videokonferenz mit Investoren am Mittwoch. Demnach waren die Tests mit dem Vakzin bereits im Juli unterbrochen worden, als ein Teilnehmer neurologische Symptome zeigte. Soriot zufolge wurde damals aber eine Multiple Sklerose diagnostiziert und ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen…

 

Es kann nur darüber spekuliert werden, für welche weiteren Corona-Risiko-Gruppen-Angehörigen diese Impfung unter Umständen ein größeres Risiko bergen könnte als  eine Erkrankung mit Covid-19. Überhaupt erscheint mir der Einsatz dieses Impfstoffs bei Menschen untere 65 ohne Vorerkrankungen bereits in Anbetracht der in der 2. Testphase festgestellten regulären Nebenwirkungen als unverantwortlich und wenig zielführend.

In den Medien werden die Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford generell als leicht beschrieben und damit als hinnehmbar angesehen.

 

https://www.derstandard.de/story/2000118874325/studie-bestaetigt-wirkung-von-corona-impfstoff-der-uni-oxford

Klaus Taschwer

  1. Juli 2020, 18:50

… Konkret berichten die Wissenschafter im britischen Fachblatt „The Lancet“ von Ergebnissen der kombinierten klinischen Phase 1 und 2 mit 1.077 menschlichen Probanden. Und diese Tests zeigten, dass die Injektion zur Bildung von Antikörpern und T-Zellen (einer Art von weißen Blutkörperchen) führte, die das Coronavirus bekämpfen können.

Der Impfstoff namens ChAdOx1 nCoV-19 wird aus einem genetisch manipulierten Adenovirus hergestellt, das bei Schimpansen eine Erkältung verursacht. Dieses Virus wurde stark modifiziert – erstens, damit es keine Infektionen beim Menschen verursachen kann, und zweitens, damit es einem Coronavirus stärker ähnelt…

Zudem ist auch noch ungeklärt, ob und wie gut das Vakzin bei älteren Erwachsenen funktioniert: Grippeimpfungen etwa bieten älteren Menschen, deren Immunsystem weniger gut funktioniert als das von jüngeren Menschen, deutlich weniger Schutz. Grundsätzlich sollte der Impfstoff im Idealfall vor einer Infektion schützen. Aber die Wissenschafter gäben sich auch damit zufrieden, wenn er stattdessen die Schwere der Krankheit lindern könnte. Sprich: Die Menschen werden weniger krank und müssen nicht sterben.

Leichte Nebenwirkungen

Bei den geimpften Probanden traten keine gefährlichen Nebenwirkungen auf, jedoch entwickelten 70 Prozent der Studienteilnehmer entweder Fieber oder Kopfschmerzen. Die Forscher sagen, dass dies mit Paracetamol behandelt werden könnte…

 

Genaueres zu den Nebenwirkungen mit und ohne die erwartungsgemäß die Beschwerden vermindernde aber teilweise verlängernde Paracetamol-Gabe erfährt man  in dem ausführlichen Artikel der britischen Zeitschrift „The Lancet“, aus dem ich eine Passage zitieren möchte nebst Abbildungen.

 

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31604-4/fulltext

56 participants in the ChAdOx1 nCoV-19 group and 57 in the MenACWY group received prophylactic paracetamol. In those who did not receive prophylactic paracetamol, 328 (67%) of 487 participants in the ChAdOx1 nCoV-19 group and 180 (38%) of 477 participants in the MenACWY group reported pain after vaccination, which was mostly mild to moderate in intensity). With prophylactic paracetamol, pain was reported by fewer participants: 28 (50%) in the ChAdOx1 nCoV-19 group and 18 (32%) in the MenACWY group. Tenderness of mostly mild intensity was reported in the ChAdOx1 nCoV-19 group by 403 (83%) participants without paracetamol and 43 (77%) with paracetamol, and in the MenACWY group by 276 (58%) participants without paracetamol and 26 (46%) with paracetamol.

Fatigue and headache were the most commonly reported systemic reactions. Fatigue was reported in the ChAdOx1 nCoV-19 group by 340 (70%) participants without paracetamol and 40 (71%) with paracetamol and in the MenACWY group by 227 (48%) participants without paracetamol and 26 (46%) with paracetamol, whereas headaches were reported in the ChAdOx1 nCoV-19 group by 331 (68%) participants without paracetamol and 34 (61%) with paracetamol and in the MenACWY group by 195 (41%) participants without paracetamol and 21 (37%) participants with paracetamol.

Other systemic adverse reactions were common in the ChAdOx1 nCoV-19 group: muscle ache (294 [60%] participants without paracetamol and 27 [48%] with paracetamol), malaise (296 [61%] and 27 [48%]), chills (272 [56%] and 15 [27%]); and feeling feverish (250 [51%] and 20 [36%]). In the of ChAdOx1 nCoV-19 group, 87 (18%) participants without paracetamol and nine (16%) participants with paracetamol reported a temperature of at least 38°C, and eight (2%) patients without paracetamol had a temperature of at least 39°C. In comparison, two (<1%) of those receiving MenACWY reported a fever of at least 38°C, none of whom were receiving prophylactic paracetamol…

 

 

Figure 1Solicited local (A) and systemic (B) adverse reactions in first 7 days after vaccination as recorded in participant symptom electronic diaries

Day 0 is the day of vaccination. P=60-min post-vaccination observation period in the clinic. MenACWY=meningococcal group A, C, W-135, and Y conjugate vaccine. *Mild: 38·0°C to <38·5°C; moderate: 38·5°C to <39·0°C; severe: ≥39·0°C. †Self-reported feeling of feverishness…

 

Die Diagramme zu A beziehen sich auf die lokalen Nebenwirkungen. Vergleicht man Schmerzen und Empfindlichkeit an der Impfstelle bei den Corona-Geimpften mit denen der Vergleichsgruppe aus der unter anderem Meningokokken-Impfung, so zeigt sich bereits hier eine stärkere Belastung durch die Corona-Impfung, auch wenn die Symptome bei den meisten mild ausfallen. Dramatischer sieht es bei den Diagrammen zu B aus, die die Symptome bis zu sieben Tage nach der Impfung zusammenstellen, mit und ohne Gabe von Paracetamol. Die beiden oberen Diagramm-Reihen stellen die Nebenwirkungen der 487 Corona-Impfteilnehmer dar, die unteren beiden Reihen diejenigen der gegen Meningokokken geimpften 477 Teilnehmer. Es sind bei einem beachtlichen Anteil der laut vorheriger gründlicher Untersuchung gesunden Probanden mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren (18-55 Jahre, mittlere 50 Prozent zwischen 28 und 44 Jahren) meist an den ersten beiden Tagen nach der Impfung, am stärksten am ersten Tag danach aber in einigen Fällen auch bis zu sieben Tage lang folgende Nebenwirkungen aufgetreten: Schüttelfrost, Müdigkeit, Fieber, fiebriges Gefühl, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen und Übelkeit, nicht nur in milder sondern auch in moderater und teilweise auch in starker Form. Ohne Paracetamol fühlten sich 51 Prozent der Corona-Geimpften fiebrig, 18 Prozent hatten mindestens 38°C Fieber, zwei Prozent mindestens 39 °C. Selbst mit Paracetamol – einem Fiebersenker – hatten 16 Prozent dieser Versuchspersonen ebenfalls Fieber von mindestens 38°C. Mit diesen Nebenwirkungen wären bei einer Impfung der gesamten Bevölkerung folglich mehrere Millionen Menschen zunächst einmal arbeitsunfähig krank, ein völlig unhaltbarer Zustand, wenn man bedenkt, dass ca. 80 Prozent der Corona-Infektionen mild verlaufen sollen und man schließlich auch nur dann krank werden kann, wenn man sich vorher angesteckt hat.

Das Ergebnis dieser Studie erinnert ein wenig an die Auswirkungen der Schweinegrippe-Impfung im Herbst 2009, nach der viele Geimpfte gerade unter Ärzten und bei der Polizei wegen erheblicher Krankheitssymptome ein bis zwei Wochen arbeitsunfähig waren.

Ein Spiegel-Artikel von 2018 berichtet außerdem über schwere Nebenwirkungen, die deutlich machen, was eine übereilte Impfstoffentwicklung für gravierende Folgen haben kann. Der Artikel sollte von jedem gelesen werden, der einer Corona-Impfung unkritisch entgegensieht. Glücklicherweise war die Impfbereitschaft in Deutschland 2009 und Anfang 2010 gegen die bereits abflauende wenige Tote einfordernde Schweinegrippe sehr gering.

 

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-risiken-wurden-ignoriert-a-1229144.html#:~:text=Bei%20Arepanrix%20waren%20es%207,den%20Zeitpunkt%20der%20Impfung%20beobachtet.

Von Irene Berres und Magdalena Hamm

21.09.2018, 11.23 Uhr

Es musste schnell gehen im Sommer 2009. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schweinegrippe zur weltweiten Seuche erklärt hatte, aktivierten die Behörden rund um den Globus ihre Notfallpläne. Ein Schweinegrippe-Impfstoff musste her, in kürzester Zeit, für Millionen Menschen. Nur so, das war der Gedanke dahinter, könne der Mensch die Macht über die Verbreitung des Virus zurückgewinnen…

Um die Produktion zu beschleunigen, mischte GSK seinem Impfstoff einen Wirkverstärker bei… Demnach zeichnete sich schon zu Beginn der Impfkampagne ab, dass der in Europa produzierte und angewendete Impfstoff Pandemrix deutlich häufiger zu Meldungen von Nebenwirkungen führte als sein kanadisches Pendant – obwohl die Mittel beide von GSK mit dem gleichen Wirkstoff und dem gleichen Wirkverstärker hergestellt wurden. Mögliche Ursache könnten Spuren sonstiger Stoffe sein, die bei der Produktion in den europäischen Impfstoff gelangten…

Zu den deutlich häufigeren Nebenwirkungen zählen unter anderem ein allergischer Schock, Gesichtslähmungen, Zuckungen, Gefäßentzündungen und Gehirnentzündungen. Alle Nebenwirkungen wurden um den Zeitpunkt der Impfung beobachtet. Dadurch ist zwar noch nicht bewiesen, dass die Impfung auch der Auslöser war. Die Meldungen pro eine Million Dosen blieben jedoch von Dezember 2009 bis März 2010 weitgehend konstant…

„Die Zahlen zu Nebenwirkungen von Pandemrix überraschen mich überhaupt nicht“, sagt Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des pharmakritischen „Arznei-Telegramms“. „Ich habe schon damals gesagt, dass die Schweinegrippe benutzt wird, um in Deutschland ein Großexperiment zu starten mit einem Impfstoff, der nicht ausreichend getestet und daher für eine Massenimpfung ungeeignet ist.“

Dem Bericht zufolge summierte sich die Zahl der gemeldeten schweren Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Pandemrix bis Ende 2018 auf mehr als 5000. Schätzungen gehen davon aus, dass nur rund zehn Prozent der Nebenwirkungen von Arzneimitteln dokumentiert werden – die Zahl der tatsächlich aufgetretenen schweren Nebenwirkungen dürfte also noch deutlich höher liegen…

Man wollte impfen, man wollte den Impfstoff loswerden, den man gekauft hatte.“ …

Trotz der aktuellen Analyse sieht Becker-Brüser noch immer den Wirkverstärker als größtes Problem von Pandemrix…

Zumindest eine schwere Nebenwirkung von Pandemrix ist mittlerweile recht gut untersucht. Nach den Massenimpfungen erkrankten auffällig viele Menschen an Narkolepsie, einer unheilbaren Schlafkrankheit. Das Problem wurde erst Monate nach Ende der Impfkampagnen bekannt. Unter den etwa 30 Millionen geimpften Europäern kam es zu rund 1300 Fällen von Narkolepsie, die mit dem Mittel in Verbindung stehen sollen. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche…

 

Die Corona-Impfung der Uni Oxford mag für gewisse Risiko-Gruppen trotz Impfrisiken in Abwägung mit der Schwere des zu erwartenden Krankheitsverlaufs auch bei Rückzug der Pandemie und leichter Mutation des Virus noch eine brauchbare Option sein. Eine komplette Bevölkerung ohne tatsächliche Notwendigkeit mit solch einem Impfstoff durch impfen zu lassen halte ich jedoch für Körperverletzung und in Bezug auf die Gesundheitsgefahren durch die Impfung für grob fahrlässig. Selbst eine herkömmliche Impfung gegen Influenza wird schließlich nicht für Jedermann empfohlen.

Ich glaube kaum, dass die anderen in der Testung befindlichen Impfkandidaten besser abschneiden werden als der Oxford-Impfstoff. Die mRNA-Impfstoffe erscheinen mir bereits in ihrer Konzeption als äußerst fragwürdig.

 

https://www.n-tv.de/wissen/Nebeneffekte-von-Corona-Impfmittel-unklar-article21894677.html

DIENSTAG, 07. JULI 2020

Im Rennen um sogenannte mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt es derzeit noch kaum Informationen über mögliche Nebenwirkungen. Da es noch keinen zugelassenen mRNA-Impfstoff für Menschen gebe, sei die Frage nach Nebenwirkungen eine der ganz wichtigen, die jetzt mit den laufenden klinischen Prüfungen geklärt werde…

Eine sogenannte Phase-1-Studie mit einem mRNA-Impfstoff wird derzeit etwa beim Tübinger Unternehmen Curevac durchgeführt. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die Curevac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein der Hülle des Coronavirus versehen. Nach einer Impfung bilden die menschlichen Zellen dieses Proteins. Der Körper erkennt es als fremd und beginnt, Antikörper sowie Abwehrstoffe dagegen zu bilden.

Auf mRNA setzen die Entwickler bei Corona, weil dafür nicht wie sonst die Viren selbst zur Herstellung des Impfstoffs benötigt werden, sondern nur deren genetische Information. Das soll es ermöglichen, Impfstoffe in beispielloser Geschwindigkeit bereitzustellen.

Quelle: ntv.de, shu/dpa

 

Die Impfstoffe sollen billig herstellbar sein, das leuchtet ein, wenn Massenimpfungen vorgesehen sind. Die Frage nach einem möglichen Auslösen von allergischen Reaktionen oder Autoimmunerkrankungen durch mRNA-Impfstoffe erscheint keineswegs als beantwortet. Überhaupt wäre der geplante Einsatz bei Gesunden als ein großer Feldversuch ohne Gefährdungsbeurteilung zu bewerten. Einer gewissenhaften Risikoabschätzung würde die Verabreichung derartiger Impfstoffe zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich nicht standhalten.

Das Zusammenschieben der drei klinischen Testphasen ist ebenfalls dazu geeignet, die Sicherheit der Impfstoff-Kandidaten erheblich in Frage zu stellen. Um Zeit zu sparen wird jeweils mit der darauffolgenden Test-Phase begonnen ohne die Auswertung der Ergebnisse der vorherigen Phase abzuwarten. Normalerweise benötigt die Entwicklung eines neuen Impfstoffs mindestens fünf Jahre. Die derzeitige Vorgehensweise könnte zur Gefährdung von Millionen Menschen führen. Einen Routinestopp als Beweis für eine solide Impfstoffentwicklung zu werten grenzt an Ignoranz – wer sich durch solch eine PR-Masche überzeugen lässt, wird unter Umständen dafür mit seiner Gesundheit bezahlen. Kein Wunder, dass die Bedrohungslage weiter hochgehalten wird und die Corona-Maßnahmen keinem baldigen Ende entgegensehen. Erst wenn alle sich haben impfen lassen – ob zu ihrem Nutzen oder zu ihrem Schaden – werden wir vielleicht zu unserer alten Normalität zurückkehren dürfen – außer wir wenden uns vorher von diesem totalitären Hygienestaat ab und fangen endlich an, für unsere Grundrechte zu kämpfen.

Die Freiheit stirbt zuerst!

 

Erziehung der Jugend im totalitären Hygienestaat

Die Durchsetzung der Maskenpflicht als neuer Bestandteil der „Hygieneerziehung“ an Schulen nimmt seit den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen immer totalitärere Züge an. Gefährlich für die Demokratie wird es, wenn versucht wird, bei der Jugend  ein nicht zu hinterfragendes Wir-Gefühl mit den Mitteln der Angstkonditionierung aufzubauen, das als „Verantwortung für die Gemeinschaft“ beworben wird.

Unter dem Vorwand der Corona-Ausbreitungsgefahr durch Reiserückkehrer wurde in nordrhein-westfälischen Schulen nach den Sommerferien zunächst für drei Wochen eine Maskenpflicht nicht nur für das Schulgelände sondern auch für den Unterricht eingeführt. Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen mussten mit kurzen Unterbrechungen ihre Mund-Nase-Bedeckung bis zu acht Stunden täglich tragen. Die meisten empfanden das Atmen unter den Stoff- oder Papierbedeckungen als anstrengend, die sich verstärkende Feuchtigkeit als nervig und die erschwerte Kommunikation als hinderlich. Die Folgen wie das gehäufte Auftreten von Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sowie Konzentrationsschwäche und starke Ermüdung konnten viele Betroffene sowohl bei sich selbst feststellen als auch bei anderen miterleben.

Als die Maskenpflicht im Unterricht Ende August fiel hätte man erwarten können, dass es sowohl in den Lehrer-Kollegien als auch in der Schülerschaft einen Aufschrei der Erleichterung geben würde. Weit gefehlt – sowohl Lehrer als auch Schüler waren zu diesem Zeitpunkt bereits derart auf Angst konditioniert, dass sich fast alle Lehrerinnen und Lehrer aggressiv und lautstark für ein Weitertragen der Masken in den Unterrichtsräumen aussprachen und ein großer Teil der Schüler nicht im entferntesten mit dem Gedanken spielte, dem andauernden Alptraum der erzwungenen Selbstschädigung ein Ende zu bereiten. Die Umerziehung der Jugend in totalitären Pandemie-Strukturen deckt sich allem Anschein nach in Teilen mit den Erziehungszielen anders begründeter totalitärer Systeme.
In charakterlicher Hinsicht wird Gehorsam, Solidarität, Opferbereitschaft und die Bereitschaft zur Unterwerfung unter die Gemeinschaft eingefordert. Die Schüler leiden nun „freiwillig“ unter dem Angstsymbol Maske, weil ihre Lehrer und teilweise auch ihre Eltern ihnen einreden, hierdurch die Risikogruppenangehörigen unter Lehrern, Mitschülern und deren Familien vor einer zwar lebensbedrohlichen aber durch Masken an ihrer Ausbreitung zu hindernden  Erkrankung zu schützen. Wenn jeder einen Mund-Nase-Schutz trägt, wird die Mehrheit der bedrohten Menschen effektiv vor dem Virus geschützt sein – das glaubt nach der monatelangen Panikmache mit gezielter Vermittlung hygienestaatlicher Glaubensgrundsätze im Mantel der Wissenschaft mittlerweile ein Großteil der Bevölkerung.

In geistiger Hinsicht wird derzeit in den Schulen zur bedingungslosen Übernahme der einmal verordneten Corona-Maßnahmen hin erzogen – ohne Akzeptanz von Kritik und selbstverständlich ohne die Erlaubnis einer Inanspruchnahme der vorgesehenen Erleichterungen, die gleichzeitig weder von Politikern noch von staatlich alimentierten Virologen empfohlen werden. Man darf die Maske auf dem Sitzplatz im Unterrichtsraum zwar abziehen, aber man sollte es im Namen der heiligen Solidarität, dem Grundpfeiler eines jeden demokratischen Systems, auf eigenes Risiko doch tunlichst unterlassen.

Unsere Kinder opfern ihre Gesundheit nun freudig und freiwillig für den erhofften aber im Ernstfall unwahrscheinlichen Gesundheitsschutz einer Risikogruppe, die mehrheitlich ohnehin schon keinen Präsenz-Unterricht mehr erteilen muss oder aber längst auf Distanz lernt.
Die sogenannten „Hygienemaßnahmen“ sollen von den Jugendlichen verinnerlicht werden, um aus menschlichen Individuen eine hygienekonforme Einheit zu erschaffen. Die Unterdrückung, die ein Mensch während seiner Entwicklung erfährt, führt nicht selten zu dem Wunsch danach, selbst Macht auszuüben. Die Maske als Zeichen der Unterwerfung, die Gesichter und Mimik in Teilen unkenntlich macht und die natürlichen  Atmungsvorgänge nachhaltig beeinträchtigt, wird folglich von „Maskenverweigerern“ auch durch ihre Mitschüler mit Nachdruck und unter Drohungen eingefordert. Die von der NRW-Landesregierung beschlossene Freiwilligkeit des Maskentragens zeigt sich in vielen Schulen lediglich in dem bislang eingehaltenen Verbot der Bestrafung und des direkten Ausschlusses von im Unterricht die Masken ablegenden Schülern. Aufbauend auf kommunalen Empfehlungen einer Weiterführung in Form von Masken-Geboten für den Unterricht und mit Hilfe schulinterner Vereinbarungen zwischen Schulleitungen und Schülervertretern wird die systematische Ausgrenzung von Menschen mit unerwünschtem Hintergrund und nicht ideologisch konformen Ansichten betrieben. Durch die Übernahme vorgeblich moralisch hochstehender Motive wird allerdings kein eigenes Gewissen in Form eines Über-Ichs bei den Jugendlichen ausgebildet, sondern stattdessen ein Ideal-Ich übernommen, das das eigene Gewissen ersetzt. Das Mitgefühl gilt selektiv den als schwach definierten potentiell durch Covid-19 gefährdeten Menschen, während die durch Maskenpflicht und Berufsverbote schwer Geschädigten als „Kollateralschäden“ ausgeblendet werden. Ihr Leiden lässt die Mehrheit der „Solidarischen“ völlig kalt. So werden Personen, die keine Maske tragen können oder es aus nachvollziehbaren Gründen nicht wollen, als Maskenmuffel oder Maskenverweigerer pauschal diffamiert. Denjenigen, die aufgrund psychischer Probleme oder als Folge von Traumatisierungen keine Maske aufsetzen können, wird mehrheitlich selbst die – einzig und allein zur Vermeidung von Schadensersatzansprüchen an den Staat – bei „Unzumutbarkeit“ versprochene Befreiung von der Maskenpflicht verweigert. Es gibt keine Anlaufstellen für Betroffene, die bislang noch nicht in ärztlicher Behandlung waren, da schließlich erst die seit Ende April existierende staatliche Nötigung von Jedermann als noch nie dagewesene unvermeidbare Zwangslage sie zunehmend von großen Teilen des öffentlichen Lebens ausschließt, vom Einkaufen in Läden, vom Bus- und Bahnfahren sowie teilweise auch von Arztbesuchen. Hinzu kommt, dass Ärzte durch die Androhung der Entziehung ihrer Zulassung derzeit systematisch davon abgehalten werden, Neu-Patienten ohne mehrmonatige Behandlungsakte ein Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht auszustellen.

Wo bleibt die Solidarität mit denjenigen, die das Maskentragen krank macht, die aufgrund von Vermeidungsverhalten in die soziale Isolation gedrängt werden und die man anschließend mit den Spätfolgen und Dauerschäden alleine lässt?

Wo bleibt das Mitgefühl mir denjenigen „Masken-Verweigerern“, die als Folge der empfunden Ausweglosigkeit durch die zeitlich zwar befristeten aber ständig verlängerten und verschärften Corona-Schutzmaßnahmen in die Verzweiflung und schlimmstenfalls sogar in den Selbstmord getrieben werden?

„Corona-Maßnahmen-Gläubige sitzen bei uns in der 1. Reihe. Bitte Abstand halten!“                    (vor dem NRW-Landtag am Rhein in Düsseldorf) 

 

Immer schlecht und schlimm gerät
erzwungene, oft naive Solidarität.

© Alfred Selacher

(*1945), Schweizer Lebenskünstler

 

 

 

 

Wo das Hausrecht über dem Grundgesetz steht – die verkappte Fortsetzung der Maskenpflicht im Unterricht durch die NRW- Schulleitungen

aktualisiert am Montag,  31.08.2020, 20:00 Uhr:

Die neue Verordnung zum Schulbetrieb in Corona-Zeiten wurde vom Schulministerium so formuliert, dass sie Schulleitern und Schulkonferenzen keinen Spielraum lässt für eine Anordnung zur Weiterführung der Maskenpflicht im Unterricht. Ich hoffe sehr, dass es dabei bleibt.

 

https://rp-online.de/nrw/panorama/schulen-in-nrw-diese-corona-regeln-gelten-ab-dienstag_aid-53063771

  1. August 2020 um 18:53 Uhr

… Manche Schulen teilen diese Ansicht jedoch nicht und haben sich dazu entschlossen, die Maskenpflicht weiter zu führen…

Laut der Schulministerin ist eine solche Regelung für die Kinder jedoch nicht verpflichtend. „Alles was jetzt an den Schulen beschlossen wird, besteht auf Freiwilligkeit. Die Maskenpflicht gibt es nicht mehr“, sagt Gebauer…

 

Ursprünglicher Beitrag:

Laschet und Gebauer haben sich geschickt aus der Verantwortung gezogen. Wer jetzt gegen die Maskenpflicht im Unterricht oder später wegen der Folgen der Maßnahme – der zu erwartenden Spätschäden – klagen will, muss wohl gegen die jeweiligen Schulleitungen vorgehen, und dort wird zumindest in Sachen Schadensersatz wenig zu holen sein.

In NRW ist es allem Anschein nach bislang so, dass jede der durch Medien und politische Selbstdarsteller hysterisch verängstigten Schulgemeinden die offiziell zum 1. September für beendet erklärte Maskenpflicht im Unterricht nach Belieben fortsetzen darf.

In NRW wird offensichtlich das Hausrecht der Schulleitungen unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes über die verfassungsmäßig garantierten Grundrechte gestellt. Wie es aussieht darf über die körperliche Unversehrtheit aller Kolleginnen und Kollegen sowie über die optionale Achtung der Menschenwürde von oben bestimmt oder aber mehrheitlich in einer Lehrerkonferenz abgestimmt werden – wenn sich die Schulleitungen des voraussichtlichen Erfolgs ihrer „demokratischen“ Inszenierung gewiss sind. Auch das Einholen von „Stimmungsbildern“ bei Lehrer-, Eltern und Schülermitwirkungsgremien mit der Impulsfrage „Wollt ihr ohne Masken im Unterricht alle sterben?“ scheint zulässig.

Nicht nur das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Oberhausen ist dabei,  der Corona-Hysterie unter einem Großteil der Lehrer und den durch diese massiv verängstigten Schülern mit Hilfe des von unserer Landesregierung offensichtlich erwünschten Handlungskonzepts gerecht zu werden. Anstatt die Nötigung zur extrem belastenden stundenlangen  Atmungsbehinderung wie von Laschet versprochen zu beenden, die nach einer rechtsstaatlich unabdingbaren Schaden-Nutzen-Abwägung niemals hätte angeordnet werden dürfen, wird lieber der Phantom-Gefahr mit Gruppenzwang unter Androhung des Ausschlusses der Unwilligen und stärker Belasteten mit totalitären Maßnahmen getrotzt,  im Glauben an die magische Wirkung eines Stoff- oder Papierlappens, der Viren genauso gut aufzuhalten vermag wie ein Maschendrahtzaun eine Stechmücke.

Die Dummheit der Menschen ist grenzenlos – und leider in der Mehrheit!

Die folgende Begründung des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium für den „alternativlosen“ schulinternen Hygieneplan bedarf keiner weiteren Kommentierung.

 

https://www.fvs-gymnasium.de/index.php?option=com_content&view=article&id=586:weiterhin-maskenpflicht-auch-im-unterricht&catid=105:aktuelles-2020-2021&Itemid=1061

Für das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium haben wir als Schulleitung festgelegt, dass die bestehende Maskenpflicht im Unterricht auch über den 31.08.2020 hinaus fortbestehen wird. Die Maskenpflicht soll zunächst gelten bis zum Freitag, dem 11.09.2020.

Unsere Hygienekonzepte haben sich als so tragfähig erwiesen, dass es auch im Falle einer Infektion mit dem Corona-Virus ausreichend war, nur die unmittelbar Betroffenen in Quarantäne zu schicken… Sollte die Schulkonferenz am 08.09.2020 die Maskenpflicht per Beschluss abschaffen, werden wir die Zeit bis zum 11.09.2020 benötigen, um die notwendigen Kürzungen in den Stundenplan einzuarbeiten, weil nicht mehr alle Lehrkräfte für einen Unterricht ohne Maskenpflicht zur Verfügung stehen werden und sich daraus ein deutlich erhöhter Bedarf an Vertretungsunterricht ergibt… Ohne Maske ist die Sicherheit im Unterricht nicht mehr gegeben und es wird einigen Lehrkräften, aber auch Schüler*innen, auch zum Schutz von Angehörigen, nicht möglich sein, weiter im Präsenzunterricht zu verbleiben…

Die Entscheidung des Gesundheitsamtes im Fall einer Infektion fällt auf Grundlage einer Risikobewertung. Träger von Schutzmasken werden in der Regel nicht zur höchsten Kategorie gerechnet und dürfen weiter am Unterricht teilnehmen…

Diese Maßnahmen sind mit dem Lehrerrat und dem Vorsitz der Schulpflegschaft sowie der Schülervertretung besprochen worden und sollen im Laufe der nächsten Woche in den Mitwirkungsgremien diskutiert werden. Bis dahin haben wir mit dieser Entscheidung zunächst für Verhaltenssicherheit gesorgt und dem Wunsch zahlreicher besorgter Eltern, Schüler*innen und Lehrkräfte entsprochen.

Bleiben Sie gesund!… 

 

Zur Stützung der sogenannten „neuen Normalität“  ermöglicht die NRW-Landesregierung somit die Errichtung lokaler Mikro-Diktaturen – sowohl  über die Ordnungsämter von Städten und Gemeinden als auch innerhalb einer jeden Schule.

Noch relativ zu Beginn des erklärten Corona-Notstandes hatte Professor Lepsius von der Universität Münster auf dem Verfassungsblock schwere Bedenken geäußert gegen die „Grundrechtseingriffe ungeahnten Ausmaßes“.

 

https://verfassungsblog.de/vom-niedergang-grundrechtlicher-denkkategorien-in-der-corona-pandemie/

Oliver Lepsius
Mo 6 Apr 2020

… In der „Stunde der Exekutive“ wurde der Mensch auf seine nackte physische Existenz reduziert. Genau das aber lässt das Grundgesetz nicht zu: Dies wäre entweder eine Verletzung der Menschenwürde oder doch einmal ein erster Fall für Art. 19 II GG: In keinem Fall darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden…

Die Freiheiten werden jetzt verletzt: Jetzt werden die Existenzen vernichtet… Wie erstaunlich, dass der sichere Freiheitseingriff in der Gegenwart eingetauscht wird gegen einen unsicheren Gesundheitsschutz in der Zukunft. Abwägung kann man das jedenfalls nicht nennen.

Für einen Verfassungsjuristen ist es zutiefst deprimierend mitzuerleben, wie die Essentialia grundrechtlichen Denkens in kurzer Zeit zur Disposition stehen: sorgfältige Bestimmung von Schutzgütern? Zweckorientierte Mittelauswahl? Suche nach milderen Mitteln? Kausalität und Zurechnung? Abwägung? Vollzugsföderalismus? Organisationspluralismus?… Wir stehen vor Hygienemaßnahmen ganz anderer Art: Der Rechtsstaat ist schwer beschmutzt. Die rechtsstaatliche Hygiene muss dringend wieder hergestellt werden, sonst droht hier das größte Infektionsrisiko… 

 

Inzwischen scheint selbst dem Verfassungsblock jegliche ernst zu nehmende Kritikfähigkeit an schwerwiegenden Grundrechtseinschränkungen abhanden gekommen zu sein, wie in folgendem Betrag der Professorin Mangold  festzustellen.

 

https://verfassungsblog.de/duerfen-oder-muessen/
Anna Katharina Mangold

Sa 22 Aug 2020

…Eine für den Schulbesuch sowie den Schulunterricht angeordnete Maskenpflicht könnte möglicherweise in das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG eingreifen, weil das Atmen erschwert wird. Allerdings wird mit unterschiedlichen Begründungen eine tatsächliche Veränderung am Körper verlangt, um von einem Eingriff sprechen zu können. Die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, greift deswegen nicht in das Recht auf körperliche Unversehrtheit ein (niemand wird körperlich „versehrt“). In Betracht kommt deswegen nur ein Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG („freie Entfaltung der Persönlichkeit“). Dieses Grundrecht wird als Auffanggrundrecht herangezogen, um jede Art staatlichen Handelns unter Rechtfertigungsvorbehalt zu stellen, das die Einzelnen irgendwie daran hindert, alles zu tun, was sie wollen. Die „Rechte anderer“ sind eine Grenze dieser Handlungsfreiheit, allerdings muss im modernen Verfassungsstaat diese Grenze rechtlich gezogen werden, etwa durch eine rechtmäßige Verordnung. Eine Maskenpflicht darf also nur auf rechtlicher Grundlage angeordnet werden…

Die Bundesländer dürfen also verfassungsrechtlich eine Maskenpflicht für Schulen auch dann anordnen, wenn die Infektionsraten „vergleichsweise“ gering sind. Weil Schüler*innen (und ihre Angehörigen) dem Geschehen in der Schule aufgrund der Schulpflicht jedoch zwangsläufig ausgesetzt sind, müssen die Länder sogar alle Maßnahmen ergreifen, um deren Leben und körperliche Unversehrtheit zu schützen…

 

Vor Covid-19 muss also mit allen Mitteln – auch mit den Mitteln der kontinuierlichen Selbstschädigung – geschützt werden, selbst wenn das Virus kaum mehr präsent ist.

An die Stelle der Verhältnismäßigkeit tritt eine nicht zu hinterfragende Hygiene-Ideologie, selbst zahlreiche Wissenschaftler begnügen sich mit staatlich betreutem Denken.

In einem Kommentar zum Beitrag wird die politisch korrekte Interpretation von Frau Mangold  in Frage gestellt.

 

https://verfassungsblog.de/duerfen-oder-muessen/#comments

… Do 27 Aug 2020

Hallo Frau Mangold,

Sie schreiben:
“Die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, greift deswegen nicht in das Recht auf körperliche Unversehrtheit ein (niemand wird körperlich „versehrt“)”

Eine unfreie Atmung ist ein körperlicher Eingriff, ohne auf medizinische Argumente zu verweisen finde ich Ihre Aussage sehr oberflächlich.
Auch psychische Schäden werden aktuell nicht berücksichtigt…

 

Vor den von sämtlichen Corona-Hysterikern geleugneten aber dennoch erwiesenen Schäden  des stundenlangen Maskentragens werden wir in der Schule, der wegen der Schulpflicht kein Schüler entkommen kann, nicht geschützt.

Die Rechtfertigung staatlicher Zwangsmaßnahmen zum Schutz vor Lebensrisiken mit dem Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit erfolgt reichlich willkürlich – die zehntausendfach jährlich zu beklagenden Todesfälle durch Krankenhauskeime oder vermeidbare Behandlungsfehler beispielsweise werden als hinnehmbar eingestuft und haben daher keineswegs harte Sanktionen oder Grundrechtseingriffe zur Folge, geschweige denn das Erlassen immer stärker einschränkender Verordnungen.

Die mangelnde Schutzfunktion unseres Grundgesetzes zeigt sich einmal wieder deutlich in der Vorgehensweise der Juristen, die die prinzipiell unveräußerlichen Grundrechte in ihrem Wesensgehalt uminterpretieren,  wenn sie das Maskentragen nicht als Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit werten, nur weil die Schäden durch das Erschweren der Atmung, die feucht-warme Atmosphäre unter der Maske sowie die psychische Belastung keine direkten Veränderungen am Körper darstellen. Diese Auslegung und die Wertung der Maskenpflicht als Unannehmlichkeit ist ein Hohn für alle Geschädigten. Hier wird durch die übliche juristische Kunst der Rechtsverdrehung eine angeblich verfassungsgemäße Nötigung zur Selbstverletzung oder zu selbst schädigendem Verhalten legitimiert. Eine definitiv bei einem Großteil der Situationen nicht vorhandene „Schutzfunktion“ wird zumindest unter Aufhebung des Grundrechts auf Handlungsfreiheit zur Pflicht eines jeden erklärt. Das Tragen von eventuellen Viren-, Pilz- oder Bakterienkulturen vor Mund- und Nase als potentiellen Schutz zu bewerten, würde ich ohnehin zumindest als gewagt bezeichnen. Die einzige reale „Schutzwirkung“ liegt meinem Empfinden nach darin, die Träger der Maske vor einem Teil  der Auswirkungen ihrer irrationalen Corona-Angst zu schützen.

Ich bin der Überzeugung – und dafür bin ich auch bereit zu kämpfen – dass es sich bei der Maskenpflicht sowohl um Körperverletzung als auch um eine schwere Verletzung der Menschenwürde handelt, die zudem wegen mangelnden Einflusses auf das Infektionsgeschehen und nicht mehr vorhandener ernsthafter Gefährdung der Bevölkerung derzeit völlig unverhältnismäßig ist.

Es kann nicht angehen, dass Schulleitungen sich erdreisten, Stimmungsbilder zur Einschränkung der unveräußerlichen Freiheitsrechte  zu erstellen und eigenmächtig  die Einschränkung von Grundrechten zu beschließen, wenn selbst die NRW-Landesregierung Teile davon – wie das Maskentragen im Unterricht – mittlerweile als unverhältnismäßig einstuft.

„Wenn  Unrecht zu geltendem Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“

 

 

 

 

Will die Mehrheit der Deutschen den totalitären Hygienestaat?

Laut Umfragen befürwortet eine Mehrheit der Deutschen die verordneten Corona-Maßnahmen, ein gewisser Anteil der Bevölkerung wünscht sich sogar ein noch härteres Durchgreifen gegen all diejenigen Personen, die auf eine Gewährung der uns verfassungsmäßig garantierten  Grundrechte beharren und sich somit der Herrschaft eines immer autoritärer bis totalitärer agierenden Hygienestaates verweigern. Corona ist nicht nur eine Viruserkrankung, sondern mittlerweile eine völlig ausufernde absurde Propagandaschlacht  im Kampf um die Deutungshoheit  wissenschaftlicher Erkenntnisse, die bislang keineswegs als gesicherte Fakten gelten können. So manche Untersuchung oder Studie wird den Vorgaben eines korrekten wissenschaftlichen Vorgehens nicht gerecht, sondern arbeitet mit Tricks um Ergebnisse zu erzeugen, die die staatlich verhängten Maßnahmen rechtfertigen sollen.  Wer zahlt bestimmt die Musik!

Sowohl ein Versuchsaufbau als auch eine Befragung können so konzipiert werden, dass die gewünschten Aussagen  unweigerlich erzielt werden müssen.

Weder das Sinken noch der Anstieg von Corona-Infektionszahlen wird wissenschaftlich  korrekt bewertet, wenn jeweils nur eine Variable wie etwa die Einführung der Maskenpflicht bei der Deutung berücksichtigt wird, obwohl zahlreiche andere Maßnahmen zeitgleich oder bereits im Vorfeld verhängt wurden, die das Infektionsgeschehen bereits zuvor in die beobachtete Bahn gelenkt haben können. Eine mögliche Veränderung bei den Eigenschaften des Virus und sich wandelnde äußere Einflüsse dürfen bei der Analyse ebenfalls nicht ausgeblendet  werden, ansonsten ist ein Lesen im Kaffeesatz mindestens genauso aussagekräftig wie die von offizieller Seite verbreiteten Interpretationen der Covid-19-Statistiken – wie derzeit zu beobachten.

Manchmal geben Politiker wider Erwarten Kritisches von sich und warnen vor einer problematischen  Überreaktion in Bezug auf Corona, was dann  im Eifer wild erlassener Verordnungen aber schnell wieder ignoriert wird.

So sagte Jens Spahn noch am 14. Juni  2020 im „Bericht aus Berlin“ der ARD:

https://twitter.com/i/status/1272227228781285379

„Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht nachher durch zu umfangreiches Testen – klingt jetzt total –muss man erst einmal um zwei Ecken denken, durch zu umfangreiches Testen zu viel falsch Positive haben, weil die Tests ja nicht 100 Prozent genau sind, sondern auch eine kleine, aber eben auch eine Fehlerquote haben. Und wenn sozusagen insgesamt das Infektionsgeschehen immer weiter runter geht und sie gleichzeitig das Testen auf Millionen ausweiten, dann haben sie auf einmal viel mehr falsch Positive als tatsächlich Positive…“

 

https://www.presse.online/2020/06/20/spahn-durch-zu-viele-tests-mehr-falsch-positive-faelle-als-echte/

 

Zu viel fasch Positive erhält man allerdings nicht erst beim Testen von Millionen, sondern bereits dann, wenn bei einem niedrigen Durchseuchungsgrad der Bevölkerung ohne Anlass getestet wird, also bei Personen ohne Symptome und ohne Kontakt zu Erkrankten oder Infizierten. Und genau dies geschieht zurzeit bei den Reiserückkehrern aus sogenannten Risikogebieten sowie bei den  angebotenen Reihentestungen von Erziehern und Lehrern, sofern diese denn tatsächlich in großem Umfang stattfinden werden. Die zweiwöchigen Testungen auf Corona sind bislang mangels ausreichender lokaler Testangebote noch freiwillig. Bei der Maskenpflicht war das ähnlich – solange wie Masken fehlten gab es keine Verpflichtung, danach aber dafür in umso überzogenerem Masse.

Angeblich soll sich das Virus wieder stärker verbreiten, unsere Panik-Macher sprechen von einer zweiten Corona-Welle und im Krieg gegen den Tod sind alle Maßnahmen erlaubt.

Doch muss man sich derzeit berechtigt fragen, ob die Ausweitung der Tests nicht letztendlich für den Anstieg der Zahlen verantwortlich ist, da seit der 22. Kalenderwoche (25.-31. Mai) der Anteil der positiv Getesteten laut Information des Robert Koch Instituts (RKI) bei um die 1 Prozent der Tests verharrt. Eine Durchseuchung der getesteten Personen von nur maximal einem Prozent führt jedoch selbst bei einem Test mit hoher Spezifität zu einer enormen Fehlerquote. Deutsche Pharmakonzerne geben zwar für ihre Tests eine angebliche Spezifität von 99,8 Prozent an, doch sprechen unabhängige weltweite Untersuchungen für einen realistischen Wert von maximal 99 Prozent, bei unterschiedlich hoher Streuung. Dies hat zur Folge, dass durchschnittlich einer von 100 Tests ein falsch positives Ergebnis liefert, die getestete Person also als infiziert einstuft, obwohl sie gesund ist. Wenn die Rate der falsch Positiven in der Größenordnung der positiv Getesteten liegt, dann führt dies zu einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent, dass ein Gesunder als angeblich Symptom-freier Covid-19-Infizierter in Quarantäne geschickt und damit Opfer eines mindestens zweiwöchigen ungerechtfertigten  Freiheitsentzugs wird. Hinzu kommt die Problematik, dass hierdurch ein völlig verzerrtes Lagebild erzeugt wird, welches weiterer Panikmache und Einschränkungen von Grundrechten Vorschub leistet. Liegt der tatsächliche  Anteil an Erkrankten an den Getesteten unter einem Prozent, so ist es sogar möglich, dass sich die Mehrheit der Positiven im Falle einer Überprüfung als falsch Positive herausstellen würde. Man hört immer weniger von schweren Krankheitsverläufen, dafür aber immer mehr von angeblich Infizierten ohne Symptome oder mit sehr leichten Verläufen. Eigentlich müsste zumindest jeder Corona-Positive ohne Krankheitsanzeichen nach zwei bis drei Tagen ein zweites Mal getestet werden, um ein Ausufern der in einem echten Rechtsstaat unzulässigen pauschal verhängten freiheitseinschränkenden Maßnahmen zu verhindern. Doch genau dies wird tunlichst unterlassen – es sollen wohl keine Zweifel gesät werden.

Die folgende Tabelle habe ich aus dem täglichen Lagebericht des Robert Koch Instituts zu Covid-19 vom 19.08.2020 entnommen.

 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-08-19-de.pdf?__blob=publicationFile

 

Von ca. 127 000 Testungen in der 11. Kalenderwoche (9. – 16. März) wurden die Tests mittlerweile auf gut 875 000 Testungen in der 33. Woche (10. – 16. August)  hochgefahren. Die Positivenrate lag bis ca. Ende April bei 5 Prozent und mehr. In diesem Zeitraum hat sich folglich die Fehlerquote kaum bemerkbar gemacht. Bei der derzeitigen Positivenrate um nur ein Prozent ist es hingegen grob irreführend, wenn die vom RKI täglich veröffentlichten Zahlen von den Medien mit „nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten“ gleich gesetzt werden, es handelt sich lediglich um die Zahl positiver Testergebnisse mit einem sicher vorhandenen unbestimmten  Anteil an falsch Positiven.

Im folgenden Artikel wird die Problematik der falsch positiven Tests erläutert.

 

https://science.apa.at/rubrik/medizin_und_biotech/Infiziert_oder_nicht_Wie_sicher_sind_Corona_Tests/SCI_20200714_SCI39451352255499540

14.07.2020

Zum einen gibt es die PCRTests auf Covid-19, die angeben, ob jemand akut erkrankt ist. … Wir können also davon ausgehen, dass die Spezifität bei 99% liegt – nur 1% der tatsächlich gesunden Personen erhält ein fälschlicherweise positives Testresultat…

Beispiel 1 – PCR Test auf akute Erkrankung

Angenommen: Sensitivität 80%, Spezifität 99% (also 1% falsch Positive). Außerdem nehmen wir eine Prävalenz von 1% an, d.h. 1% der Bevölkerung ist tatsächlich akut Covid-19 erkrankt. Dann würden wir bei 10.000 Personen erwarten, dass 100 erkrankt sind, und die restlichen 9.900 gesund

Die erste Zahl können wir direkt ablesen, es gibt 179 positive Tests – also deutlich mehr, als es tatsächlich Erkrankte gibt. Fast 2% positive Ergebnisse bei nur 1% Erkrankten!…

Die geringe Prävalenz akuter Covid-19 Erkrankungen kann dazu führen, dass ein Großteil der positiv getesteten Personen tatsächlich nur falsch Positive sind. Also Personen, die gar nicht wirklich erkrankt sind, sondern die aufgrund der Unvollkommenheit diagnostischer Tests fälschlicherweise vom Test als positiv klassifiziert werden. Selbst wenn man in der entsprechenden Tabelle oben (in Beispiel 1) die Sensitivität von 80% auf 99% erhöht (Übungsaufgabe für die Leser!), dann bleibt dieses Phänomen im Wesentlichen bestehen – nur die Hälfte der positiv Getesteten ist dann wirklich krank. Der Grund ist die geringe Prävalenz von 1%. Darüber muss man sich also im Klaren sein, wenn großangelegte Tests auf akutes Covid-19 bei weiterhin geringer Prävalenz durchgeführt werden: Selbst bei sehr guten Testverfahren kann man damit rechnen, dass es doppelt so viele positive Testresultate gibt wie tatsächlich erkrankte Personen. Die erste Corona-Welle könnte also bereits früher überstanden sein, als es die Testergebnisse suggerieren.

Bei angenommenen Prävalenzen von 10%, wie im Beispiel der Immunisierung, bekommt man hingegen sehr genaue Schätzungen der tatsächlichen Prävalenz, und die meisten positiv getesteten Personen sind auch wirklich immunisiert. Eine Schätzung der Immunisierung in der Bevölkerung birgt also weniger die Gefahr der Fehlinterpretation der Ergebnisse als eine Schätzung der akuten Erkrankungsrate…

 

Dass unser Rechtsstaat uns nicht mehr schützt zeigt sich in der aktuellen Rechtsprechung bezüglich der Maskenpflicht für Schüler im Unterricht, die seit den Sommerferien in NRW an weiterführenden Schulen gilt. Die Richter des Oberverwaltungsgerichts Münster haben einen Eilantrag zur Aufhebung der Maskenpflicht mit der Begründung abgelehnt, dass für sie keine Gesundheitsgefahr feststellbar sei.

 

https://www.ksta.de/region/coronavirus-in-nrw-vize-regierungschef-stamp-fuer-absage-aller-karnevalszuege-36439428

… Donnerstag, 20. August

Oberverwaltungsgericht NRW billigt Maskenpflicht im Unterricht

14.50 Uhr: In Nordrhein-Westfalen bleibt es bei der Maskenpflicht im Schulunterricht. Das Oberverwaltungsgericht in Münster lehnte am Donnerstag einen Eilantrag von drei Schülern aus dem Kreis Euskirchen ab, die gegen die Vorschrift geklagt hatten. Die Verpflichtung, auch während des Unterrichts grundsätzlich eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, sei verhältnismäßig, entschieden die Richter. Es sei auch nicht feststellbar, dass das Tragen der Alltagsmaske Gesundheitsgefahren für die Schüler berge…

Das Oberverwaltungsgericht verwies in seiner Entscheidung darauf, dass im Unterricht die Masken zeitweise abgenommen werden können, wenn dies aus pädagogischen Gründen erforderlich erscheine. Zudem könnten die Schulleitungen aus medizinischen Gründen Ausnahmen von der Maskenpflicht erteilen…

 

Dann müsste die Maske sowohl aus pädagogischen als auch aus medizinischen Gründen durchgehend von nahezu allen Schülern abgenommen werden, was jedoch nirgendwo praktiziert wird, weil es die Pflicht ad absurdum führen würde. Gelegentlich reicht nicht, um die Schüler vor Schaden zu schützen – ganz davon abgesehen, dass ein ständiges Auf und Ab der Mund-Nase-Bedeckung die Gefahr einer Infektion sogar noch steigert und die minimale Schutzwirkung völlig zunichte macht – was dem jetzigen Stand der Umsetzung in den Schulen entspricht, einer Qual ohne Wahl und ohne Sinn und Verstand.

Die Entscheidung der Verwaltungsrichter ist sowohl sachlich falsch als auch grob verfassungswidrig. Unser Grundgesetz sollte uns die körperliche Unversehrtheit garantieren. Diese  Richter scheinen jegliche kritische Bewertung der Maskenpflicht von vorne herein für sich ausgeschlossen zu haben. Die Richterposten werden in NRW politisch so besetzt, dass eine Korrektur von brisanten politischen Entscheidungen in der Regel nicht erfolgt. Die Gesundheitsgefahr durch das stundenlange Tragen der Alltagsmasken ist bekannt und wurde vom Virologen Hendrik Streeck  mehr als deutlich formuliert. Durchfeuchtet und selten gewaschen wirken die Masken als Virenschleudern, die eine Ansteckungsgefahr nicht nur für Covid-19 eher erhöhen als senken. Die verstärkte Rückatmung von Kohlenstoffdioxid, der Sauerstoffmangel sowie das Schwitzen unter der Maske senken die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, lösen bei empfindlicheren Personen Kopfschmerzen und Schwindel aus und schädigen durch die körperliche Dauerbelastung das Immunsystem. Außerdem fördert das feucht-warme Klima unter der Maske unter anderem die Entstehung von Haut-Ekzemen. Sensible Menschen können zudem aufgrund der Behinderung der zwischenmenschlichen Kommunikation durch das Maskentragen psychisch erkranken.

Ca. 10 Prozent der Bevölkerung, also um die acht Millionen Deutsche, macht das Tragen der Maske nach der Schätzung einer aktuellen Studie so krank, dass sie nicht mehr in der Lage sind, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dieser  Personenkreis muss mit  einem psychischen und physischen Dauerschaden rechnen.

 

https://www.psycharchives.org/handle/20.500.12034/2751

Diese deutschlandweit erste umfangreiche und abgeschlossene „Research-Gap“-Studie mit merkmalsspezifisch ausreichender Repräsentativität und einer Stichprobengröße von 1.010 fokussiert Belastungen, Beschwerden und bereits eingetretene Folgeschäden im Rahmen der aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen … Zum anderen hat „die Maske“ das Potenzial, über entstehende Aggression starke psychovegetative Stressreaktionen zu bahnen, die signifikant mit dem Grad belastender Nachwirkungen korrelieren… Die Tatsache, dass ca. 60% der sich deutlich mit den Verordnungen belastet erlebenden Menschen schon jetzt schwere (psychosoziale) Folgen erlebt, wie eine stark reduzierte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft aufgrund von aversionsbedingtem MNS-Vermeidungsbestreben, sozialen Rückzug, herabgesetzte gesundheitliche Selbstfürsorge (bis hin zur Vermeidung von Arztterminen) oder die Verstärkung vorbestandener gesundheitlicher Probleme (posttraumatische Belastungsstörungen, Herpes, Migräne), sprengte alle Erwartungen der Untersucherin. Die Ergebnisse drängen auf eine sehr zeitnahe Prüfung der Nutzen-Schaden-Relation der MNS- Verordnungen.

https://www.psycharchives.org/bitstream/20.500.12034/2751/1/Studie_PsychBeschwerdenMasken_DP.pdf

 

Der Zwang zur Maske für Schüler ist nicht weniger als eine hunderttausendfache Körperverletzung an Schutzbefohlenen. Der Ministerpräsident von NRW Armin Laschet, NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer und deren politische Gefolgsleute treffen Entscheidungen nach dem Motto: besser ein wenig Schutz als gar keiner.

Armin Laschet als potentieller Kanzlerkandidat versucht sich zu profilieren durch die härtesten Corona-Maßnahmen an Schulen deutschlandweit in der Hoffnung, so den bisherigen Corona-Hardliner Markus Söder aus Bayern auszustechen. Kollateralschäden bleiben bei solchen Erwägungen unberücksichtigt. Hinzu kommt die Droge „Macht“,  nach der ein Großteil der politischen Entscheidungsträger wohl süchtig geworden ist. Mit nichts lässt es sich leichter durch regieren als per Verordnung im Rahmen von Notstandsgesetzen.  Wer will da schon den einmal begründeten Notstand so schnell wieder aufgeben.

Kein verantwortungsvoller Arzt würde eine Therapie verordnen, die mehr schadet als die Folgen der Erkrankung selbst. Unsere Machtpolitiker stört dieser Umstand wenig, zumal die gezielte mediale Angstmache eine Massenhysterie erzeugt hat, die dazu führt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung der Einschränkung ihrer Grundrechte und der damit verbundenen körperlichen, finanziellen und seelischen Belastungen kritiklos zustimmt.

Die Maske im Unterricht dient lediglich der Beruhigung von in nicht unerheblichen Anteilen schwer verängstigten Lehrern und Schülern, denen der Glauben vermittelt wird, sich und andere durch ihr Spucktuch „solidarisch“  vor einer Infektion mit einem tödlichen Virus schützen zu können.  Der versprochene Schutz funktioniert solange sehr gut, wie sich kein Virusträger im Raum befindet. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist zurzeit sehr gering. Bei Anwesenheit eines Infizierten könnte das Maskentragen prinzipiell die Wahrscheinlichkeit einer Infektion um 20 Prozent senken. 80 Prozent des Aerosols gelangen an den nicht dicht sitzenden Seiten der Alltagsmasken mit der ausgeatmeten Luft in die Raumluft und verteilen sich bei längerem Zusammensitzen mehr oder weniger gleichmäßig im Raum – abhängig von den Lüftungsmöglichkeiten, speziell dem Erzeugen von starkem Durchzug, was eine Verdünnung der Virenkonzentration bewirken kann. Also wäre mit der durchgehenden Maskenpflicht an Schulen prinzipiell eine geringfügige Verlangsamung einer  wieder ansteigenden Covid-19-Ausbreitung zu erzielen, würde diese nicht an der knallharten Realität des Schulgeschehens scheitern. Kaum ein Schüler bringt mehr als eine Maske für einen Unterrichtstag mit. Die je nach Stärke des Schwitzens unterschiedlich schnell durchfeuchteten Masken werden also bis zu 8 Stunden lang getragen, ohne ausgetauscht zu werden. Die Schutzwirkung einer außen feuchten Maske ist gleich Null, die Viren gelangen an die Außenfläche und werden beim Sprechen mit dem verdunstenden Wasser in den Raum gestoßen. Außerdem gelingt es kaum einem Schüler, sich nicht in regelmäßigen Abständen an die Maske zu fassen um diese ein wenig zu lüften. Bei Gesamtschulen sitzen zudem dieselben Schüler einer Klasse beim Mittagessen in der Mensa auf engem Raum ohne Mund-Nasen-Schutz eng nebeneinander.

Bei der Nötigung zum Maskentragen handelt es sich um einen seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland nie dagewesenen Dressurakt – unter Androhung von empfindlichen Strafen und Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben. Solche  Vorgehensweisen kannte man bislang nur von totalitären Staaten, denen unsere Regierungen derzeit sichtlich nachzueifern versuchen. Die Maskenpflicht ist in keinster Weise verhältnismäßig zur realen Bedrohung durch das Virus und verstößt unter anderem gegen Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Doch was nutzen uns verfassungsgemäß garantierte Grundrechte, wenn diese Mal eben bei jeder aufgebauschten Bedrohungslage dauerhaft außer Kraft gesetzt werden dürfen, weil die unkritische leicht indoktrinierbare Mehrheit der Bevölkerung diese Form der völlig kranken Selbstzerstörung  zu wünschen meint.  Zurzeit hat das Denunziantentum in unserer Gesellschaft Hochkonjunktur und eine gesichtslose Mehrheit versucht  die Minderheit der Zweifler und Kämpfer mundtot zu machen. Ein Ende ist nicht in Sicht – es mehren sich sogar die Stimmen, eine Maskenpflicht in Zukunft  bei jeder viralen Bedrohung umgehend  auszusprechen.

Was muss geschehen, damit diesem kollektiven Wahnsinn endlich ein Ende bereitet  wird?

 

 

 

Die Sicherheit der neuen Atomkraftwerke – wenn Frankreich in China baut

Frankreich versucht seit dem Jahr 2005 neue  Atomkraftwerke mit höherem Sicherheitsstandard zu bauen, in Finnland, im Norden Frankreichs, in China und seit 2018 auch in Großbritannien. Die einzigen beiden Reaktoren, die bereits funktionieren, gingen im Jahr 2018 bzw. 2019 nach jeweils neunjähriger Bauzeit im chinesischen Taishan ans Netz. Sowohl in Finnland als auch in Frankreich selbst verursachen technische Probleme und Pfusch am Bau enorme zeitliche Verzögerungen bei der Inbetriebnahme und eine ungeheure Kostenexplosion. In den französischen Medien ist die Rede von einem Kompetenzverlust. Man habe seit 1991 (Baubeginn des letzten Reaktors der vorherigen Serie) keine Atomkraftwerke mehr gebaut, die erfahrenen Ingenieure seien in der Zwischenzeit in den Ruhestand gegangen. China baut zwar seit 10 bis 20 Jahren die meisten neuen  Atomkraftwerke, doch wurde der EPR federführend von den Franzosen entwickelt und auf der Baustelle in Taishan, die zwei Jahre nach der Baustelle im französischen Flamanville startete, waren französische Ingenieure im Einsatz – abgeordnet von der französischen Firma EDF. Angeblich habe man aus den in Frankreich gemachten Fehlern gelernt und diese daher bei den Arbeiten in China vermeiden können. Außerdem waren auf der französischen Baustelle bis 2018 maximal um die dreitausend Personen gleichzeitig im Einsatz, in China jedoch zwischen zehn- und zwölftausend, sodass dort schneller und effektiver gearbeitet werden konnte.

Die Druckwasserreaktoren der dritten Generation genannt EPR wurden von den französischen Firmen EDF und Framatome zusammen mit der deutschen Firma Siemens entwickelt. Frankreich startete im Jahr 2007 den Bau seines ersten EPR-Atomkraftwerks in Nordfrankreich bei Flamanville. Die neuen Druckwasserreaktoren sollen Schutz vor den Folgen einer Kernschmelze bieten, durch einen Auffangbehälter unterhalb des Reaktordruckbehälters. Außerdem soll die EPR-Bauweise des Reaktorgebäudes mit zwei Sicherheitshüllen aus Beton besser vor Flugzeugabstürzen schützen.

Um auf bestimmte Sicherungseinrichtungen bei den Rohrleitungen verzichten zu können wurde zudem ein extrem hohes Maß an Stabilität bei den Schweißnähten festgelegt. Eine neue Technik sollte zum Einsatz kommen, um die hohe Qualität der Verschweißungen mit dem Qualitätsstandard „absolut bruchsicher“ zu gewährleisten.

Ab dem Jahr 2011 häuften sich die Beanstandungen, da die französische Behörde für nukleare Sicherheit ASN nach der japanischen Reaktorkatastrophe von Fukushima ihre Vorgaben und Baukontrollen verschärft hatte.

So sollten ursprünglich die Notstromaggregate neben das direkt am Meer gelegene Reaktorgebäude gesetzt werden, sodass diese bei einem Tsunami wie in Fukushima überspült und damit unbrauchbar würden. Es musste um geplant werden um die Notstromversorgung auf dem hinter dem Reaktor befindlichen hohen Felsen zu installieren.

Bereits im Jahr 2008 traten Anomalien bei dem im Beton verwendeten Stahl auf. Es folgten Risse im Beton, erste Probleme mit zu erneuernden Schweißnähten sowie Inhomogenitäten und Unebenheiten im Abklingbecken für die abgebrannten Brennelemente.  Zwei tödliche Unfälle auf der Baustelle im Jahr 2011 und verspätete Lieferungen verzögerten zusätzlich den Bau. 2012 mussten weitere Schweißnähte repariert werden, Ventile entsprachen nicht den  französischen Vorschriften. Doch erst ab dem Jahr 2015 wurden die Probleme bekannt, die die Kosten und die Bauzeit ins Unabsehbare ansteigen ließen. Der Stahl des Reaktordruckbehälters wies einen zu hohen Kohlenstoffanteil auf. Mit Hilfe von durchgeführten Tests konnte EDF erst Monate später nachweisen, dass eine ausreichende Bruchsicherheit dennoch gegeben sein soll. Das Ende der Bauzeit war 2015 noch für das Jahr 2018 vorgesehen. Statt der geplanten Fertigstellung wurden 2018 allerdings Qualitätsmängel bei den wichtigen Schweißnähten des Sekundärkreislaufes entdeckt. Im Jahr 2019 entschied dann die französische Behörde für nukleare Sicherheit, dass die acht sehr schwer zugänglichen Schweißnähte entgegen des Vorschlags von EDF ebenfalls vor der Inbetriebnahme repariert werden müssen und nicht erst 2024 beim ersten Instandhaltungsstopp des Atomkraftwerks. Statt fünf Jahre Bauzeit mit Kosten von 3,5 Milliarden Euro sind nun mindestens Gesamtkosten von 19 Milliarden Euro zu erwarten. Die Inbetriebnahme bleibt trotz gegenteiliger Bekundungen ungewiss, wird aber frühestens  im Jahr 2023 erfolgen können.

Acht der 66 beanstandeten Schweißnähte liegen ausgerechnet im Innern des Reaktorgebäudes an einem völlig unzugänglichen Ort zwischen der äußeren und der inneren teilweise meterdicken Betonhülle – ein Fehler bei der Planung, der einfache Reparaturen unmöglich macht. Die Schweißnähte verbinden die Stahlrohre, die vom Dampferzeuger zu den Turbinen führen. Um hier manuell schweißen zu können, müsste ein Stück Betonwand des Reaktorgebäudes eingerissen werden, was mindestens eine weitere Bauverzögerung von 5 Jahren zur Folge hätte. Alternativ könnte ein Roboter zum Einsatz kommen, der im Innern der Rohre  die fehlerhaft verschweißten Stellen herausschneidet und dann ein eingesetztes Verbindungsrohr neu verscheißt. Tests hierzu liefen unter anderem in Zusammenarbeit mit einer deutschen Firma, die solche Roboter bereits erfolgreich im Einsatz hat.

https://www.welt.de/wirtschaft/article198294801/Atomkraft-Bilfinger-soll-Probleme-in-franzoesischem-Reaktor-loesen.html

Gleichzeitig wurde damit begonnen mehrere Hundert Schweißer besonders intensiv auszubilden, in der Hoffnung, dass die weiteren Schweißarbeiten ohne Beanstandungen den geforderten Qualitätsstandard erfüllen werden. Bei den bislang von Subunternehmen beschäftigen Schweißern fehlten die erforderlichen Kompetenzen. Es ist schon traurig, dass eine Industrienation wie Frankreich erst eine Ausbildungsoffensive für Spezial-Schweißer starten muss um ihr Vorzeige-Atomkraftwerk reparieren zu können. Nun sollen 500 zusätzliche Personen die Schweißarbeiten an den 58 zugänglichen mangelhaften Schweißnähten manuell erledigen.

 

https://www.la-croix.com/Economie/EPR-Flamanville-nouveau-retard-raison-soudures-reparer-2019-06-20-1301030192

le 20/06/2019 à 10:28

Die acht unzugänglichen fehlerhaften Schweißnähte in der Wand des Reaktorgebäudes des EPR von Flamanville

 

Vor der Verstärkung der beanstandeten Schweißnähte führte EDF bereits ab Herbst 2019 die üblichen Testläufe des Primär- und Sekundärkreislaufs ohne Brennstäbe durch, mit dem Dampf der beiden älteren derzeit stillstehenden Reaktoren von Flamanville, der radioaktives Tritium enthält. Die Tests wurden im Februar 2020 erfolgreich abgeschlossen. Der Hitze-Testlauf drei Jahre vor der geplanten Inbetriebnahme wurde heftig kritisiert, da diese Tests normalerweise erst direkt vor dem Einsetzen der Brennelemente erfolgen.

Die versprochene enorm hohe Qualität der extrem dicken Schweißnähte ist vielleicht technisch kaum umsetzbar. Ich frage mich, wie die Chinesen das geschafft haben. Der zweite EPR-Reaktor ging in China in dem Jahr ans Netz, in dem die französische Atomsicherheitsbehörde die von EDF vorgeschlagenen Sicherheitsgarantien für die  unzugänglichen acht Schweißnähte als unzureichend ablehnte.

Können die Chinesen besser schweißen oder schlechter kontrollieren?

Oder sind etwa die Sicherheitsanforderungen der chinesischen Behörden generell weniger streng, wie etwa beim Bau des großen Drei-Schluchten-Staudamms vor Shanghai, der Risse im Beton aufweist?

 

https://www.heise.de/tp/news/Atomkraft-Auch-in-China-verzoegern-sich-die-EPR-3098182.html

  1. Februar 2016  Wolfgang Pomrehn

… Nur in China klappt es mit dem EPR-Bau, hieß es bisher. Neue Nachrichten aus der Volksrepublik widersprechen dem allerdings. Auch beim Bau des AKW Taishan in der Nähe von Hongkong gibt es Probleme. Der Ecologist berichtet, dass sich dort die Inbetriebnahme der beiden im Bau befindlichen EPR um ein weiteres Jahr auf 2017 verzögert… Doch sind das womöglich nicht die einzigen Sorgen, die man sich in China machen muss. Die britische Zeitung The Telegraph berichtete schon letzten Sommer französische Medien zitierend, dass die französische Atombehörde zahlreiche Fehlfunktionen bei Ventilen des EPR in Flamanville festgestellt habe. Die Fehler könnten schlimmsten Falls zu einer Reaktorschmelze führen, wenn das Kühlsystem versagt.

In der autonomen Stadt Hongkong halten dortige Beobachter Taishan für eine der gefährlichsten Baustellen Chinas, wie die South China Morning Post (SCMP) schreibt. China baue allgemein zu schnell und habe nicht genügend Erfahrungen und fachkundiges Personal für den Betrieb. Landesweit sind derzeit 64 Reaktoren im Bau oder in der konkreten Planung und 92 weitere als Vorschläge in der Diskussion.

30 seien bereits im Betrieb, so das in der ehemaligen britischen Kolonie erscheinende Blatt. In Hongkongs Nachbarprovinz Guangdong seien derzeit 18 Reaktoren im Bau, in Planung oder vorgeschlagen. 12 weitere könnten hinzukommen…

Die in Flamanville gefundenen Fehler betreffen offensichtlich das Design der Anlage, stellen also auch für den Bau in Taishan ein Problem dar. Da verwundert es schon, dass AKW-Bauer Areva in China mit seinen Erfahrungen auf den europäischen Baustellen wirbt, wie die SCMP schreibt, und unter Berufung auf „erprobte Technologie“ eine Verkürzung der Bauzeit um 40 Monate versprach. Pierre-Franck Chevet, Chef der französischen Atomaufsicht, habe nach dem Bekanntwerden der Ventil-Fehler mit den Behörden in Beijing (Peking) konferiert, aber über die Ergebnisse ist nichts bekannt…

 

Sicher ist jedenfalls, dass die Chinesen ihre Bauvorhaben schneller umsetzen können – eine Fähigkeit, die den europäischen Industrienationen abhanden gekommen zu sein scheint.

Generell ist es zu begrüßen, dass die französische Atomaufsicht unnachgiebig ihre Vorgaben an die Sicherheit durchzusetzen versucht. Man sieht ja in Belgien, wie riskant es werden kann, wenn bereits beim Bau eines Atomkraftwerks festgestellte Materialfehler nicht behoben werden wie die Risse in den Reaktordruckbehältern von Doel und Tihange.

Das geplante Reparaturverfahren für die Schweißnähte mit den Robotern muss von der Aufsichtsbehörde noch genehmigt werden, was zum Herbst 2020 erwartet wird. Ich kann mir aufgrund des Gesichtsverlusts bei einem endgültigen Scheitern des Bauvorhabens nicht vorstellen, dass die französische Atomaufsicht grundlos die Inbetriebnahme des Reaktors weiter verzögert hat. Die Mängel müssen die Reaktorsicherheit tatsächlich in einem nicht akzeptablen Maße aufs Spiel setzen. Das staatliche Interesse an einer zügigen Fertigstellung des Vorzeige-Reaktors ist schließlich sowohl energiepolitisch für Frankreich als auch für den weiteren Export der Technologie von großer Bedeutung.

Ich frage mich, warum man die Schweißnähte erst kontrolliert hat, nachdem das Reaktorgebäude bereits komplett fertiggestellt war. Oder man hat es schon vorher gewusst und einfach weitergebaut in der Erwartung, dass die weniger stabilen Schweißnähte notgedrungen – wie bereits der weniger bruchsichere Druckbehälter – trotz anderer Planung und strengerer Vorgaben vorerst genehmigt würden.

 

 

Atomkraftwerk Flamanville 2010: Baustelle der dritten Generation des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR), Baubeginn Ende 2007, neben den zwei in Betrieb befindlichen Reaktorblöcken, hinter dem 2. Hügel beim großen Baukran 

 

Atomkraftwerk Flamanville Baustelle 2011: der vordere Felsen ist zur Hälfte abgetragen 

 

Atomkraftwerk Flamanville Baustelle 2020: statt des vorderen Felsens stehen dort  zwei im Bau befindliche Gebäude, hinter dem großen Felsen ist der  Schornstein des EPR-Reaktorgebäudes erkennbar   

 

Atomkraftwerk Flamanville 2020:  EPR-Reaktorgebäude,  zum Großteil verdeckt, mit drittem Schornstein von vorne ist fertiggestellt

 

Internetseiten und Videos zum Thema: 

https://www.youtube.com/watch?v=vXodtG3cdLg

how the world’s first Gen-III European Pressurized Reactor was built

27.03.2019

 

https://www.youtube.com/watch?v=9OIjd-FhebQ

World’s First Third Generation EPR Nuclear Power Unit Completed in South China

15.12.2018

 

https://www.youtube.com/watch?v=odJDKIzTcAw

EDF dévoile son plan pour terminer l’EPR de Flamanville !

17.12.2019

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Flamanville

 

https://www.usinenouvelle.com/article/la-facture-de-l-epr-de-flamanville-derape-encore-et-grimpe-de-1-5-milliard-d-euros.N892619

 

https://france3-regions.francetvinfo.fr/normandie/manche/flamanville/500-personnes-vont-refaire-soudures-defectueuses-chantier-epr-flamanville-1632030.html

 

https://www.youtube.com/watch?v=IzUcNR-A9Aw&feature=youtu.be

EPR : Explication d’une catastrophe industrielle, 16.11.2019

 

https://www.youtube.com/watch?v=rsZOQ9V3gFU

Anomalie de la cuve de l’EPR : position de l’ASN et suite du processus d’instruction (28/06/2017), 08.09.2017

 

https://www.youtube.com/watch?v=Z4lrkUatQHw&feature=youtu.be

Flamanville 3 : fin des essais à chaud, 18.02.2020

 

https://www.youtube.com/watch?v=GlaqgWSokfM

Les essais à chaud de l’EPR de Flamanville 3

13.02.2019

 

https://www.ouest-france.fr/normandie/flamanville-50340/normandie-epr-de-flamanville-les-essais-chaud-lances-6540166

 

https://www.youtube.com/watch?v=rQBT4WIOcCU&feature=youtu.be

EPR Reaktor in Olkiluoto: Core Catcher erklärt – Kernschmelze als GAU ohne „Super“

30.06.2019

 

https://youtu.be/hwd2lVHLlKs

EPR de Flamanville – Remise à niveau des soudures de Flamanville 3

09.10.2019

 

Corona und der Blick in die defekte Kristallkugel

Welche Realität entsteht, ist eine Frage der Betrachtungsweise. Der Haltungsjournalismus zahlreicher Mainstream-Medien lässt Erkenntnis nur solange zu, wie diese in das Konzept der Volkserziehung zum unmündigen Bürger passt. Corona-Maßnahmen sind zugleich Ausdruck der Verzweiflung, der Hoffnung und der fehlenden Kenntnis, doch genau letzteres darf dem unmündigen Bürger unter keinen Umständen vermittelt werden. Sonst spielt er das Spiel nicht mehr mit, läuft nicht mehr als Versuchsaffe des Systems mit seinem Atmungsverhinderungsschutz herum und hält nicht mehr die Panikdistanz ein, welche uns zu schmelzenden Eisbergen erstarren lässt, die regungs- und wehrlos ihrer Existenzvernichtung entgegen sehen.

 

Mit der „Kerze der Erleuchtung“, die uns das Rätsel der Erkenntnis zuteilwerden lässt, erhält das Nichts einen Namen!

 

https://youtu.be/FaFc8yrvKuM                   Sesamstraße

Krümel soll die Farbe von Tellern sagen, die vor ihm liegen. In Erwartung des versprochenen Belohnungskeks ist Krümel jedoch viel zu aufgeregt.

 

Das Krümelmonster würde die Maske auffressen, anstatt sich mit einem Belohnungsmechanismus konditionieren zu lassen.

Unsere Regierungen winken mit Lockerungen, um uns die Verhüllung von Mund und Nase schmackhaft zu machen. Und der Wahnsinn nimmt seinen Lauf.

 

https://www.swp.de/wissenschaft/corona-deutschland-aktuell-hendrik-streeck-virologe-mund-nase-schutz-kann-naehrboden-fuer-mikroben-sein-46928149.html

  1. Juni 2020, 11:06Uhr•Osnabrück
    Von DPA

… Der Bonner Virologe Hendrik Streeck sieht den Einsatz von Atemmasken im Alltag wegen der oft falschen Anwendung skeptisch.

„Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen“, sagte Streeck der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze“, so der Direktor des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn…

 

Die richtige Anwendung wird die Ausnahme bleiben, weil der sichere Umgang zu aufwendig und kostspielig und im Alltag kaum umsetzbar ist. Die Nachweise für eine  Wirksamkeit gerade von Stoffverhüllungen sind dürftig, die politischen Aussagen und wissenschaftlichen Behauptungen hierzu  wenig überzeugend.

Selbst durch Virologen vorsichtig formulierte Kritik an der Maskenpflicht scheitert an der bewusst zugelassenen Interpretierbarkeit der Aussagen. Dem Virologen Streeck wird einfach entgegengehalten, dass die gewisse Schutzwirkung bei richtiger Anwendung der Masken doch unzweifelhaft feststünde und man diesen Umstand nebst Warnungen halt besser kommunizieren müsse. Denn auch Streeck scheut sich, ganz klar vor den gesundheitlichen Gefahren durch eine unhygienische Viren durchlässige Mund- und Nasebedeckung zu warnen – besonders die Menschen mit Vorschädigungen der Atemwege. Die Verfechter der Maskenpflicht betonen, dass ein stundenlanges Maskentragen bei gesunden Menschen weder Akutschäden noch Spätfolgen verursache, sonders maximal eine hinnehmbare Belastung darstelle – hinnehmbar für wen?

Auch die Aussagen des Ingenieurs Prof. Martin Kriegel von der TU Berlin in dem Spiegel-Video

https://youtu.be/uZdXAF2RZQo

Aerosole und das Coronavirus: Gefahr aus der Luft       09.06.2020

deuten eher ungewollt darauf hin, dass das Maskentragen nicht ausschlaggebend für den Pandemieverlauf sein kann und daher maximal empfohlen werden dürfte.

(Minute 3:30) „Die Masken reduzieren eigentlich nicht groß diese Partikel-Anzahl oder diese Aerosol-Anzahl, so ungefähr 80, 90 Prozent der Aerosole geht eigentlich durch diese Undichtigkeiten der Maske trotzdem in die Raumluft. Es wird nicht so ausgebreitet, über so einen Strahl, der aus dem Mund herauskommt.“

Ein Test mit E-Zigaretten zeigt den Weg der ausgeatmeten Luft.

(Minute 4:05) „Wenn ich jetzt die Maske trage verhindere ich, dass dieser Luftstrom aus meinem Mund ihn direkt trifft, sondern es geht zwar in die Raumluft, aber eben nicht direkt auf die Person. Das verdünnt sich dann im Raum, ja mit der normalen Raumluft und trifft mich zwar indirekt über einen Umweg, aber eben in einer sehr geringen Konzentration. Deswegen bringt das Maskentragen natürlich schon was, gerade wenn man den Abstand nicht wahren kann. Wenn man im Supermarkt an einer Person vorbeigeht und bekommt plötzlich den Atemstrahl ab, das wäre dann nicht so schön, und so verhindert man eben, dass die Menschen so frei in den Raum atmen können und diese Luftstrahlen dann andere Personen treffen.“

Durch den Mund im Supermarkt ausgehauchte E-Zigaretten-Luftstrahlen treffen bei einem 30 Zentimeter-Face-to-Face das wehrlose Gegenüber – was für ein abenteuerlicher Konstrukt als Beispiel für die Wirksamkeit von Masken! Würde da nicht bei Menschen ohne hartnäckigen Schnupfen die Pflicht zur Nasenatmung völlig ausreichen? Der Effekt wäre vermutlich derselbe.

Es ist ein unhaltbarer Zustand, das freie Atmen zu verbieten und damit das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit – je nach Betroffenheitsgrad – stark einzuschränken, und dies an Orten, die kaum dauerhaft zu vermeiden sind.

Luftstrahlen am Horizont und Überzeugungen aus der Glaskugel – durch gutes Lüften soll verhindert werden, dass sich die Viren weiter im Raum auf konzentrieren. Auch das ist ein gut gemeinter, aber virologisch wenig fundierter Ratschlag des  Forschers Kriegel. Ein positiver Effekt von Belüftungsmaßnahmen lässt sich zwar annehmen, doch ist bislang nicht bekannt, welche Viruslast für eine Ansteckung ausreicht. Wir wollten uns auch vor Covid-19 nicht so gerne mit Viren und Bakterien infizieren, und trotzdem ist bis dahin niemand auf die Idee gekommen, Zugluft unabhängig von der Außentemperatur in ansonsten geschlossenen Räumen vorzuschreiben. Denn kalter Durchzug hat durchaus das Potential, empfindliche Menschen extrem frieren und damit gegebenenfalls erkranken zu lassen – es gibt nicht nur noch Corona auf dieser Welt.

Eine ehrliche wissenschaftliche Diskussion müsste viel deutlicher klar stellen, was wir alles über das Corona-Virus nicht wissen und welche Prognosen wir nicht treffen können. Und die Schutzmaßnahmen müssten sich stets danach ausrichten, dass ein sicherer Schaden einen nicht erwiesenen Nutzen nicht übertreffen darf.

Der Weg mit dem größten angenommenen Schutz vor einer Gefahr lässt leicht blind werden für andere weitaus stärkere Bedrohungen am Wegesrand.

Wer geblendet seine Augen schließt, um sich vor dem grellen Licht zu schützen, wird die Waffe in der Hand seines Gegners nicht kommen sehen.

Wann werden wir endgültig aus diesem Alptraum der Corona-Maßnahmen aufwachen und zu einer echten Normalität zurückfinden?

Politiker machen uns Hoffnung auf einen Impfstoff als baldige Erlösung. Doch warnen manche Virologen, dass es einen hochwirksamen und sicheren Impfstoff vielleicht niemals geben wird. Selbst Influenza-Impfstoffe entwickeln jahresabhängig nur eine Effektivität zwischen 30 und 70 Prozent. Wenigstens sind sie sehr sicher. Covid-19 löst bei schweren Verläufen häufiger eine lebensbedrohliche Überreaktion des Immunsystems aus und es gibt Bedenken, dass solch ein „Zytokinsturm“ auch bei einem Corona-Impfstoff als Nebenwirkung nicht auszuschließen wäre. Dann könnte die Impfung potentiell töten.

Es entsteht der Eindruck, dass sowohl Politiker als auch zahlreiche Virologen die vorhandenen Studien zur Pandemie mit einem Blick in ihre defekte Kristallkugel zu interpretieren versuchen. Eindeutige Untersuchungsergebnisse scheinen die Ausnahme zu bilden, sichere Prognosen sind nicht möglich. Niemand kann derzeit sagen, ob das Virus in einer zweiten Welle gefährlicher wird und wie lange eine Immunität anhält. Genauso spekulativ wären die Abschätzungen über die Schwere und das Ausmaß der Schäden, die uns die aggressive Verhinderung von Ansteckung als dunkle Hinterlassenschaft aufbürden wird. Doch darüber vernimmt man nur wenig.

 

Beweist eine Covid-19-Hamster-Studie die Wirksamkeit von OP-Masken?

Eine wissenschaftliche Studie liefert nur dann aussagekräftige Ergebnisse, wenn der Versuchsaufbau dazu geeignet ist, andere unerwünschte möglicherweise verfälschende oder sogar dominierende Einflüsse auf die Versuchsergebnisse auszuschließen. Genau hier liegt meiner Einschätzung nach die Unzuverlässigkeit der Hamster-Studie aus Hongkong, die bewiesen haben soll, dass OP-Masken die Ansteckungsrate durch Covid-19 erheblich senken würden. Einige Medien wie auch das ZDF jubelten wohl vor Freude, als sie am Sonntag, 17. Mai 2020 den von der Forschergruppe veröffentlichten „Beweis“ völlig unkritisch präsentieren dürften.

 

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-hamster-masken-studie-100.html

17.05.2020 18:12 Uhr

Hongkonger Forscher haben an Hamstern nachgewiesen, dass sich durch OP-Masken die kontaktlose Übertragung des Coronavirus deutlich verringern lässt. Die Übertragungsrate wurde durch den Einsatz der Masken um mehr als 60 Prozent reduziert, wie aus einer am Sonntag vorgestellten Studie der Universität Hongkong hervorgeht.

Ohne chirurgische Maske infizierten sich zwei Drittel der Hamster binnen einer Woche. Bei den Tieren, die sich trotz Maske infizierten, war der Virenbefall zudem weniger stark als bei Infektionen ohne Maske… Für die Studie wurden mit dem Coronavirus infizierte Hamster neben einen Käfig mit gesunden Tieren gesetzt. Zwischen die beiden Käfige wurden OP-Masken platziert. Es sei deutlich geworden, dass das Maskentragen durch Infizierte, insbesondere wenn sie keine Symptome zeigen, „sehr viel wichtiger ist als alles andere“, sagte Studienleiter Yuen Kwok-yung, einer der weltweit führenden Coronavirus-Experten…

 

In dem folgenden Artikel wird zumindest festgestellt, dass die Aussagekraft solch einer Studie in Bezug auf den Menschen begrenzt ist. Man findet detailliertere Auskünfte zu den Versuchsbedingungen, die in keinster Weise das Tragen von Masken im Gesicht nachzustellen vermögen.

 

https://www.br.de/nachrichten/wissen/studie-an-hamstern-masken-koennen-vor-corona-infektion-schuetzen,RzG4gab

17.05.2020, 18:48 Uhr

… Konkret wurden jeweils Hamster-Käfige nebeneinander gestellt: In einem Käfig befanden sich ein mit Corona infizierter Hamster, im anderen drei nicht-infizierte Tiere. Ventilatoren wurden zur Verbreitung des Virus über die Luft eingesetzt. Insgesamt gab es laut „South China Morning Post“ drei Versuchsvarianten: In einer Situation wurden Masken am Käfig der gesunden Tiere angebracht. In der zweiten Situation wurden die Masken am Käfig der infizierten Tiere und in der dritten Situation gar keine Masken gefestigt. 52 Hamster waren in den verschiedenen Varianten teil des Experiments…

Im Versuchsaufbau ohne Maske hatten sich nach einer Woche rund zwei Drittel der zuvor gesunden Hamster mit dem Coronavirus infiziert, in Zahlen: zehn von 15 Hamstern. Waren die Masken am Käfig der infizierten Hamster befestigt, steckten sich zwei von zwölf Hamstern an. Und: Wurden die Masken am Käfig der gesunden Hamster festgemacht, waren vier von zwölf Hamstern mit dem Virus infiziert…

 

Auf der folgenden Internetseite stellt der renommierte Mikrobiologe Professor Yuen Kwok-yung in einem kurzen Video seinen Versuchsaufbau vor.

 

https://news.rthk.hk/rthk/en/component/k2/1526700-20200517.htm

Screenshot: in der Mitte die Hamster-Käfige, rechts vergrößert der Ventilator, der die kontaminierte Luft aus dem Käfig links der Trennplatte nach rechts zu den vorher gesunden Hamstern befördert 

 

Zunächst einmal durchfeuchten diese Trennwände aus OP-Masken-Material nicht wie bei einem Menschen, der die Maske direkt vor Mund und Nase trägt. Als entscheidender Fehler im Versuchsaufbau erscheint mir allerdings der Umstand, dass die Käfige nach vorne offen zu sein scheinen und daher ein Luftaustausch auch mit dem Luftraum vor den Käfigen stattfindet. Setzt man einen Ventilator wie dargestellt ein, so wird auf der einen Seite die Luft angesaugt und auf der anderen wieder ausgestoßen. Die erwünschte Funktion besteht also darin, die kontaminierte Luft aus dem infizierten Käfig entweder durch oder ohne das Maskenmaterial in den Luftraum der bislang gesunden Hamster zu befördern und anschließend zu überprüfen, ob die Filterwirkung der OP-Maske einen Unterschied macht.

Die Untersuchungsergebnisse belegen eindeutig, dass sich weniger Hamster anstecken, wenn die OP-Maskenabdeckung an einer der Käfigwände angebracht ist. Ich frage mich allerdings, inwiefern die Mikrobiologen den Luftwiderstand der Abdeckung und die damit erzeugte teilweise Umlenkung des Luftstromes untersucht und bei ihrer Bewertung berücksichtigt haben. Diskutiert wurde dieser Faktor in der Präsentation jedenfalls nicht.

Bei mir ist der Eindruck entstanden, als ob die Wissenschaftler gedrängt worden sind, schnelle Ergebnisse für einen Beweis der Masken-Wirksamkeit zu liefern und diese ersten Untersuchungen vor der Presse als Durchbruch darzustellen, damit sich die politisch erzwungene Maskenpflicht weltweit dauerhaft durchsetzen lässt.

In den folgenden Abbildungen habe ich versucht, die Umlenkung eines Teils des Luftstromes durch die OP-Masken-Abdeckung darzustellen. Eine vierte aufgeführte Versuchsvariante könnte dazu geeignet sein, den gesamten Luftstrom von links nach rechts zu befördern und damit verlässlichere Ergebnisse zu liefern.

Bei der ersten Versuchsvariante wird zwar die kontaminierte Luft  direkt aus dem linken Käfig angesaugt, aber ein großer Teil wird durch die Abdeckung in den Luftraum vor den rechten Käfig geleitet und nicht wie ohne OP-Material direkt in den rechten Käfig. Hierdurch könnte die Virendichte im rechten Käfig durchaus so weit abgesenkt werden, dass sich statt zwei Dritteln nur noch ein Drittel der Hamster infizieren. Die Maskenbefestigung bei der zweiten Versuchsvariante könnte bewirken, dass  ein Hauptteil der angesaugten Luft nicht aus dem linken Käfig stammt sondern aus dem Luftraum vor den Käfigen, was die Absenkung der Übertragungsrate auf ein Sechstel erklären könnte.

Meine Zweifel am Ergebnis beruhen nur auf begründeten Vermutungen, da mir ein ausführliches Paper zu der Studie bislang nicht vorliegt.

Eine unkritische Übertragung derart unvergleichbarer Ausgangssituationen erscheint mir allerdings in jedem Fall als äußerst fragwürdig, wissenschaftlich unzulässig und unverantwortlich. Der Schaden durch das Tragen von Masken ist sicher, der überragende Nutzen allerdings immer noch in keinster Weise belegt. Und wenn Maskenbefürworter behaupten, dass Ärzte bei Operationen schließlich auch nicht grundlos Masken tragen würden, dann fällt mir dazu nur folgende Antwort ein: Ich würde es als Patient sicherlich nicht schätzen, wenn mir ein Operator versehentlich in meine offene Wunde spuckt. Doch kein Arzt wird wohl behaupten, dass er die Maske im OP-Saal trägt, um den Patienten oder seine Kollegen vor einer möglichen Virusübertragung durch die Atemluft zu schützen. Und ich habe auch noch niemanden getroffen, der mir fernab von Indoktrinierung  und betreutem Denken hat versichern können, dass für ihn ein stundenlanges Maskentragen angenehm ist und keinerlei Belastung darstellt, die Gesundheit der Atemwege und das Allgemeinbefinden fördert und ohne Kopfschmerzen und Schwindel zu bewältigen ist – wobei letzteres entscheidend von der individuellen Empfindlichkeit und der körperlichen Anstrengung abzuhängen scheint. Über die erhöhte Ansteckungsgefahr durch das Tragen feuchter und versiffter Masken brauchen wir erst gar nicht zu sprechen…

 

Corona- wie man Katzen an Masken gewöhnt

 

Die Corona-Belehrung: Kater Miro hört zu!

 

 

Masken-Gewöhnung – erste Skepsis ist normal!

 

 

Geschafft! Die Mund- und Nasenbedeckung sitzt!

 

 

Die neue Mode: Katze Kira trägt Maske!

 

 

Sicherer geht nicht! Maul- und Nasenlöcher mit FFP2-Maske bedeckt!

 

 

Quarantäne für Masken-Verweigerer – Sushi mit Ersatz-Lieblingsmensch

 

 

Vivi – die Risikogruppe!

 

 

Wichtig, alte Katze – der Mundschutz!

 

 

Eine Maske kann doch nicht schaden!

 

Die Maskenpflicht – eine staatlich verordnete Körperverletzung?

Die körperlichen Qualen, welche durch das Tragen einer Maske hervorgerufen werden können, hängen sowohl in der Intensität als auch in der subjektiven Wahrnehmung von der körperlichen und seelischen Empfindlichkeit des Trägers ab. Genauso wie die Höhenkrankheit im Gebirge nicht jeden Menschen gleichermaßen befällt, wirkt sich auch eine erschwerte Atmung sowie eine verstärkte Rückatmung von CO2 auf jeden Betroffenen unterschiedlich stark aus. Gesundheitsförderlich und die körperliche Leistungsfähigkeit erhöhend ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes sicherlich für niemanden. Starke Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Konzentrationsschwäche oder Panikattacken müssen allerdings –  nach meiner groben Schätzung –  nur ein eher geringer Anteil der Maskenträger befürchten, Tendenz steigend mit zunehmender Tragzeit, Stärke der körperlichen Betätigung und schlechterer Luftdurchlässigkeit des Anti-Corona-Spucktuchs für Staatsgläubige. Das Vertrauen in den Placebo-Schutz stirbt zuletzt.

Wenn das Maskentragen denn freiwillig wäre würde ich sagen: o.k., wer sich damit sicherer fühlt und mit seinem Talisman vor Mund und Nase glaubt, etwas für die Pandemie-Eindämmung tun zu können, den solle man davon nicht abhalten. Eine Pflicht einzuführen, nur um die Gemüter nach der völlig unverantwortlichen Panikmache zu beruhigen, auf Wunsch einer zuvor darauf heiß gemachten getäuschten Mehrheit, verstößt jedoch eindeutig gegen das Grundgesetz und gegen die Menschenrechte, die auch durch ein Infektionsschutzgesetz nicht außer Kraft gesetzt werden dürften.

Wenn ich die Diskussionen um  „Lockerungen“ verfolge, dann bekomme ich Aggressionen. Der Ausdruck erinnert an Haftlockerungen für Strafgefangene. Letztendlich definieren unsere Regierungen damit den grundgesetzwidrigen Ist-Zustand: sie haben Corona-Verordnungen erlassen, die teilweise die Wirkung von „Kollektivstrafen“ entfalten.

Das Irre ist: je einschneidender die Grundrechtseinschränkungen gewesen sind, desto langsamer sollen – nach Wusch der jeweils betroffenen Bevölkerung – die Lockerungen umgesetzt werden. Die Menschen sind derart gezielt verängstig worden, dass sie sich überhaupt nicht mehr trauen, einander noch normal zu begegnen. Sie sprechen von einer „neuen Normalität“ und scheinen damit unbewusst ihr völlig gestörtes Miteinander dauerhaft zum Verhaltenskodex erklären zu wollen. Was ist schon normal in einer Welt des Wahnsinns! Sollen sie den Begriff Normalität besser erst gar nicht in den Mund nehmen – das würde wenigstens noch einen Hauch von Realitätssinn und Restverstand bei den Politikern und ihren Wähler-Schafen vermuten lassen.

Lockerungen müssen wir uns verdienen, sagen die Politiker – durch unabdingbaren Gehorsam sogar gegenüber den Stadt-Oberhäuptern, die sich in der Einführung immer strengerer Hygienemaßnahmen – noch so ein Unwort – ständig zu überbieten versuchen.

So hat die Stadt Jena als Vorreiter für einen erhofft sicheren Schulstart eine Maskenpflicht sogar im Unterricht einführen wollen. Lediglich die starken Proteste von Eltern und die Klage einer Waldorfschule konnten diese völlig unsinnige aber schädigende Willkürmaßnahme zu Fall bringen.

 

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/coronavirus-gericht-hebt-maskenpflicht-in-schulen-in-jena-auf-a-6d25a4ef-07b2-4f78-a9c9-c5de37068502

05.05.2020, 21.44 Uhr

… Die Schutzmaskenpflicht in Jenaer Schulen ist vom Verwaltungsgericht Gera aufgehoben worden. Demnach brauchen die Schüler in der Thüringer Stadt in der Coronakrise keinen Mund- und Nasen-Schutz mehr im Unterricht tragen. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts erfolgte im Eilverfahren.

Aufgrund der aktuell geringen Infektionszahlen in der Stadt sei keine Notwendigkeit für eine solch verschärfte Hygienevorkehrung im Unterricht gegeben, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Stadt hatte mit der seit Wochenbeginn geltenden Maskenpflicht im Unterricht einen Sonderweg beschritten. Dagegen war die Freie Waldorfschule Jena juristisch vorgegangen…

hba/dpa

 

Es ist zwar lobenswert, dass das Gericht die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben hat – leider nur mit der falschen Begründung. Auch bei höheren Infektionszahlen wäre ein stundenlanges Tragen dieser Atmungsbehinderungslappen ein absolutes No-Go, zum einen, weil ein längeres Tragen besonders bei höheren Temperaturen für alle zu einer unerträglichen Belastung würde, zum anderen, weil die Maske eine artgerechte Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern unmöglich macht.

 

Die Sinnhaftigkeit des Maskentragens im Unterricht

 

Dann können wir das mit dem Alibi-Präsenzunterricht auch gleich ganz lassen. Es reicht schon, dass bei lauter Abstandsregeln kooperative Unterrichtsformen und experimenteller Unterricht für einen unbefristeten Zeitraum gänzlich wegfallen sollen. Der Euphemismus „Distanzlernen“ schmerzt mir in den Ohren, noch schlimmer in der Form „Distanz-Unterricht“. Nein und nochmals nein – Hausaufgaben in Isolation haben nichts mit dem zu tun, was sich Unterricht nennen darf. Das ist nicht mehr als eine Beschäftigungstherapie, die die Ungleichheit zwischen den Schülern weiter verstärkt, besonders wenn eine Kurz-Zeit-Notlösung zu einem alternativlosen monatelangen Dauerzustand erklärt wird.

Umgesetzt werden soll nach jetzigem Stand der Dinge  die schulische Leitlinie der Corona-Infektionsverhinderung um jeden Preis durch das Konzept eines rollierenden Systems  – meint Unterricht der Jahrgänge in Kleingruppen im täglichen oder  wöchentlichen Wechsel. Rollieren im Sinne von Rollator, also ganz schwerfällig und ohne deutlich vorwärts zu kommen,  oder etwa im Sinne einer rolligen Katze, die auf Erlösung hofft und dabei leidend auf der Stelle rollt?

„Welch ein Glück, ich muss nicht mehr auf Abstand rollen!“

 

Und die Asiaten- ach die sind mittlerweile unsere großen Vorbilder in Sachen effektiver Pandemie-Bekämpfung – und die tragen ja auch alle Mundschutz. Die Masken sieht man dort auf den Straßen auch ohne Pandemie in großer Anzahl – und doch hat Covid-19 seinen Ursprung genau in dieser Masken-affinen Gesellschaft. Gesunde Atemwege – Fehlanzeige, gerade in chinesischen Großstädten häufen sich Lungenkrebserkrankungen bereits bei Erwachsenen in den Dreißigern, unter anderem wegen der hohen Feinstaubbelastung in der Luft.

Die vorläufig erfolgreiche Eindämmung des Corona-Virus in China ist sicherlich nicht auf das  Maskentragen zurückzuführen, sondern auf die teilweise komplette Ausgangssperre für Millionen Menschen, die nicht einmal mehr für Einkäufe ihre vier Wände verlassen dürften. Die Selbstmorde und die zu einer verkürzten Lebenserwartung führenden Erkrankungen durch Bewegungsmangel, Gewichtszunahme, schlechte Ernährung und Depressionen zählt nicht nur in China keine offizielle Stelle. Ein weiterer Pfeiler der Pandemie-Eindämmung in Asien ist die totale Überwachung der Bevölkerung, egal wo, auf Schritt und Tritt, Datenschutz  – ein Fremdwort.

Was nutzt es, wenn unter anderem weitere Geschäfte, Museen, Friseure und Kirchen für Gottesdienste wieder öffnen, wenn das Betreten der Räumlichkeiten für viele Menschen zum Leidensweg wird, sodass diesen Bürgern weder das Einkaufen noch die Kulturteilhabe mehr als erstrebenswert erscheinen und sie diese Orte meiden oder – wie im Falle von Maskenphobien oder entsprechenden Traumatisierungen – überhaupt nicht mehr betreten können. Diese Menschen werden massiv benachteiligt, ihre körperliche und seelische Gesundheit wird vorsätzlich aufs Spiel gesetzt, was einer staatlich verordneten Körperverletzung gleichkommt. Von Maskenbefürwortern wird den Verzweifelten dann zu allem Hohn noch gerne geraten, das Maskentragen zu Hause zu trainieren – und man solle sich doch nicht so anstellen, sie hätten damit ja auch keine Probleme.  Ein Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht – das bleibt ein unerreichbarer Wunschtraum zumindest für all diejenigen Betroffenen, die bislang nicht behandlungsbedürftig waren.

Im Moment sieht es so aus, als ob unsere westlichen „Demokratien“ die totalitären Zwangsmaßnahmen der Chinesen gerne in aller Härte und Unerbittlichkeit kopieren würden. Ist es das wert? Nach wissenschaftlichen Prognosen drohen der Welt in den kommenden Jahren weitere Pandemien, manche Virologen sprechen von einer ständigen Bedrohungslage. Sollen wir deswegen dauerhaft Virus-Tote zu verhindern versuchen, indem wir nicht mehr als soziale Wesen miteinander umgehen?  Unser aller Leben ist endlich – aber was ist es wert etwas länger auf dieser Erde zu verweilen, wenn man dafür nie wirklich gelebt hat?

Ich meine damit nicht, dass eine anfängliche Eindämmung der Virus-Ausbreitung übertrieben gewesen ist – im Gegenteil, Schulschließungen als auch ein Lockdown von einigen Wochen mögen dazu beigetragen haben, das neue Virus besser kennen zu lernen und das Gesundheitssystem vorzubereiten. Doch muss es nach diesem Not-Herunterfahren nun endlich wieder normal weitergehen –und bitte nicht in Form einer sogenannten  „neuen Normalität“. Lediglich auf Großveranstaltungen sollte auch meiner Meinung nach noch eine Weile verzichtet werden, die Bildungseinrichtungen und die Wirtschaft sowie der Breitensport müssten aber unter den bislang üblichen Rahmenbedingungen  wieder anlaufen – ohne Masken, mit sozialer Nähe!

Life must go on!

 

Life Must Go On by Alter Bridge Lyrics

 

 

 

 

 

Corona- Maskenzombies im Ausnahmezustand

Die Maskenpflicht führt nicht nur zu keiner deutlichen Reduzierung der Ansteckungsgefahr, diese Verordnung verstößt auch ganz eindeutig gegen Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Angeblich sollen die Alltags- oder Community-Masken die Viruskonzentration in der Umgebung von Covid-19-Erkrankten senken, weil große Töpfchen in dem Material hängen bleiben könnten. Dieser Vorwand für die staatliche Nötigung aller Bürger, eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen,  wird bereits in folgendem Artikel eindeutig entkräftet.

 

https://www.merkur.de/bayern/coronavirus-bayern-mundschutz-maskenpflicht-montag-strafe-wer-soeder-alltagsmasken-stoff-bussgelder-13716512.html

Aktualisiert: 26.04.20  von Andrea Eppner

… Corona-Mundschutzpflicht in Bayern: Schützen Alltagsmasken denn überhaupt?

Sich schützen kann man damit nicht – nicht direkt. Alltagsmasken können aber wohl andere bis zu einem gewissen Grad schützen. Tragen alle eine Maske, profitiert man letztlich also auch selbst. Allerdings ist unklar, wie gut dieser Fremdschutz ist. Solide wissenschaftliche Belege dafür fehlen – darauf wies bereits Prof. Christian Drosten hin, Chefvirologe der Berliner Charité. Vorstellbar ist, dass die Masken zumindest Tröpfchen abfangen, die man beim Sprechen oder Lachen ausstößt – und damit andere etwas schützen, falls man das Virus in sich trägt…

Corona-Mundschutzpflicht: Halten die Masken einem kräftigen Nieser stand?

Nein. Zu diesem Ergebnis kamen kürzlich Forscher des Asan Medical Center in Seoul in Südkorea, wie sie im Fachblatt „Annals oft Internal Medicine“ berichten. Sie baten vier Sars-CoV-2-Infizierte auf eine Schale in 20 Zentimetern Entfernung zu husten. Der Versuch wurde einmal ohne Schutz, dann mit OP-Maske und mit Baumwollmaske durchgeführt. Danach verglichen die Forscher die Viruskonzentration in den Schalen sowie die eines Rachenabstrichs. Sie stellten fest: Ob ungeschützt oder mit OP-Maske – beim Husten machte das wenig Unterschied. Trug ein Infizierter eine Baumwollmaske, waren etwas weniger Erreger in der Schale als mit OP-Maske. Einen echten Schutz bot beim Husten aber keine der beiden Masken…

 

Ein derartig schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte wie die Pflicht Mund und Nase zu verhüllen  dürfte – würde es denn rechtsstaatlich zugehen – niemals aufgrund einer wissenschaftlich nicht erwiesenen Annahme  vorgenommen werden.

 

„Die Augen sind frei!“

 

„Freiheit – wozu?“

 

Es wurde zwar vollmundig verkündet, dass Menschen aus medizinischen Gründen von der Maskenpflicht  befreit werden können, doch die Realität sieht anders aus: kein Einkauf, kein Arztbesuch, keine Bus- oder Zugfahrt für Personen, die das Tragen einer Maske nicht ertragen, Atemnot bekommen, das Gefühl haben zu ersticken und Panikattacken entwickeln. Ein Lungenkranker erhält – wenn er denn Glück mit seinem Hausarzt hat – vielleicht noch ein Attest. Das Stück Papier berechtigt ihn allerdings nicht dazu, tatsächlich ein Geschäft auch ohne Maske betreten zu dürfen, da das Hausrecht des Eigentümers Vorrang hat.

Hinzu kommt, dass Menschen mit gesundheitlichen Problemen dazu genötigt werden, sich öffentlich zu outen, ein Umstand, der sowohl gegen die Menschenwürde als auch gegen die ansonsten so hoch gehaltenen Datenschutzbestimmungen verstößt. Wer nicht bereits in  psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung ist hat kaum eine Chance auf ein Attest. Diesen Personen bleibt nur die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und wegen der fehlenden Behandlung und ungesunden oder ungenügenden Ernährung krank zu werden oder einen Zusammenbruch zu riskieren. Es ist diskriminierend, nicht mehr selbst einkaufen zu dürfen, auch wenn die Betroffenen jemanden haben, der das für sie erledigen kann.

 

https://www.loesungswege-mit-system.de/2020/04/14/masken-tragen-in-der-%C3%B6ffentlichkeit-die-negative-seite-der-maskerade/

  1. April 2020

Masken tragen in der Öffentlichkeit – Die negative Seite der „Maskerade“

… Das maskierte ICH

Menschen, die zu medizinischen Risikogruppen gehören, wie z.B. Asthmatiker oder Menschen mit COPD (Chronische obstruktive Lungenerkrankung), bekommen unter Mund-Nasen-Masken häufig schlecht Luft, was zu Atembeschwerden bzw. Atemnot führen kann. Dies wiederum kann zu Panikattacken führen und sich dadurch auch als psychische Belastung zeigen. Aber nicht nur Menschen mit COPD und anderen chronischen Bronchialerkrankungen sind betroffen. Auch gesunde Menschen können durch zu langes Tragen von Masken zu viel CO2 aufnehmen und dadurch die eigene Sauerstoffaufnahme gefährden. 

Traumatisierte Menschen jedoch, die einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen sollen, bekommen häufig alleine bei der Vorstellung daran Angst- und Panikzustände oder Flashbacks – einem Wiedererleben traumatischer Erfahrungen in der Gegenwart. Warum?

Menschen, die z.B. Krieg, Folter, Raubüberfälle, sexuelle oder körperliche Gewalt oder ähnliche Situationen einmalig oder über lange Jahre erleben mussten, und denen bei einer Gewalttat z.B. der Mund zugehalten oder sie geknebelt wurden, ihnen die Luft abgedrückt wurde, sie unter Wasser getaucht wurden oder ihnen ein Tuch oder Kleidungsstück während der Tat über den Kopf gelegt wurde, ertragen es schon im Alltag häufig nicht, wenn sie einen Schal oder ein Tuch tragen sollen oder bekommen Beklemmungsgefühle bei enger oder hochgeschlossener Kleidung. Diesen Menschen eine Maskenpflicht zu verordnen, würde einer erneuten Retraumatisierung gleich kommen… 

Doch auch bei Traumatisierten, die sich vor Angst vor den Konsequenzen an die Regeln und Empfehlungen halten werden, kann eine der Folgen ein ständiges „getriggert-werden“ und Flashbacks sein, auch in Situationen, die vielleicht durch langjährige Therapie inzwischen mühsam erfolgreich bewältigbar waren. Dies kann erneut zu deutlichen Rückschlägen und einem Verlust des mühsam erworbenen Selbst- und Fremdvertrauens, zu Ängsten, Depressionen und Schlafstörungen führen…

Manche Betroffene werden sich aus Angst vor den Folgen einer Verweigerung der Maskenpflicht/ bzw. dringenden Trageempfehlung anpassen und sämtliche Konsequenzen für sich selbst (Ängste, Panik, Flashbacks, Schlafstörungen, Retraumatisierung) in Kauf nehmen – für betroffene Menschen, die suizidal sind, könnte dies auch zur Lebensgefahr werden. Insbesondere, wenn die Dauer der Maßnahme nicht absehbar ist und im aktuellen Fall globale Ausmaße hat. Man könnte jetzt nicht einmal theoretisch „fliehen“, da die Situation in anderen Ländern vergleichbar oder gar noch schlechter ist – eine Strategie, die in „normalen“ Zeiten manchmal hilft… „Im Notfall könnte ich ja – zumindest prinzipiell – hier weg“.

Die maskierten ANDEREN

… Umso mehr Menschen jedoch maskiert sein werden, z.T. vielleicht auch mit lustig gedachten, aber für traumatisierte Menschen bedrohlich wirkenden Masken – die entweder sehr dunkel, mit gruseligen Aufdrucken, oder triggernden Zeichen/Symbolen versehen sind – umso mehr wird es zu einem bedrohlichen Szenario… 

Da Flashbacks nicht im Großhirn – unserem rationalen Denken/Verstand – sondern in tiefer liegenden Gehirnregionen, die für Kampf-/Flucht oder Erstarren zuständig sind um das Überleben zu sichern, ausgelöst werden, reicht es für Betroffene Menschen nicht aus, vom Verstand her „zu wissen“, wofür das Masken tragen gerade sinnvoll ist. Diese Erkenntnis kommt immer erst dann, wenn der Flashback, der Angstzustand oder die Panikattacke bereits überstanden ist. Doch das kostet unglaublich viel Kraft und bringt manche Menschen an den Rand der Verzweiflung…

Karoline Nikolaus

 

Die durch willkürlich festgesetzte Geldstrafen und Angstmache auf Gehorsam getrimmte Bevölkerung zeigt derzeit Verhaltensweisen, die an das Auftreten dressierter Affen erinnern.

 

Ein maskierter Affe im Corona-Modus

 

Man wirft Menschen, die keine Maske tragen wollen oder können, unsolidarisches Verhalten vor und fordert die Selbstaufgabe von Jedermann: schütze die anderen vor dir, aber nicht dich selbst! Jede Person wird als potentielle Gefahr für die Allgemeinheit definiert. Schaden und Nutzen der Zwangsmaßnahme werden in keinster Weise mehr gegeneinander abgewogen. Eine Studie der TU München im Rahmen der  Doktorarbeit von Ulrike Butz, die 2004 vor der Gefahr einer erhöhten CO2-Konzentration im Blut durch das Maskentragen warnte, wurde umgehend als nicht aussagekräftig abqualifiziert. Die Zunahme an CO2 im Blut sei laut Studie nachweislich keine Gefahr, da die Untersuchung keine Steigerung der Atmung nachweisen konnte. Hier picken sich die Sprachrohre des deutschen Staatsapparates mal wieder genau die Absätze heraus, die für sich betrachtet durchaus als Entwarnung interpretiert werden könnten. Doch wurde bezüglich der klinischen Relevanz der Ergebnisse eindeutig darauf hingewiesen, dass sich die schädigenden Folgen einer erwiesenermaßen erhöhten CO2-Rückatmung bei längerer Tragezeit und bei erhöhter körperlicher Aktivität oder psychischer Anspannung deutlich stärker auswirken würden. Die ausgewerteten Untersuchungen erfolgten für eine Tragezeit von nur 30 Minuten im Ruhezustand.

https://mediatum.ub.tum.de/doc/602557/602557.pdf

S. 41

S. 42

 

Hersteller von OP-Masken sollen auf eine gute Durchlässigkeit für Kohlenstoffdioxid achten. Bestimmte Masken mögen unschädlicher sein als andere. Ich kenne keine Untersuchungen zur CO2-Durchlässigkeit von Stoffen, aus denen Alltagsmasken genäht werden. Die Medien demonstrieren ihr gesammeltes Unwissen, in dem sie vielerorts einfach behaupten, dass das kleine CO2-Molekül durch eine Masken-Barriere in keinster Weise behindert würde und eine Rückatmung von CO2-angereicherter ausgeatmeter Luft daher nicht möglich sei. Dass die Zunahme der CO2-Konzentration im Blut dennoch zweifelsfrei nachgewiesen wurde, ignorieren die Verfechter der Maskenpflicht ganz einfach.

Auch das erhöhte Infektionsrisiko für den Träger durch eine Kontamination der Maske wurde von den Politikern einfach beiseitegeschoben. Erschwerte Atmung, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Schwitzen, Hautausschlag, all das sind mögliche „Nebenwirkungen“, die für einen – wenn überhaupt vorhandenen – ganz sicherlich aber nicht ausschlaggebenden Nutzen in Kauf genommen werden müssen.

Im Saarland lehnten die Richter eines Verwaltungsgerichts Ende April einen Eilantrag zur Abschaffung der Maskenpflicht ab. Die Landesregierung komme damit nur ihrer Schutzpflicht  im Sinne des Rechts auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit nach.

 

https://www.bild.de/regional/saarland/saarland-news/buerger-scheitert-vor-gericht-es-bleibt-bei-der-maskenpflicht-70371470.bild.html

von: RALPH STANGER  veröffentlicht am 30.04.2020 – 15:37 Uhr

Die 6. Kammer des Verwaltungsgerichts des Saarlandes hat jetzt den Eilantrag einer Privatperson zurückgewiesen, die dagegen klagte…

Die Landesregierung komme mit ihrer Masken-Verordnung zudem ihrer Schutzpflicht gemäß Artikel 2 (Absatz 2) im Grundgesetz nach, wonach jeder das Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit hat.

Die Maskenpflicht sei deshalb aus Sicht des Allgemeinwohls als „angemessen“ anzusehen, zumal sie lediglich zeitlich befristet sei und nur für einen eingegrenzten räumlichen Bereich Geltung habe. Die private Lebenssphäre sei außerdem ebenso wie viele Bereiche des öffentlichen Lebens von der Maskenpflicht nicht betroffen…

 

 

Die Dauer der Maskenpflicht ist leider in keinster Weise absehbar. Empfindlichen oder psychisch vorbelasteten Personen wird durch diese demütigende Maßnahme sowohl das Recht auf Unantastbarkeit der Menschenwürde als auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit abgesprochen.

Das Allgemeinwohl wird einmal wieder definiert als das erhoffte Wohl einer unwissenden staatsgläubigen Mehrheit, die in der Krisensituation an die Hand genommen werden will und bereit ist, jegliche totalitäre und sinnlose Verordnung zu schlucken, egal ob sie von ihrer „Kaiserin“, den „Landeskönigen“ oder den lokalen „Fürsten“ aus dem Hut gezaubert wurde. Je weniger Freiheiten und Grundrechte übrig bleiben, desto sicherer fühlen sie sich.

 

Der Mensch will getäuscht sein. Das verlangt seine Natur, welche nach Täuschung lechzt und die Wahrheit mehr fürchtet als Feuer und Schwert.

Johannes Scherr (1817 – 1886), schweiz. Schriftsteller und Literaturhistoriker, Politiker, als demokratischer Abgeordneter in die württembergische Kammer gewählt, musste 1849 in die Schweiz fliehen

 

Die Menschen schließen aus dem, was sie sehen, auf das, was sie nicht sehen.

© Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist und Verleger, Redakteur, Moderator und Aphoristiker

Quelle: Hohl, Ein Mittel gegen Einsamkeit…, Verlag Secumedia 1999