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Warum ein Flüchtlingsdorf in einem Grüngürtel entstehen muss – der Bochumer Stadtdirektor Michael Townsend und das „Verwaltungs-Interesse“

Ende August 2015 wurde im Rat der Stadt Bochum der Bau eines Containerdorfs für Flüchtlinge beschlossen, das den als Landschaftsschutzgebiet ausgezeichneten Grüngürtel mit Bolzplatz Am Kuhlenkamp zerstören sollte. Es bildete sich eine Bürgerinitiative mit Unterschriftenliste und Info-Blog. Ungeachtet der Proteste wurde im Januar 2016 mit den Bauarbeiten begonnen.  Nach einer Diskussion am WAZ-Mobil Ende Januar äußerte der Blog-Betreiber Martin Poettgen die Hoffnung, dass die Diskussion mit dem Bezirksbürgermeister Marc Gräf, dem Stadtdirektor Michael Townsend und der Sozialdezernentin Britta Anger die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Bebauung des Bolzplatzes verringert hätte. Das ist genau der Eindruck, den die Verantwortlichen der Stadt Bochum erzeugen wollten, besonders Herr Townsend, der sich ruhig, überzeugend und dem ersten Anschein nach ehrlich zu den Sorgen der Anwohner äußerte,  klare Zusagen jedoch geschickt vermied.

 

http://blog.mp-p.info/2016/01/29/lebhafte-aber-sachliche-diskussion-am-waz-mobil-am-kuhlenkamp-politik-und-verwaltung-stellt-sich/#more-405

(Martin Poettgen)

Es wird sicherlich keine leichte Zeit für alle Anwohner, aber die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Bebauung des Sportplatzes – dass wurde in den Diskussionen offensichtlich – ist mit dem heutigen Tag eher geringer geworden. Das würden sich die Menschen wohl nicht bieten lassen.

 

Die Fortsetzung der Geschichte lässt leider andere Zukunftsaussichten als wahrscheinlicher erscheinen.

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/leser-umringen-das-waz-mobil-in-weitmar-id11509188.html

29.01.2016

… Damit ging es bereits um eine weitere Sorge der Anwohner: Viele Weitmarer befürchten, dass nach den Containern die Wohnungsbaugesellschaften kommen. „Die Container dürfen hier drei Jahre stehen“, erklärte Townsend. „Die müssen wir wahrscheinlich auch ausnutzen.“ Eine spätere Bebauung sei derzeit nicht geplant. „Aber natürlich kann der Rat zukünftig eine andere Entscheidung treffen.“

 

Ich habe die Aussage des Herrn Townsend bei der WAZ-Diskussion am Kuhlenkamp als eine offene Ansage empfunden, die dazu geeignet war, den Gegnern einen gewissen Respekt  abzuringen. Im Nachhinein zeigt sich jedoch, dass Herr Townsend hier strategisch agiert und sich geschickt aus der Schusslinie genommen hat, indem er bezüglich zukünftiger Entscheidungen dem Rat der Stadt Bochum die alleinige Verantwortung zugeschoben hat.

Landschaftsschutzgebiete dürfen durchaus in Bauland umgewandelt werden.

 

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:pryZLYLvw0AJ:www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44388-B%25F6vinghausen~/Streit-um-Bebaungsplan-Zank-um-Rhader-Hof-geht-in-die-naechste-Runde%3Bart2577,2689675+&cd=20&hl=de&ct=clnk&gl=de

23. April 2015

BÖVINGHAUSEN Natur oder Neubauten? Um das geplante Baugebiet Rhader Hof entzündet sich erneut eine hitzige Debatte. Denn die Bezirksvertretung will den 2009 auf Eis gelegten Bebauungsplan wiederbeleben…

Die Hauptargumente der Grünen und der Bürgerinitiative:

  • Das künftige Bauland ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und grenzt an ein Naturschutzgebiet…
  • Der Dortmunder Westen ist in der Vergangenheit durch Neubauten zu stark versiegelt worden. Das führt längst zu Problemen bei Starkregen und fördert den Klimawandel… 
  • Durch die Bebauung wird eine Frischluftschneise zerstört.
  • Durch den beschlossenen Abriss der ehemaligen Hauptschule Bövinghausen gibt es bereits eine Fläche, die für Neubauten geeignet ist, ohne dass dafür ein naturnaher Bereich zerstört werden muss…

Die Hauptargumente von CDU und SPD:

  • Die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet verbietet keine Bautätigkeit…
  • Für die Wiederaufnahme der Planung hat die Stadt extra drei neue Stellen geschaffen.
  • Der Verkauf der Grundstücke auf dieser „Filet-Fläche“ bringt viel Geld in die leere Stadtkasse.

 

Fazit: Wenn es ums Geld geht sind die Interessen der Anwohner und der Schutz der Natur stets als zweitrangig zu bewerten.

 

Die Fotos zeigen Stadtdirektor Townsend links am Tisch während der Diskussion vor dem Standort des Flüchtlingsdorfs Am Kuhlenkamp in Bochum-Weitmar.

 

KODAK Digital Still Camera
Frage an Herrn Townsend, der keine Emotionen zeigt
KODAK Digital Still Camera
Antwort von Stadtdirektor Townsend, kein Blick ins unerwünschte Publikum

 

Es gilt herauszufinden, wer diesen Standort in einem Landschaftsschutzgebiet mit Bolzplatz, unterirdischem Bach, zu verfüllenden Hohlräumen und wertvollen alten Bäumen überhaupt ins Spiel gebracht hat.

Auf dem angeblich alternativlosen städtischen und deswegen sofort verfügbaren Grundstück wurden Millionen in eine Erschließung, umweltschädigende Kanalisation  des Baches, sowie in das Asphaltieren und Höher-Legen einer wichtigen Freifläche für Starkregen investiert. Die ach so dringend benötigten Container waren erst 10 Monate nach der Entscheidung im Rat bezugsfertig. Von einer schnellen Lösung kann da nicht die Rede sein.

Am Tag der offenen Tür erfährt man, dass das Containerdorf bislang 2,5 Millionen Euro verschlungen hat, und dass am meisten hierbei der Auf- und Abbau kosten  soll. Die Kosten für die angeblich vorgesehene Renaturierung des Grüngürtels sind darin nicht enthalten, werden aber sicherlich in gleicher Größenordnung liegen.

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/tag-der-offenen-tuer-im-containerdorf-in-bochum-weitmar-id11948389.html


Tag der offenen Tür im Containerdorf in Bochum-Weitmar
24.06.2016 | 19:14 Uhr

Zahlreiche Anwohner aus Weitmar schauten sich das Containerdorf am Kuhlenkamp an und informierten sich im Gespräch mit städtischen Mitarbeitern.Foto: Ingo Otto

Viele Anwohner und Mitglieder des Flüchtlingshilfe-Netzwerkes Südwest nahmen das Angebot an, um sich ein Bild von dem neuen Containerdorf zu machen, wo Platz für bis zu 224 Flüchtlinge ist…
„Schön ist anders“, beschreibt Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD) seinen ersten Eindruck, als er einen Container besichtigt. „Aber immer noch besser als in einer Turnhalle.“ In der Tat, im Vergleich dazu sind die Container Luxus: Vier Personen werden hier auf 30 Quadratmetern leben…

„Die ersten 36 Flüchtlinge sind bereits am Mittwoch eingezogen“, erzählt sie. Alles allein reisende Männer, die meisten von ihnen Syrer…
2,5 Millionen Euro kostet die Stadt das Containerdorf am Kuhlenkamp. Für drei Jahre wurde es angemietet. „Am meisten verschlingt dabei jedoch der An- und Abbau“, sagt Sozialamts-Leiterin Ute Bogucki…
Gernot Noelle

 

Auf der Seite der Freien Bürger Bochum findet man Fotos aus dem Inneren der Flüchtlingscontainer. Hier wurden Millionen in den Sand gesetzt, um menschenunwürdige Wohnverhältnisse zu schaffen, die ohne Zweifel förderlich sind, das Aggressionspotential der Bewohner zu steigern.

 

http://www.freie-buerger-bochum.de/tag-der-offenen-tuer-in-der-fluechtlingsunterkunft-am-kuhlenkamp/

… Update:

Eindrücke eines Containerdorfes für Flüchtlinge – bei Starkregen oder hohen Temperaturen kann man nur erahnen, wie es sich dort leben lässt…

 

http://www.freie-buerger-bochum.de/unterkunft-kuhlenkamp-kostet-2-587000-euro/

Flüchtlingsunterbringung Am Kuhlenkamp für 220 Personen kostet 2.587000,- Euro. Gerade in der Bezirksvertretung Südwest hat die Verwaltung vorgetragen, dass die gesamte Maßnahme bis heute 2.587000,-Euro gekostet hat

 

Es kann als nahezu ausgeschlossen angesehen werden, dass die Stadt Bochum erneut mindestens 2,5 Millionen Euro ausgeben wird, um in drei Jahren den Rückbau zu finanzieren, wobei die gefällten alten Bäume auch dann „denaturiert“ blieben.

Im September stellten die Freien Bürger Bochum bereits die entscheidende Frage nach möglichen  Eigeninteressen der Verantwortlichen.

 

http://www.freie-buerger-bochum.de/wir-kuemmern-uns-sportplatz-kuhlenkamp/

September 30, 2015 

Als Standort für eine neue Containerunterkunft ist seit der letzten Ratssitzung der ehemalige Sportplatz am Kuhlenkamp in Weitmar in der Planung. Seit kurzem ist er als Sportfläche aufgegeben und in die Obhut des Umwelt- und Grünflächenamtes gewechselt…

Nun haben wir allerdings herausgefunden, dass der Platz als Ausweichfläche bei Starkregen qualifiziert ist und der unter dem Platz im Rohr verlaufende Marbach über Austrittsöffnungen genau in diesen Platz entlastet wird…

Hier stellt sich doch die Frage, warum von der Mehrheitsfraktion partout ein ungeeigneter Standort durchgesetzt werden soll, wenn an anderer Stelle in Weitmar, nämlich der Weitmarer Straße, ein freies Baufeld nach Abbruch der Schule, nicht genutzt wird. Die SPD unter ihrem Bezirksbürgermeister Marc Gräf scheint da Eigeninteressen zu verfolgen, denn mit Vernunft kommt man nicht auf solche Entscheidungen. Die Verwaltung übrigens ist von der Planung weniger begeistert.

 

Hier müssen Eigeninteressen eine Rolle spielen, Interessen finanzieller Natur, nicht ideologischer. Damit scheidet Herr Gräf als Initiator des Standortvorschlags aus. Außerdem hat der Bezirksbürgermeister im Rat der Stadt Bochum weder ein Vorschlagsrecht noch kann er an der Abstimmung teilgenommen haben. Marc Gräf arbeitet beim nordrheinwestfälischen Gesundheitsministerium und hat ein Flüchtlingshilfenetzwerk im Bochumer Südwesten gegründet. Seine Frau hat sich bereits Ende 2014 ehrenamtlich im Flüchtlingsheim an der Lewackerstraße engagiert. Herr Gräf gibt sich naturverbunden und sozial engagiert, er war der optimale Kandidat, um den erbosten Anwohnern als  Verantwortlicher präsentiert zu werden und um anschließend Kritiker diffamiert als angeblich rechtsextreme Flüchtlingsfeinde mundtot zu machen.

 

http://www.mikakom.de/sites/default/files/public/ausgaben/we-07-2014.pdf

#7 Juli/August 2014, S. 15

… Marc Gräf ist entspannt, er genießt den Nachmittag unter dem Sonnenschirm auf der Terrasse seines Reihenhauses. Zeit dafür hat er selten, in Zukunft noch weniger. Der 40-Jährige ist Politiker, Kommunalpolitiker und bei der Wahl Ende Mai als Spitzenkandidat seiner Partei für den Bezirksbürgermeisterposten zum neuen starken Mann im Bochumer Südwesten gewählt worden. „Ich komme aus einem politisch gewerkschaftlichen Elternhaus“, sagt Gräf. So verwundert es nicht, dass er für die SPD eintritt. Auf dem Vogelhaus an seiner Terrasse steht groß: Katzen sind doof. Gräf schmunzelt. „Dabei haben wir selbst eine Katze“, sagt er. Außerdem Fische, einen Sohn (13) und eine Tochter (10). In seiner Freizeit unternimmt der Politiker gerne mit der ganzen Familie Radtouren. Das Ziel: „Immer irgendwo in der Umgebung.“ Für sein politisches Engagement hat er die volle Rückendeckung seiner Frau Sonja und der Kinder…

Und noch ein Hobby hat der gelernte Verwaltungsinspektorder nach seinem praktischen Studium bei der Knappschaft viele Jahre arbeitete und heute in der Abteilung für Kranken- und Pflegeversicherung des nordrheinwestfälischen Gesundheitsministeriums tätig ist — nämlich seinen Garten. Der misst allerdings nur 70 qm. „Für mehr Garten habe ich keine Zeit“, sagt er lachend…

 

http://www.gzarche.de/media/cms_page_media/50/14_12_VorOrt_Stricken.pdf

#12 Dezember 2014

Es ist ein ruhiger Novemberabend im Flüchtlingsheim an der Lewackerstraße. Viele der Bewohner sind an diesem Tag abgereist und einige neue sind gerade erst gekommen. Es ist ein stetiges Kommen und Gehen dieser Tage. Unermüdlich und nahezu grenzenlos flexibel zeigt sich die große Schar der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die den Flüchtlingen eine angenehme Zeit bereiten wollen und für Ablenkung im oft tristen Heimalltag sorgen. Während die Männer Fußball spielen und die Kinder sich im eigens eingerichteten Spielzimmer austoben, erfreut sich das „Stricklieselprojekt“ bei den weiblichen Bewohnerinnen großer Beliebtheit. Sonja Gräf, Heide Schmidt und Daria Kraft sind drei von vielen freiwilligen Helferinnen, die an jedem Donnerstagabend bei diesem Stricktreff dabei sind…

 

Das Containerdorf am Kuhlenkamp wurde in der Ratssitzung vom 27. August 2015 beschlossen, laut WAZ aufgrund einer Vorlage der Verwaltung, die erst drei Stunden vor der Sitzung eingebracht worden sein soll. So war es den Ratsmitgliedern nicht mehr möglich, die Vorlage vor der Abstimmung eingehend zu prüfen.

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/bochums-rat-beschliesst-drei-neue-containerdoerfer-id11034071.html

Flüchtlinge
Bochums Rat beschließt drei neue Containerdörfer
27.08.2015 

Bochum.  Bochums Rat diskutiert lange über weitere Containerdörfer für Flüchtlnge. Gesucht wird eine Alternative für den Friedhof-Standort.

Die Flüchtlings-Debatte war lebhaft, zum Teil sehr kontrovers. Am Ende gab es aber einen von einer breiten Mehrheit getragenen Kompromiss. Der Rat gab seine Zustimmung zu einer erst drei Stunden vor der Sitzung eingebrachten Vorlage der Verwaltung.

Demnach werden zu den bereits bestehenden oder beschlossenen mobilen Wohnanlagen, den sogenannten Containerdörfern, drei weitere dieser Anlagen (Kosten insgesamt 6,6 Millionen Euro) für jeweils 220 Flüchtlinge auf Sportplätzen entstehen: „Auf der Heide“ (Wiemelhausen) und „Am Kuhlenkamp“ (Weitmar). Eine Alternative gesucht werden soll für den Standort „Am Hausacker“ (Riemke), da dort in unmittelbarer Nachbarschaft die Anlage eines Schießsportvereins liegt…  

Andreas Rorowski

 

Welche Verwaltung der Stadt Bochum hat denn nun den Grüngürtel am Kuhlenkamp für ein neues Containerdorf vorgeschlagen?

Leiter der „Task Force Flüchtlinge“, die die Vorlagen für den Rat vorbereitet, ist der Stadtdirektor Michael Townsend.

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/stadt-richtet-700-weitere-plaetze-fuer-fluechtlinge-ein-id11467005.html

Flüchtlinge
Stadt richtet 700 weitere Plätze für Flüchtlinge ein
15.01.2016 | 18:31 Uhr

Stadtdirektor Michael Townsend leitet die „Task Force Flüchtlinge“. In der jüngsten Sitzung am Donnerstagabend wurde über weitere Unterkünfte entschieden.l Foto: Klaus Pollkläsener
Bis März soll es geliefert – und nach den Vorstellungen der Task Force Flüchtlinge, der Townsend vorsteht, am Nordbad in Harpen aufgestellt werden. „Darüber muss aber die Politik entscheiden, wir bereiten eine Vorlage für den Rat vor“, so Townsend. Er weiß dass es Vorbehalte gibt…

Es bleibe dabei, dass die Einrichtungen möglichst gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt werden sollen, um keine Konflikte hervorzurufen. „Die Stimmung könnte sonst schnell kippen“, so der Stadtdirektor. Bei der Suche nach weiteren Standorten hofft er weiter auf Verständnis…
Andreas Rorowski

 

Was findet man über Herrn Townsend?

Die Internet-Recherche ist da verhältnismäßig unergiebig. Der Herr Stadtdirektor scheint ungern etwas über sich preis zu geben…

 

www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W277VB3M433BOLDDE

Stadtdirektor
Michael Townsend

Dezernent für die Ämter:

Persönliches
geboren 31. Oktober 1952 in Winterberg, verheiratet, eine Tochter 

… ab November 2007
Beigeordneter der Stadt Bochum für Kultur, Bildung und Wissenschaft 

ab September 2013
Stadtdirektor der Stadt Bochum

 

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg/standbein-im-siegerland-aimp-id10034053.html

Nachrichten aus Siegen, Kreuztal, Netphen, Hilchenbach und…
Standbein im Siegerland
13.11.2014 | 00:10 Uhr

… „Nach wie vor“ habe seine Familie eine Wohnung im Siegerland, berichtete Townsend, der 1979 als Stadtjugendpfleger bei der Stadt Kreuztal begann, Kulturreferent wurde und später Kulturamtsleiter, bevor er 2007 zum Beigeordneten in Bochum gewählt wurde.

 

http://www.kulturwest.de/specials/detailseite/artikel/karl-michael-townsend/

SPECIAL
12 / 2007

Karl-Michael Townsend wurde 1952 in Winterberg/Westfalen geboren. Ausbildung und Berufstätigkeit als Pharmazeutisch-technischer Assistent, danach Studium der Sozialpädagogik in Siegen und Arbeit als Dipl.-Sozialpädagoge dort. 1979 bis 1990 Stadtjugendpfleger der Stadt Kreuztal; 1988 bis 1990 gleichzeitig stellv. Leiter des Amtes für Jugend, Sport und Altenhilfe; ab 1990 Kulturreferent der Stadt Kreuztal. Seit vergangenen Monat ist Townsend Beigeordneter für Kultur, Bildung und Wissenschaft – vulgo: Kulturdezernent – der Stadt Bochum.

 

Als Kulturdezernent scheint sich Herr Townsend nicht nur Freunde gemacht zu haben.

 

http://www.ruhrbarone.de/michael-townsend-dumm-dreist-oder-beides/79688

Am 25. Mai 2014 | Von Honke Rambow

Michael Townsend ist Bochums langjähriger Kulturdezernent und seit September 2013 auch Stadtdirektor und damit der mächtigste Mann in der Bochumer Verwaltung. Als Kulturdezernent glänzte er bereits durch weitestgehende Abwesenheit. Im Schauspielhaus sah man ihn nur in Ausnahmefällen und auch bei der Enthüllung des restaurierten „Terminal“ – immerhin eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bochums – suchte man ihn vergebens.
Aus Zeiten, da Townsend noch auf Facebook aktiv war, weiß man, was er abends lieber tut: Mit Hund und einem Glas Rotwein auf der Terrasse sitzen. Nun macht die bloße leibliche Anwesenheit bei Kulturveranstaltungen noch keinen guten Kulturdezernenten, aber es zeigt wenigstens eine gewisse Wertschätzung gegenüber der Kultur. Damit scheint es im Fall von Michael Townsend aber nicht weit her zu sein.

Am 23.5.2014 meldeten die Ruhrnachrichten, dass das Gelände des Freien Kunst Territoriums (FKT) an der Bessemer Straße verkauft wurde und die dort arbeitenden Künstler bereits zum August das Gebäude geräumt haben müssen…

Da sagte Michael Townsend anlässlich der Ernennung zum Stadtdirektor: „Optimierte Quartiersstrukuren und Urbanität bilden den Charakter einer attraktive, lebenswerten und von einem positiven Lebensgefühl geprägten Großstadt: Bochum als großartige Sportstadt und kulturelles Schwergewicht in der Region bietet dafür optimale Voraussetzung. Hier gibt es viele Pfunde, mit denen wir wuchern können.“… Oder blanker Zynismus, den Michael Townsend Bochum da entgegenschleudert. Medizintechnik in einem Wohnviertel als optimierte Quartiersstrukturen?…

Das FKT ist die beste Antwort darauf, was Künstler für eine Stadt leisten können, aber Michael Townsend interessiert das eben nicht. Und die Medizintechnik gehört einfach auf die Fläche des ehemaligen Opelwerkes, aber da müsste mit dem Umzug ja noch ein oder zwei Jahre gewartet werden. Hoffentlich sind dann noch genug Unternehmen da, die sich nicht schon irgendwo in Wohngebieten breit gemacht haben, weil Michael Townsend mal wieder nichts getan hat. Nichts für die Kultur und nichts für die Stadt Bochum.

 

Wer der ominösen „Task Force Flüchtlinge“ angehört, wird nicht veröffentlicht. Klar ist, dass diese geheime Truppe die Macht besitzt, über Standorte für Flüchtlingsunterkünfte zu bestimmen.

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/unterkuenfte-fuer-1450-fluechtlinge-beschlossen-aimp-id11225957.html


28.10.2015 | 08:09 Uhr
Die 25-köpfige sogenannte „Taskforce Flüchtlinge“ der Stadtverwaltung unter Leitung von Stadtdirektor Michael Townsend hat auf einer Sondersitzung am Montag die Standorte für sieben große Flüchtlingsunterkünfte mit insgesamt Platz für 1450 Menschen beschlossen. „Wir haben einfach keine Zeit mehr, wir müssen jetzt handeln“, so Townsend zur WAZ. Die Politik soll zeitnah informiert werden, die Umsetzung der Entscheidung von Montag hat bereits begonnen...

Michael Weeke

 

Michael Townsend scheint gut vernetzt zu sein, ein verfilztes Geflecht der Macht.

So soll Michael Townsend unter anderem im Aufsichtsrat der Bochumer Veranstaltungs GmbH  sitzen und seit Mai 2015 im Aufsichtsrat der VBW BAUEN UND WOHNEN GMBH.

 

Klicke, um auf VBW-Geschaeftsbericht_2014.pdf zuzugreifen

S. 7

Bericht des Aufsichtsrates Bernd Wilmert, Aufsichtsratsvorsitzender VBW BAUEN UND WOHNEN GMBH

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz obliegenden Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr wahrgenommen und die Geschäftsleitung überwacht. In regelmäßigen Sitzungen wurden der Aufsichtsrat und die aus seiner Mitte gebildeten Ausschüsse durch die Geschäftsführung über die wirtschaftliche Lage und die gesellschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie über alle bedeutenden Geschäftsvorfälle unterrichtet. Der Aufsichtsrat war jederzeit über die Ist-Situation, die zukünftige Planung und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft informiert. Die Tätigkeit der Geschäftsführung gab keinen Anlass zu Beanstandungen…

Bei den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern, Herrn Paul Aschenbrenner, Herrn Dipl.-Kfm. Klaus-Dieter Emmeluth und Herrn Prof. Dr. A. Stefan Kirsten, bedanke ich mich für ihre Tätigkeit und wünsche ihren Nachfolgern im Amt, Herrn Klaus Freiberg, Herrn Dr. Johann Frenken und Herrn Michael Townsend, eine gute Hand. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeitern für ihr Engagement und die erfolgreich geleistete Arbeit. Bochum, 22. Mai 2015 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Bernd Wilmert

 

Die Stadt Bochum besitzt über die Stadtwerke und die Sparkasse Bochum die Mehrheit der Unternehmensanteile.

 

http://www.vbw-bochum.de/die-vbw/zahlen-und-fakten/

Gesellschaftsgründung

  1. Dezember 1916

Gesellschafter

Stadtwerke Bochum GmbH (49,1%),
Deutsche Annington Beteiligungsverwaltungs GmbH
Krupp Hoesch Stahl GmbH, UniCredit Bank AG,
Sparkasse Bochum, Hypothekenbank Frankfurt AG,
und weitere Anteilseigner

Geschäftsführer

Norbert Riffel
Manfred Lork

Aufsichtsratsvorsitzender

Bernd Wilmert

 

Die VBW Bauen und Wohnen scheint auf den Erhalt von Bäumen und Grünflächen bei ihrer Projektplanung wenig Wert zu legen. Das gerade erst fertiggestellte Bauprojekt in Stadion-Nähe ist an „Naturfeindlichkeit“ kaum zu überbieten.

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/vbw-weiht-25-millionen-wohnprojekt-kueppers-quartier-ein-id11938723.html

22.06.2016 | 08:00 Uhr

„Es macht uns stolz und glücklich.“ Diese emotionalen Worte sagte am Dienstag Norbert Riffel, Geschäftsführer der VBW Bauen und Wohnen, bei der Einweihung des letzten Bauabschnitts des Küppers-Quartiers. In zweijähriger Bauzeit entstanden zwischen der Küppersstraße, dem Stadionring und der Castroper Straße 16 Eigentumswohnungen, 40 neue Mietwohnungen und 13 Gewerbeeinheiten . Rund 25 Millionen Euro hat dieses Projekt am Rande der Innenstadt gekostet. Die VBW selbst spricht von „einer der künftigen Top-Adressen in Bochum“.

KOMMENTARE
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22.06.2016
14:03
VBW weiht 25-Millionen-Wohnprojekt „Küppers-Quartier“ ein
von Baumliebhaber | #1
Die alten Bäume am Stadionring mussten für das Quartier fallen weil sie den Blick auf die „fastzinierende“ Fassaden Gestaltung verdecken…

 

Die von der VBW Bauen und Wohnen angestrebte Bebauung am Lennershof ist seit 2012 in der Diskussion und bislang aufgrund von Anwohnerprotesten noch nicht zustande gekommen. Nach Auskunft der Verwaltung war das Projekt 2015 jedoch noch nicht vom Tisch und wird mit Hilfe des Herrn Townsend sicherlich in absehbarer Zeit durchgeboxt, wenn die Organisation der vorrangigen Flüchtlingsunterbringung  dies wieder zulässt.

 

http://www.lokalkompass.de/bochum/politik/bebauungsplanverfahren-zum-lennershofquartier-stoppen-d236467.html

Bebauungsplanverfahren zum ‚Lennershofquartier‘ stoppen

Tim Pohlmann | Bochum | am 27.11.2012

Freie Bürger: „Setzen uns für reines Wohnquartier ein“

„Doch was die Verwaltung und die halbstädtische VBW Bauen und Wohnen GmbH im ‚Lennershofquartier‘ planen, ist für Familien alles andere als attraktiv: Rund 90% des Baumbestandes soll entfernt werden, die geplante Bebauungsdichte im Planbereich würde zu einer weitgehenden Flächenversiegelung führen.“…

 

http://www.bszonline.de/artikel/gef%C3%A4hrdete-lebensqualit%C3%A4t

 Jenseits von ID: Bald Hochhäuser statt Bäume am Lennershof?

Gefährdete Lebensqualität

Ein Konzept für Wohnen, das einen Gewerbeanteil von bis zu 50 Prozent zulässt, dient sicherlich eher den Profitinteressen der VBW als denen der AnwohnerInnen und Studierenden…

Die Stadt zerstöre mit ihrer ‚Vision‘ alles, was den Wert der Lennershofssiedlung ausmachte, heißt es aus dem Kreis der protestierenden AnwohnerInnen. Das widerspreche auch den Zielen des Stadtumbaus West, im Zuge dessen das Projekt mit mehr als einer Million Euro gefördert werden soll: Segregation zu bekämpfen, Lebensqualität zu erhöhen, Grünflächen zu schützen und Städte für Familien attraktiv zu machen. Dies alles solle nun unwiederbringlich den Profitinteressen der VBW geopfert werden…

 „Im Zuge der ‚Aufwertung‘ unseres Gebietes wird zudem fast der gesamte – zumeist schützenswerte und über 50 Jahre alte – Baumbestand zerstört“, ist Gerhard Merkens von der AnwohnerInnen-Initiative gegen das CampusQuartier entsetzt. Von den derzeit 91 gelisteten Bäumen im Lennershof-Viertel würde es 81 schon bald nicht mehr geben. „Aber nicht nur die Bäume sind schützenswert, sondern auch die vielen Vögel und jede Menge Schmetterlinge, die hier in Bäumen und Hecken leben. Auch das Kriechgetier wird vertrieben und kann auf den versiegelten Flächen nie wieder existieren“, ergänzt Merkens. Von der Politik fühlt sich der Lennershof-Bewohner verraten und verkauft: „Kein Aufschrei der Grünen ist zu hören. Wie kommt das wohl?“

Ulrich Schröder (USch)

Veröffentlicht am Mi, 21/11/2012

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/sued/bau-des-campus-quartiers-lennershof-noch-nicht-vom-tisch-id10465095.html

Lennershof

Bau des Campus-Quartiers Lennershof noch nicht vom Tisch
17.03.2015 | 06:00 Uhr

… Applaus brandete am 4. November in der Bezirksvertretung Süd auf, nachdem die Lokalpolitiker den Bebauungsplan 895 (Lennershofsiedlung) abgelehnt hatten. Die Zuschauer, überwiegend Anwohner, gingen mit einem guten Gefühl nach Hause. Die Gefahr, dass ihnen – wie geplant – viergeschossige Wohnblöcke vor die Nase gesetzt werden, schien gebannt.

Im Planungsausschuss wurde damals die Vorlage mit der Begründung von der Tagesordnung genommen , dass „es eine Bebauung in dieser massiven Dichte nicht mehr geben wird.“ Gleichwohl bedeute das „nicht den Abschluss der Entwicklung des Quartiers Lennershof“, sagte Dieter Fleskes (SPD). Vielmehr wurden Verwaltung und VBW zu einer Überarbeitung des Nutzungskonzeptes aufgefordert. Und daran wird derzeit gearbeitet, wie Stadtsprecher Oliver Trappe auf WAZ-Anfrage bestätigt. Diese Überarbeitung würde aber noch einige Monate in Anspruch nehmen…
„Da der Satzungsbeschluss bisher nicht abschließend abgelehnt wurde (weder im Ausschuss noch im Rat, Anm. d. Red.), kann zum aktuellen Stand davon ausgegangen werden, dass die Förderziele nach wie vor erreicht werden können.“

Gernot Noelle

 

Hoffentlich täuscht mich mein Gefühl, aber es sieht verdammt danach aus, als ob in drei Jahren die VBW Wohnen und Bauen auf dem dann abgeräumten Container-Parkplatz am Kuhlenkamp und den bis dahin noch vorhandenen restlichen Freiflächen eine neue „Vorzeige-Siedlung“ mit Gewerbeeinheiten bauen wird, entweder um das einzige im Grüngürtel liegende Haus des Bürgerinitiativen-Blog-Betreibers Martin Poettgen herum oder nach Zwangsversteigerung und Abriss des Hauses in dem gesamten Tal bis hin zur Straße.

Sie arbeiten daran, das steht außer Frage…

 

Dein größter Gegner wird immer jemand sein der nichts mehr zu verlieren hat.

© Björn Petermann

 

Unsere Gegner sind Lehrer, die uns nichts kosten.

Ferdinand Vicomte de Lesseps

 

Störe Deinen Feind nie, wenn er gerade Fehler macht.

Napoleon I. Bonaparte

 

Durch das, was wir sagen, schaffen wir uns mehr Feinde als durch das, was wir tun.

John Churton Collins

 

 

Der Bochumer Bezirksbürgermeister Marc Gräf, die Flüchtlingspolitik und das Glyphosat – wie ein Generalverdacht gegen Kritiker erzeugt wird

Giftanschlag auf Garten von Bochumer Bezirksbürgermeister“  titelt die WAZ ihren Artikel vom 24. Mai 2016.  Der naturfeindliche  Gutmensch mit unendlicher Willkommenskultur für muslimische Zuwanderer hat sich an die Öffentlichkeit gewandt und Anzeige erstattet. Herr Gräf, der ohne jegliche Bedenken den Grüngürtel  vor der Haustür anderer zerstören ließ,  wurde angeblich Opfer eines Anschlags auf seinen persönlichen grünen Rückzugs-Raum, der ihm so viel bedeutet…  Wie könnte es auch anders sein, da müssen die rechtsextremen Gegner seiner ach so menschlichen Flüchtlingspolitik am Werke sein. Die WAZ sieht es genauso. Droh-E-Mails erhärten den Verdacht. Und endlich erhält Herr Gräf  die einmalige Gelegenheit, mit Unterstützung sämtlicher Medien einen Generalverdacht gegen alle seine politischen Gegner auszusprechen zu dürfen.  Wer gegen Flüchtlinge einen Generalverdacht erhebt, begeht beinahe Volksverhetzung, sind hingegen geschädigte Bürger, deren Besitz in einem Handstreich entwertet und deren Wohnumfeld zerstört wurde, Opfer solcher pauschaler Verdächtigungen, so gelten selbstverständlich andere Wertmaßstäbe.

Um die Opfer-Show perfekt zu machen, brachten Nachbarn und Unterstützer neue Pflanzen und der Garten erholte sich blitzschnell, so dass er heute schöner aussieht als je zuvor.  Die nach dem „Giftanschlag“  dicht mit gesunden Blättern bewachsene Hecke schützt vor  Blicken in den Garten. Das Unkraut ist vernichtet, die Hecke lebt!  Und es herrscht Schweigen im Walde. Mich interessiert die Fortsetzung der Geschichte. Sind die Täter bereits ermittelt worden? Oder gibt es einfach zu viele Verdächtige? Handelt es sich etwa doch um einen Anschlag ohne Gift  oder um Gift ohne einen Anschlag?

Die Kommentare zum WAZ-Artikel machen deutlich, dass die Unterstellung  eines „Giftanschlags“ bei einem Anfang Mai noch nicht grün blühenden Garten durchaus Fragen aufwirft. Einige besonders kritische Kommentare wurden mit teilweise beleidigenden Unterstellungen gekontert, um bloß keine Zweifel an Herrn Gräfs Version aufkommen zu lassen. 

 

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/anschlag-auf-bochumer-bezirksbuergermeister-marc-graef-id11851804.html

Flüchtlingspolitik
Giftanschlag auf Garten von Bochumer Bezirksbürgermeister
24.05.2016 | 06:00 Uhr

Der Garten von Familie Gräf Anfang Mai. Während es allerorts blüht, ist hier alles hinüber, weil an dem Unkrautvernichter Glyphosat nicht gespart wurde.Foto: HO


Bochum.   Garten mit Unkrautvernichter zerstört. SPD-Politiker Marc Gräf sieht Verbindung zur Flüchtlingspolitik und zu Hass-Mail.

Auf Marc Gräf (SPD), Bürgermeister im Stadtbezirk Südwest, wurde ein Anschlag verübt. Präziser formuliert: auf sein Eigentum, seinen Garten. Und auch nicht nur einmal. Gleich mehrfach und über einen längeren Zeitraum wurden Rasen und Pflanzen großzügig mit dem Unkrautvernichter Glyphosat „bearbeitet“. Die Folge: Der Garten, Gräfs geliebter Rückzugsort, ist fast vollständig zerstört. „Den fliegt kein Insekt mehr an“, sagt er, immer noch schockiert.


Marc Gräf (SPD), Bürgermeister im Stadtbezirk Südwest in Bochum Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Ende letzten Jahres fielen Marc Gräf, seiner Frau und den beiden Kindern erste Veränderungen im Garten auf. „Zunächst hatte der Rasen eine Gelbfärbung. Wir dachten zunächst an Staunässe.“ Doch es wurde mit der Zeit immer mehr und heftiger. Sträucher, Bodendecker, Blumen, der Flieder – alles verkümmerte. Auch die Kiefer, von Gräf selbst gezüchtet und eingepflanzt, als er mit seiner Frau das Haus bezog, wurden braun. „Das ist doch alles nicht normal“, wurde der Lokalpolitiker immer skeptischer.

Hass-Mail an SPD-Politiker
Erst recht, als ihn (und auch andere SPD-Politiker) Anfang März eine Hass-Mail erreichte, die die Flüchtlingspolitik seiner Partei in Bochum-Linden anprangert und einige bedrohliche Textpassagen beinhaltet. Kostproben gefällig? „Am besten wäre, Ihre Familien würden von Flüchtlingen gesteinigt, missbraucht und weggeworfen.“ Oder: „Für diese Leute werden sogar Naturschutzgebiete dem Erdboden gleichgemacht, aber wundern Sie sich nicht, wenn andere ihren Müll bei Ihnen abladen.“

Hohe Konzentration an Glyphosat
Starker Tobak, der Marc Gräf letztlich mit dazu bewog, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Zumal die Bodenproben aus seinem Garten, die er testen ließ, eine sehr hohe Konzentration an Glyphosat aufweisen. Rückblickend ist Gräf nun klar, dass sein Garten öfter von dem oder den Täter(n) aufgesucht worden sein muss. „Ein Scheißgefühl“, wie er unumwunden zugibt. „Da wollte mich jemand treffen. Das hat mir gegolten, dessen bin ich mir sicher“, sieht Gräf aufgrund der bedrohlichen E-Mail automatisch einen Bezug zur Flüchtlingspolitik als am wahrscheinlichsten an. „Doch es gibt daneben natürlich noch weitere umstrittene Themen, die ich immer wieder auf die Tagesordnung bringen muss“, sagt Gräf. „Baumfällarbeiten, Schließung der Pontonbrücke, Wohnbebauung am Bahnhof Weitmar – um nur einige zu nennen.“

Doch alles kein Grund für einen Anschlag, findet Marc Gräf. „Das Maß ist voll. Was passiert als Nächstes?“, fragt er. „Die schärfste Waffe sollte unsere Sprache sein und bleiben“, sagt Gräf, der seiner Linie treu bleiben und sich nicht einschüchtern lassen will. Privat indes kämpfen er und seine Familie sich gerade in die Normalität zurück. „Was schwer genug fällt.“

Die Polizei bestätigt Gräfs Ausführungen. Es gebe leider noch keine Ermittlungserfolge, erklärt Nicole Schüttauf von der Pressestelle. Die Angelegenheit sei inzwischen an die Staatsanwaltschaft weitergegeben worden. Sachdienliche Hinweise von Zeugen erbittet die Kripo unter Telefonnummer 0234/ 909 -8410 oder -4441 (Kriminalwache).

Als Politiker muss man schon ein dickes Fell haben, um Beschimpfungen über sich ergehen zu lassen und bei Beleidigungen auch mal wegzuhören. Aber es gibt Grenzen, und diese wurde im Fall Gräf nun eindeutig und weit überschritten.

Da wird ein Mensch zur Zielscheibe von Wutbürgern, der sich tagtäglich für seinen Stadtbezirk einsetzt. Der sich neben Beruf und Familie in seiner Freizeit viele, viele Stunden freischaufelt, um sich um die Belange der Bürger zu kümmern. Als Ehrenamtler wohlgemerkt.

Klar, auch ein Marc Gräf kann es nicht jedem recht machen, begeht Fehler. Doch gibt dies einem das Recht, sein Eigentum und die Privatsphäre zu zerstören, die Familie zu bedrohen? Noch dazu auf so feige Art. Wer etwas zu sagen hat, soll dies tun. Offen und ehrlich, im persönlichen (Streit-)Gespräch.

Ich könnte gut verstehen, wenn Marc Gräf mit Blick auf die Sicherheit seiner Familie die Brocken hinschmeißt – Angst ist kein angenehmer Begleiter. Der Stadtbezirk würde einen engagierten Politiker verlieren.

Gernot Noelle

KOMMENTARE (Ausschnitt)

24.05.2016

15:32
Giftanschlag auf Garten von Bochumer Bezirksbürgermeister
von FAN61 | #11
Sicher ist der Garten jetzt ein Sanierungsfall vom Grünflächenamt.
Dann kann man auch gleich die schmuddeligen Blumengefäße reinigen oder erneuern.
Pardon aber ein geliebter Garten sieht anders aus. Wie kommt man denn in dem Garten, durch das Haus ?
James Bond hätte den Fall schnell gelöst, die Gartenfläche feucht halten damit die Ermittler mit Gips auch Abrücke nehmen können.
War ende letzten Jahres nicht Winter wo die Pflanzen gerade Pause hatten mit Blühen.

1 Antwort
Giftanschlag auf Garten von Bochumer Bezirksbürgermeister
von schlabberkaps | #11-1
genau dieser gequirlte meinungsmüll ist es welcher zu solchen „anschlägen“ führt.
unterstellungen und bekloppte behauptungen sind offensichtlich beliebte stilmittel
um ander menschen zu verunglimpfen.

24.05.2016
14:44
Giftanschlag auf Garten von Bochumer Bezirksbürgermeister
von bloodyworld2 | #10
„Zumal die Bodenproben aus seinem Garten, die er testen ließ, eine sehr hohe Konzentration an Glyphosat aufweisen.“ Woher wollen wir eigentlich wissen ob er nicht selber grosszügig an den Pflastersteinen/Platten Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt hat? Kommt immer wieder vor und dann wundern die sich. 


1 Antwort
Giftanschlag auf Garten von Bochumer Bezirksbürgermeister
von haralemm | #10-1
Sie sollten schnellstens die Bochumer Polizei informieren, dass aus Ihrer hohlbirnigen Meinung heraus Marc Gräf ein Lügner ist. Und bitte schreiben Sie dann hier, was Ihnen die Polizei geantwortet hat, wir wollen auch mal lachen.

24.05.2016
13:34
Giftanschlag auf Garten von Bochumer Bezirksbürgermeister
von wotan44797 | #8
Ja, es war eine kriminelle Aktion, sie gehört verfolgt und auch bestraft. Dies allerdings als Anschlag zu bezeichnen ist ein Schlag ins Gesicht von wirklichen Anschlagsopfern.
Und ja, es ist auch anerkennenswert, dass sich jemand ehrenamtlich für die Politik engagiert.
Allerdings sollte man sich vor dem Engagement selber die Frage stellen, ob man für ein solches Amt geeignet ist; und wer sich, sei es in diversen Bürgersprechstunden, sei es beim WAZ-Mobil oder sei es in öffentlichen Diskussionen derart ungeschickt anstellt, wie Herr Gräf, der darf sich nun mal nicht wundern.
Hier geht es nicht um die politische Meinung des Herrn Gräf, sondern um die Art und Weise, wie er den Bürgern gegenüber tritt.
Nun rechtfertigt das sicher nicht alles, aber wie es in den Wald hineinruft,…
Und ob der Täter gleich „rechtes Pack“ ist, ist stark zu bezweifeln. Wird wohl eher ein aufgrund des belogen und betrogen werden frustrierter FDP- CDU- Grünen- vielleicht sogar SPD-Wähler sein.

1 Antwort
„der darf sich nun mal nicht wundern“
von haralemm | #8-1
Die Relativierung von Straftaten gegen Politiker ist normalerweise eine der „Spezialitäten“ von Nazis.

 

„Woher wollen wir eigentlich wissen, ob er nicht selber großzügig an den Pflastersteinen/Platten Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt hat?“

 

Die im WAZ- Kommentar gestellte Frage ist nicht zu beantworten. Glyphosat kann auch zur Unkrautvernichtung im eigenen Garten verwendet werden, und es wäre durchaus denkbar, dass Marc Gräf oder seine Frau die Warnhinweise nicht ausreichend beachtet haben.

 

http://www.fugenreiniger.com/glyphsat-wirksam-gegen-unkraut/index.html

Doch auch der Kleingärtner kann inzwischen auf das hoch und sehr effektiv wirksame Glyphosat als Bestandteil beim Unkrautmittel zurückgreifen. In den sehr verbreiteten und in Gärten erfolgreich genutzten Mitteln gegen Unkraut im Garten von Roundup ist dieses Herbizid so verarbeitet, dass es eigens für den Hausgarten und kleinen Garten zulässig und ohne besondere Zusatzmaßnahmen einsetzbar ist.

Die Wirkungsweise von dem Unkrautmittel Glyphosat

Dieses Unkrautvernichtungsmittel ist auch geeignet, wenn es darum geht resistentes Unkraut wirksam zu bekämpfen. Der Wirkstoff wird von den Blättern beim Unkraut schnell aufgenommen und direkt bis hinunter in die tiefen Wurzelbereiche geleitet. Dabei werden auch solche Wurzeln erfasst, die sich über längere Wege unter dem Erdreich ausbreiten. So kann sämtliches Unkraut, unabhängig von der Art, dem Alter und der Ausbreitungsdichte, nicht nur schnell, sondern auch gründlich und anhaltend bekämpft werden. Daher wird das Mittel sehr häufig schon vor der Aussaat eingesetzt, damit Unkräuter erst gar keine Chance haben, sich zu entwickeln.

Da chemische Unkrautvernichter nie gänzlich frei von sämtlichen Nebenwirkungen sein können, gibt es solche auch bei der reinen Anwendung von Glyphosat. Die Unkrautbekämpfung bis in die tiefsten Wurzeln ist zwar sehr wirksam, jedoch gelangen dadurch die Wirkstoffe teils auch ins Erdreich. Bei nahe stehenden weiteren Kulturpflanzen besteht die Gefahr, dass sie ebenfalls mit angegriffen werden… 

Mittel zur Unkrautvernichtung für den Garten, die den Wirkstoff dann enthalten, sind entsprechend für diesen besonderen Gebrauch abgestimmt. Sie werden in anderen Packgrößen gehandelt und in anderen Konzentrationen, auch in Kombination mit weiteren Wirkstoffen.

 

https://www.pflanzotheke.de/etisso-total-unkraut-frei-ultra-813_16853.html

Etisso Total Unkraut-frei ultra

von frunol delicia

Etisso Total Unkrautfrei ultra Total ist ein Unkrautvernichter gegen alle vorhandenen und schwer zu bekämpfenden Unkräuter und Gräser in Kernobst, Zierpflanzen, Rasen und Wege und Plätze mit Holzgewächsen…

Gebrauchsanweisung

Streichverfahren:
Einzelne Unkräuter können mit Etisso Total Unkrautfrei ultra mit Hilfe eines Dochtstreichgerätes wurzeltief bekämpft werden. Dazu 30 ml Etisso Total Unkrautfrei ultra in 100 ml Wasser geben und Unkräuter bestreichen, wobei nicht die Blätter vorständig benetzt werden müssen. Nicht auf Kulturpflanzen tropfen lassen.

Herstellung der Spritzbrühe:
Brühebehälter mit der Hälfte der erforderlichen Wassermenge füllen, Produkt unter gründlichem Umrühren zugeben und fehlende Wassermenge auffüllen. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Unvermeidlich anfallende Restbrühe im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf die zuvor behandelte Fläche ausbringen….

Warnhinweise

Nicht auf vorhandenen Rasenflächen verwenden. Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.

Wirkstoffe

360 g/l Glyphosat

 

Die folgenden Fotos sind am 03.08.2016 entstanden, aufgenommen von Positionen, die sich außerhalb des Grundstücks der Familie Gräf befinden.

Im Vorgarten wurden meinem Wissen nach keine Pflanzen zerstört, obwohl die Bepflanzungen vorne besonders im Dunkeln einfacher, schneller und ohne ein so hohes Risiko zugänglich gewesen wären.

KODAK Digital Still Camera
Haus der Familie Gräf mit Vorgarten

Der durch Glyphosat geschädigte Garten, der auf dem WAZ-Foto abgebildet ist, liegt gut versteckt auf der Rückseite des Hauses, umgeben von einer dichten Hecke.

KODAK Digital Still Camera
Haus von der Seite, Einfahrt zum Carport

 

Im Winter fehlten die Blätter an der Hecke, trotzdem erscheint es mir als nicht ganz einfach, durch diese Hecke hindurch zu krabbeln, ohne sie zu zerstören, um dann in aller Ruhe und wiederholt über Wochen hinweg unerkannt und unbemerkt Glyphosat in hoher Konzentration zu versprühen.

KODAK Digital Still Camera
Rückseite des Hauses mit durch Hecke geschütztem Garten
KODAK Digital Still Camera
Übergang vom Garten zum Carport, gesunde Hecke (neu?)

Den Garten scheint man nur durch das Haus betreten zu können, jedenfalls ist er rund herum umpflanzt bzw. umzäunt.

 

KODAK Digital Still Camera
Carport hinter dem Garten, kein offener Zugang zum Garten

Ich halte die Version des „Anschlags“ zumindest für fragwürdig.

Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar verurteilt in einem Kommentar  entschieden den rücksichtslosen Verdächtigungs-Rundumschlag des Herrn Gräf.

 

https://bahnhof-weitmar.de/glyphosat-im-garten-des-bezirksbuergermeisters/

Glyphosat im Garten des Bezirksbürgermeisters – ein Kommentar

Publiziert am 26. Mai 2016 von BI Bahnhof Weitmar

… Herr Gräf hat zwar einen Hauptverdacht, erwähnt aber im Nebensatz, dass es noch weitere umstrittene Themen gäbe, „die ich immer wieder auf die Tagesordnung bringen muss: Baumfällarbeiten, Schließung der Pontonbrücke, Wohnbebauung am Bahnhof Weitmar – um nur einige zu nennen.“

Damit stellt Herr Gräf die Mitglieder der Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar und wahllos auch alle anderen Bürger des Bezirks Südwest, die nicht mit seiner Politik – und vor allem der Art und Weise, wie sie durchgesetzt wird – einverstanden sind, unter Generalverdacht… Falls es sich bei der Glyphosatverschmutzung im Garten von Herrn Gräf tatsächlich um einen Anschlag handeln sollte, verurteilen wir diesen in aller Deutlichkeit. Ebenso deutlich verurteilen wir aber auch die öffentliche Verdächtigung der Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar, die damit ein weiteres Mal von Herrn Gräf diskreditiert wird…

Wer aber wie Herr Gräf als Bezirksbürgermeister seinen Bürgern das Rederecht zu brisanten Themen verweigert, sie bei Kritik aus der Sprechstunde wirft und sie diskreditieren muss, um seine Ziele durchzusetzen, der zeigt doch in aller Deutlichkeit, dass er hoffnungslos mit den Problemen seines Amtes überfordert ist. Schade für den Bezirk Bochum Südwest.

Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar

Bochum, den 29.05.2016

 

Auch wenn es Droh-Mails gegeben hat rechtfertigt das in keinster Weise den Versuch, sämtliche Gegner durch haltlose Unterstellungen mundtot  machen zu wollen.

Bereits bei der WAZ-Diskussion zum Containerdorf für Flüchtlinge am Kuhlenkamp im Januar 2016 hatte Herr Gräf sich des beliebten Mittels  der „Nazi-Keule“ bedient.

https://staatsunrecht.wordpress.com/2016/01/30/waz-diskussion-zum-containerdorf-fuer-fluechtlinge-wenn-die-nazi-keule-kritiker-verstummen-lassen-soll/

 

Die Stadt Bochum unterstützt die Bemühungen des Bezirksbürgermeisters durch Strafanzeigen gegen den Betreiber des Blogs der Bürgerinitiative am Kuhlenkamp Martin Pöttgen.

https://staatsunrecht.wordpress.com/2016/07/22/die-stadt-bochum-gegen-die-buergerinitiative-am-kuhlenkamp-wie-kritiker-der-fluechtlingspolitik-zersetzt-werden-sollen/

 

Herr Gräfs Engagement lässt keine Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen.

 

http://fluechtlingshilfe-bochum.de/organisation/fluechtlingshilfenetzwerk-bochum-suedwest-e-v/

Flüchtlingshilfenetzwerk Bochum-Südwest e.V..

Marc Gräf
Auf dem Pfade 50
44879 Bochum
Telefon: 01722331272
E-Mail: info@zuflucht-bochum-suedwest.de
Website: http://www.zuflucht-bochum-suedwest.de

 

Auf der Seite der Bürgerinitiative am Kuhlenkamp findet man zuletzt folgenden Beitrag, der leider eine gewisse  Resignation des Seitenbetreibers als Folge der gegen ihn initiierten Zersetzungsmaßnahmen erkennen lässt.

 

http://blog.mp-p.info/2016/07/21/waz-bochum-berichtet-am-21-7-2016-distanzierung/

Die WAZ Bochum berichtet am 21.7.2016 über Steit Am Kuhlenkamp. Bei den im Bericht beschriebenen Assoziationen handelt es sich um eine Interpretation eines städtischen Beamten oder des Redakteurs der WAZ. Von den im Beitrag beschriebenen Sabotageakten und Eingriffen an/in fremdes Eigentum möchte ich mich distanzieren.

Unsere stärkste Waffe ist und bleibt das Wort…

 

Warum distanziert sich Herr Pöttgen von den angeblichen Sabotageakten?

Wir müssen uns nicht von Straftaten distanzieren, mit denen wir nichts zu tun haben. Dies würde bedeuten, für derartige „Eingriffe“ eine moralische Verantwortung zu übernehmen, als ob man durch seine Kritik am Containerdorf zu illegalen Aktionen animiert hätte. Die absolut berechtigte Kritik sollte in keinster Weise relativiert werden, die Veröffentlichungen zu der inakzeptablen Vorgehensweise der Stadt Bochum dürfen unter keinen Umständen eingestellt werden. Gewalttaten und Beschädigungen von fremdem Eigentum sind erst recht zu erwarten, wenn sich sämtliche Sprachrohre der geschädigten Anwohner zum Schweigen bringen lassen, denn es ist die Ohnmacht, welche erst die Grenzüberschreitungen produziert . Die schärfste Waffe sollte unsere Sprache sein und bleiben“, soll Herr Gräf laut WAZ-Artikel betont haben. Und wie sollen sich die Anwohner dann bitte wehren, wenn ihnen selbst dieses Mittel über den Weg der Strafverfolgung mit Hilfe von Gummiparagrafen genommen werden soll oder sie über rufschädigende Diffamierungen zum Schweigen genötigt werden? Herr Gräf versucht massiv jegliche Form des Protests, auch den über kontroverse Diskussionen, zum Erliegen zu bringen, damit er – ohne belästigt zu werden – eine Politik zum Nachteil der eigenen Bevölkerung gnadenlos durchziehen kann. Diese Vorgehensweise der verantwortlichen Politiker beobachtet man aktuell überall in Deutschland, das ist keine Bochumer Spezialität!

 

Zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Herrn Gräf müsste man folgende  Frage beantworten können:

Wer hat vermutet, dass es sich um eine „Glyphosat-Vergiftung“ handeln könne, das Analyse-Labor oder Herr Gräf selbst?

Man findet nur, wonach man sucht und man sucht am erfolgreichsten nach dem, wovon man bereits weiß, dass man es finden wird…

 

Die Stadt Bochum gegen die Bürgerinitiative Am Kuhlenkamp – wie Kritiker der Flüchtlingspolitik zersetzt werden sollen

Wenn sich der gegenüber den Interessen der Asyl-Industrie rechtlose Deutsche nicht in sein Schicksal ergibt, dann muss er halt mit Strafverfahren überzogen werden. Zersetzungsmethoden wurden in der DDR wissenschaftlich und gezielt eingesetzt, um Regime-Gegner zu destabilisieren. In der BRD hat man diese Vorgehensweise des ehemalig sozialistischen Deutschlands eins zu eins übernommen, leider ohne die Vorteile des Sozialismus ebenfalls zu kopieren. Sozialdemokratisch und sozial  haben mittlerweile nur noch etwa so viel gemeinsam wie Recht und Gerechtigkeit. Man bedient sich der Justiz, um politisch unliebsame Kritiker auszuschalten.  Über die Seilschaften der Partei finden sich immer Wege, um mit Hilfe juristischer Mittel die Gegner zu zermürben und finanziell zu schädigen. Da unterschreibt dann schon mal eine Richterin, die als SPD-Mitglied aktiv ist, einen Strafbefehl im Sinne einer SPD-weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft, weil sie dem einzigen Zeugen und angeblichem Opfer „glaubt“,  der im Rahmen der Baumaßnahmen an einer Flüchtlingsunterkunft von einem betroffenen verärgerten Anwohner und Leiter einer Bürgerinitiative bespuckt und beleidigt worden sein will. Im Zweifel gegen den Angeklagten…

Dichtung oder Wahrheit?

 

Der Streit um das Flüchtlingsdorf Am Kuhlenkamp sollte eskalieren, damit die Stadt Bochum endlich einen Vorwand hat, um gegen den Blog-Betreiber als öffentliches Sprachrohr der Bürgerinitiative Am Kuhlenkamp vorzugehen.

 

KODAK Digital Still Camera
Containerdorf für ca. 200 Flüchtlinge auf dem ehemaligen Bolzplatz des zerstörten Landschaftsschutzgebietes Am Kuhlenkamp vor dem Bezug. Die nächtliche Lärmbelästigung der direkten Anwohner ist bereits erheblich, obwohl die Container erst zu einem Drittel belegt sind. Eine Rücksichtnahme der sich langweilenden Einzelpersonen und Familien – wohl in der Mehrheit nicht aus Syrien stammend- ist schwer zu erreichen.

 

KODAK Digital Still Camera
Reste eines verwaisten Spielplatzes mit „idyllischer Aussicht“- hier lässt kein Anwohner seine Kinder mehr alleine spielen

 

KODAK Digital Still Camera
trostlose Metall-Baracken auf Beton auf dem Durchweg zum Weitmarer Holz – die neuen Lager des Ruhrgebiets

 

https://staatsunrecht.wordpress.com/2016/01/24/alternativlose-zerstoerung-von-buergerlichen-wohnvierteln-warum-ein-containerdorf-fuer-fluechtlinge-auf-einem-bolzplatz-entstehen-muss/

https://staatsunrecht.wordpress.com/2016/01/30/waz-diskussion-zum-containerdorf-fuer-fluechtlinge-wenn-die-nazi-keule-kritiker-verstummen-lassen-soll/

 

Wie ist die Stadt Bochum vorgegangen?

Man liest den Blog so lange rauf und runter, bis man eine geeignete Vorlage für einen mehr oder weniger aussichtsreichen Strafantrag entdeckt hat. Findet man auch nach Wochen des intensiven Suchens immer noch keinen geeigneten „Aufhänger“, so produziert man einen. Der Blog-Betreiber wird so lange provoziert, bis er im Eifer des Gefechts einen Fehler macht. Und dann schlägt man zu.

Das ist die prinzipielle Vorgehensweise, die allerdings ein Minimum an Aufmerksamkeit und Phantasie erfordert. Hiervon besitzen Stadtverwaltungen gewöhnlich eher wenig, was erklärt, warum sich die Stadt Bochum oder wer auch immer erst im Juli der Tatsache bewusst wurde, dass drei Mitarbeiter – wahrscheinlich des Bauordnungsamtes oder des  Umwelt- und Grünflächenamtes –  durch einen Blogbeitrag vom 24. Mai angeblich aufs Übelste in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt und beleidigt werden. Allerdings erscheint die Verletzung der Persönlichkeitsrechte dann doch nicht so gravierend, dass man vom Betreiber des Blogs blog.mp-p.info Martin Pöttgen vor der Anzeige-Erstattung die Löschung des Beitrags einschließlich des Fotos fordert oder auf einer Unkenntlichmachung der darauf abgebildeten drei Mitarbeiter besteht. Ein Löschungs-Ersuchen ist bis heute nicht eingegangen, Foto und Text sind bislang nach wie vor online…

 

Was ist geschehen?

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/streit-um-fluechtlingsdorf-am-kuhlenkamp-eskaliert-id12026485.html

Flüchtlinge
Streit um Flüchtlingsdorf Am Kuhlenkamp in Bochum eskaliert
21.07.2016 | 06:00 Uhr


Das Bochumer Flüchtlingsdorf Am Kuhlenkamp: Anwohner Christian Walda berichtet von wiederholten Ruhestörungen, die sich oft bis spät in die Nacht hinzögen.Foto: Gero Helm

 

Bochum.   Der Streit um das Flüchtlingsdorf Am Kuhlenkamp in Bochum eskaliert nach Internet-Veröffentlichungen und Beschädigungen von Baufahrzeugen. Stadtbaurat sah keine Alternative, als mit Strafanzeige zu reagieren


Der Streit um das Containerdorf für Flüchtlinge unweit der Straße Am Kuhlenkamp in Weitmar eskaliert. Nachdem Martin Pöttgen, Betreiber des Internet-Blogs der dortigen Bürgerinitiative, offenbar städtische Mitarbeiter ohne ihr Wissen fotografiert und mit Bemerkungen in die Nähe des DDR-Regimes gerückt hatte, sah sich die Stadt zum Handeln gezwungen. „Wir haben Strafantrag gestellt, ganz ausdrücklich auch mit Unterstützung des Oberbürgermeisters“, erläuterte Stadtbaurat Markus Bradtke.

Von Befriedung ist keine Rede mehr
Pöttgen hatte sich noch am 14. Juli in dem Internet-Forum zu dieser Anzeige geäußert: „Damit soll offensichtlich versucht werden, diesen Blog und damit das einzige Informationsmedium, welches kritisch die Vorgänge ’Am Kuhlenkamp’ aufdeckt, mundtot zu machen.“ Jetzt möchte er sich nach Rücksprache mit seinem Anwalt nicht mehr äußern…

Stadtbaurat Bradtke erklärt das harte Vorgehen der Stadt mit der Fürsorgepflicht für seine Mitarbeiter. Ein Gericht müsse nun prüfen, ob Persönlichkeitsrechte beschädigt wurden oder es zu Beleidigungen durch die Internet-Veröffentlichungen gekommen sei. Was aber gar nicht gehe, sei, dass vor einiger Zeit an Baufahrzeugen, die beim Aufbau der Container eingesetzt worden sind, gefährliche Manipulationen vorgenommen worden seien. Bradtke: „Es wurden von Unbekannten Hydraulikschläuche durchtrennt und Muttern gelockert. Wir haben der Baufirma empfohlen, Anzeige gegen unbekannt zu stellen.“…

Michael Weeke

 

http://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W2A2TA7A059BOCMDE

Stadtbaurat

Dr. Markus Bradtke

Dezernent für die Ämter:

 

Wie erzeugt man versteckt mediale Vorverurteilungen?

Man benennt zwei nicht in direktem Zusammenhang stehende Straftaten mit Bezug zum Flüchtlingsdorf so geschickt in zwei scheinbar logisch verbundenen Folgesätzen, dass die unkritischen Leser den Eindruck gewinnen müssen, der Blog-Betreiber werde beider Straftaten beschuldigt. Gummiparagrafen wie die zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten und Beleidigung werden kombiniert mit dem Vorwurf einer Sachbeschädigung und einer versuchten Körperverletzung.

Der Strafantrag unterstützt durch den Oberbürgermeister Thomas Eiskirch bezieht sich wohl auf folgenden Blog-Beitrag:

 

http://blog.mp-p.info/2016/05/24/wenn-buerger-und-anwohner-eigentlich-ueber-sind-und-nur-noch-stoeren/

Wenn Bürger und Anwohner eigentlich über sind und nur noch stören…

…dann sprechen die Beamten der Stadt Bochum an deren Grundstücksgrenzen über sie, und nicht mit ihnen. Fast schon wie damals, zu Erichs Zeiten. Die neue Obrigkeit zeigt ihr wahres Gesicht.

Sprechen über „Ihr“ Eigentum und bestimmen über unsere Köpfe hinweg – Beamte der Stadt Bochum

 Interessant ist, dass es dabei anscheinend niemanden stört, in welchem Zustand die ehemalige Grünanlage Am Kuhlenkamp inzwischen ist: ungepflegt, ungemäht mit tiefen Löchern, in die Kinder und Spaziergänger fallen können. Alles egal – Hauptsache, die Container stehen sicher!

 

Nur ein ganz findiger und dem Autor extrem schlecht gesonnener Jurist kann hier eine Beleidigung hinein interpretieren wollen.

Bei der Aussage, welche die drei Mitarbeiter der Stadt Bochum in die Nähe des DDR-Regimes rücken soll, handelt es sich nicht um eine Gleichsetzung, sondern wegen des Zusatzes „fast“ um einen tendenziellen Vergleich. Und dieser beruht nach den einschlägigen Erlebnissen des Blog-Betreibers auf Tatsachen und Empfindungen,  die im Rahmen des Rechts auf freie Meinungsäußerung in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat zulässig sein müssen  – aber natürlich nicht in einem  totalitären Regime…

Das Foto könnte tatsächlich gegen das Recht am eigenen Bild verstoßen, die Gesichter hätten zumindest ausradiert werden müssen.

Zersetzungsmaßnahmen sind leider bei vielen Betroffenen erfolgreich, gerade weil die zu zersetzenden Kritiker meist wie vorgesehen reagieren, sich einen Anwalt nehmen und dabei die Spielregeln der „Angreifer“ einzuhalten pflegen. Es ist ein Fehler, sich nicht mehr selbst zu seinem Fall öffentlich zu äußern. Dadurch lässt man sich als Beschuldigter, ob man es will oder nicht, mundtot machen, und genau dies will die Gegenseite ja erreichen.

Auf den Anwaltskosten bleibt man selbst bei Einstellung des Verfahrens sitzen. Bei einer Verurteilung sind neben der Geldstrafe die Kosten des Verfahrens zu tragen sowie gegebenfalls Schadenersatz- oder Schmerzensgeld-Forderungen des angeblich Geschädigten zu begleichen. Die meist lange Verfahrensdauer von über einem Jahr kann als nicht zu unterschätzende psychische Dauerbelastung die eigene Produktivität mindern und eine Resignation auslösen, Folgen, die von den Initiatoren der Strafverfolgung beabsichtigt sind. Die „Rädelsführer“ des Widerstandes werden platt gemacht, um den Protest scheitern zu lassen und Nachahmer abzuschrecken.

Um die Erfolgsaussichten solcher staatlichen Repressionsversuche zu verringern, müssten zunächst einmal alle Details zu den Strafverfolgungsversuchen öffentlich gemacht werden. Unterstützer und Sympathisanten der Proteste sollten diejenigen konsequent unterstützen, deren Existenz vernichtet werden soll.

Demokratie leben heißt für Demokratie kämpfen!

 

Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.

Kurt Tucholsky

 

WAZ-Diskussion zum Containerdorf für Flüchtlinge – wenn die Nazi-Keule Kritiker verstummen lassen soll

KODAK Digital Still Camera

http://blog.mp-p.info/2016/01/29/lebhafte-aber-sachliche-diskussion-am-waz-mobil-am-kuhlenkamp-politik-und-verwaltung-stellt-sich/

Erst das Engagement der WAZ-Redaktionsleiter Thomas Schmitt und Michael Weeke bewirkte am Freitag, 29.1. um 15:00 Uhr, dass die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung aus der „sicheren“ Behausung des Rathauses hier an den Kuhlenkamp kamen und sich dort einigen unangenehmen Fragen stellen mußten. Etwa 300 engagierte Bürger sammelten sich am WAZ Mobil und verfolgten die Diskussion. Thomas Schmitt und Michael Weeke moderierten die Veranstaltung souverän und mit einem hohen Kenntnisstand der Sachlage.

Obwohl viele Fragen offen blieben, kann man als Resümee vorab festhalten: es wird zukünftig nicht mehr so leicht sein, den Willen der Weitmarer Bevölkerung zu ignorieren. Alle Verantwortlichen haben gemerkt, dass sich die Menschen, die hier wohnen, mit Zivilcourage für ihr zu Hause einsetzen und mit sachlichen Argumenten einen Beitrag zum kollektiven Nachdenken bewirken…

Es wird sicherlich keine leichte Zeit für alle Anwohner, aber die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Bebauung des Sportplatzes – dass wurde in den Diskussionen offensichtlich – ist mit dem heutigen Tag eher geringer geworden. Das würden sich die Menschen wohl nicht bieten lassen…

 

Leider kann ich die in dem Blog-Beitrag geäußerten Eindrücke und  Hoffnungen nicht teilen.

Die Diskussion blieb keineswegs durchgehend sachlich und  ein längeres Verbleiben des Containerdorfs als auch eine spätere Umwandlung in Bauland sind mehr als wahrscheinlich.

Im WAZ-Artikel wird zumindest die ehrliche Antwort des Stadtdirektors Michael Townsend wiedergegeben, der auf die Frage nach einer späteren Weiternutzung der für das  Containerdorfs erschlossenen und asphaltierten Grünfläche zugab, dass eine spätere Bebauung zwar derzeit nicht geplant sei, aber nach Ablauf der Fristen jederzeit durch den Rat beschlossen werden könnte.

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/leser-umringen-das-waz-mobil-in-weitmar-id11509188.html

Die weitere Nutzung
Damit ging es bereits um eine weitere Sorge der Anwohner: Viele Weitmarer befürchten, dass nach den Containern die Wohnungsbaugesellschaften kommen. „Die Container dürfen hier drei Jahre stehen“, erklärte Townsend. „Die müssen wir wahrscheinlich auch ausnutzen.“ Eine spätere Bebauung sei derzeit nicht geplant. „Aber natürlich kann der Rat zukünftig eine andere Entscheidung treffen.“…

Das sieht auch Jessica Sperber so. Die Mutter von drei Kindern habe gehört, dass ausschließlich junge Männer in die Unterkunft einziehen würden. Wie Sozialdezernentin Britta Anger am Freitag jedoch mitteilte, sollen „voraussichtlich Familien Am Kuhlenkamp einziehen“. „Das würde für mich einiges ändern“, so Anwohnerin Jessica Sperber.

 

Am Interessantesten und Aufschlussreichsten war allerdings das, was erwartungsgemäß in der Berichterstattung weggelassen wurde: der eigentliche Auftrag der WAZ, Bürger, Politiker und Stadtverwaltung zusammen zu bringen, um die Alternativlosigkeit dieser und kommender Entscheidungen zur Vernichtung von städtischen Landschaftsschutzgebieten zu vermitteln und ehrenamtliche Helfer für die neue Flüchtlingsunterkunft zu gewinnen.

Warum greift die Stadt Bochum für den Bau von Containerdörfern vorwiegend auf eigene Flächen zurück und warum bedient man sich nicht an erschlossenem Bauland, sondern an den Grünflächen der Stadt?

Zunächst einmal stellte Stadtdirektor Townsend fest, dass die Flüchtlinge gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt werden müssten, einseitige Belastungen einzelner Stadtbezirke seien nicht zu verantworten. Städtische Flächen sind kostenlos und schnell verfügbar. Es wird nach der Aussage von Townsend folgendermaßen bei der Auswahl der Standorte verfahren: „Wir gehen so vor, dass wir Flächen, wo Baurecht besteht nicht nehmen, weil wir in absehbarer Zeit massiv im Bereich sozialer Wohnungsbau tätig werden müssen, da brauchen wir baureifes Land und deshalb gehen wir auf Flächen, wo das nicht der Fall ist.“ Ein Mitarbeiter des Liegenschaftsamts ergänzte, dass natürlich auch private Flächen angesprochen würden, aber es müsse ja auch eine Bereitschaft der Eigentümer vorliegen. Man habe daher den Schwerpunkt auf die städtischen Flächen gelegt. Diese Aussagen bestätigen die Befürchtung, dass in Folge des anhaltenden Flüchtlingsstroms die Zerstörung der Grünflächen der Stadt Bochum erst begonnen hat. Das Containerdorf am Kuhlenkamp ist nur der Anfang, und Bürgerproteste schrecken die Politiker und Verantwortlichen der Stadt in keinster Weise ab. Ob der Versuch, den Unmut der Anwohner in ein Helfersyndrom umzuwandeln, Erfolg haben wird, bleibt jedoch abzuwarten.

Was wurde gesagt? Was wurde unterstellt? Wie wurde beschönigt, beschwichtigt und wie wurden Kritiker der Bochumer Asylpolitik zum Schweigen gebracht?

Die übelste Unterstellung kam von Bezirksbürgermeister Marc Gräf (mittig hinter dem Tisch, roter Pulli).

KODAK Digital Still Camera

KODAK Digital Still Camera

Herr Schüht von der Bürgerinitiative wandte sich an Herrn Townsend mir der Aufforderung, es den Bürgern schriftlich zu geben, dass 2019 Schluss sei mit dem Containerdorf und die Renaturierung stattfinden wird, dann ,so sagte er, „haben sie die Bürgerinitiative auf ihrer Seite bei der Integration der Leute“.

Herr Gräf nutze seine Chance, diese kleine Schwäche bei den ansonsten politisch korrekten Formulierungen effektvoll für die Durchsetzung seiner Ziele zu nutzen.

Er fragte: „Sie haben gesagt, wenn sie das schriftlich kriegen, schlägt die Ablehnung um in eine Unterstützung…Heißt das im Umkehrschluss, dass wenn die Menschen einziehen, dass sie mit Sorge hier einziehen müssen?“

Der Bezirksbürgermeister hat den Anwohnern eine potentielle Gewaltbereitschaft unterstellt, ein absolutes No-Go, das zwar mit lautstarken Protestrufen quittiert wurde, aber ansonsten folgenlos zu bleiben scheint und in der WAZ mit keinem Wort erwähnt wurde.

Man stellt die Kritiker in die rechte Ecke, unterstellt ganz vorsichtig als Frage formuliert rechte fremdenfeindliche Gesinnungen und schon schlägt Ablehnung in Umarmung um und es finden sich nützliche Idioten, die kostenlos als ehrenamtliche Helfer für die Flüchtlinge arbeiten, damit die Stadt bei deren Bewirtung Kosten einsparen kann. Letzteres ist dringend erforderlich, da ja eh schon immense Kosten durch die erzwungene Massenaufnahme von afrikanischen und arabischen Einwanderern entstehen, für die der Bochumer Bürger bezahlen muss,  über schlecht ausgestattete Schulen, marode Straßen, das Schließen von Büchereien, Schwimmbädern und Jugendeinrichtungen und nun auch über die Vernichtung von Naherholungsgebieten. Einige Minuten später setzte Herr Gräf seinen eingeschlagenen Weg der Nötigung zur Willkommenskultur fort. Gleichzeitig versuchte er, milder zu wirken. Wir bekamen alle noch eine Chance, unser Gutmenschentum unter Beweis zu stellen, um doch nicht zum bösen Nazi erklärt zu werden.

Gräf appellierte an Mitmenschlichkeit und Solidarität mit den „armen traumatisierten Flüchtlingen“: „Hier gibt es keine Ablehnung der Menschen, sie haben Sachargumente vorgetragen. Nein, ich habe provoziert. Ich wollte eine Reaktion haben. Ich weiß, dass es in Weitmar eine große Unterstützung für hier hilfesuchende Menschen gibt und in der Karl-Friedrich-Straße (durch Flüchtlinge besetzte Turnhalle) ist ein unglaubliches ehrenamtliches Engagement entstanden. Die Menschen sind hier gut untergebracht und wir wollen gemeinsam einen Weg finden…“

Welchen Weg wollen „wir“ denn gemeinsam finden, etwa den der bedingungslosen Akzeptanz der Zerstörung unserer Wohngebiete oder etwa den der freiwilligen Arbeit ohne Lohn genannt Ehrenamt?

Zwischendurch wurden wieder Fragen der Anwohner gesammelt. Eine Frau wollte wissen, ob es einen vergleichbaren Standort in Bochum gibt, wo man ein ganzes Naherholungsgebiet für eine Flüchtlingsunterkunft  zerstört habe. Diese Frage sollte unbeantwortet bleiben, wen wundert es… Ich kenne in Bochum keinen weiteren Standort. Vielleicht hat unsere Nachbarstadt Dortmund hier eine Vorreiterfunktion übernommen, als im Revierpark Wischlingen eine Flüchtlingsunterkunft errichtet wurde.

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nord-west/uebergangsbleibe-fuer-250-fluechtlinge-am-revierpark-wischlingen-id11322941.html

25.11.2015 

…Mit dem Revierpark Wischlingen wurde deshalb vereinbart, dass vorübergehend der Parkplatz für Wohnmobile am Wischlinger Weg genutzt werden kann. Ob eine Leichtbauhalle oder winterfeste Zelte aufgestellt werden, steht noch nicht fest.

„Aber wir wollen dort bis Mitte Dezember alle Vorbereitungen abschließen und Platz für 250 Menschen schaffen“, so Süshardt. Der Vorteil: Die Anlage bietet bereits Strom und Wasser. Was noch fehlt, ist die Umzäunung zum Schutz der Flüchtlinge und eben die Unterkünfte. „Maximal bis Mitte April 2016 soll diese Notunterkunft bestehen bleiben“, berichtete Süshardt. So sei es auch mit dem Revierpark vereinbart…

 

Als Schlusswort erklärte Herr Gräf wenig später, man wolle ein Netzwerk für Flüchtlinge gründen, der gemeinsame Weg wie angekündigt. Und er fand auch aufmunternde Worte für die besorgten Anwohner: „Lassen sie uns unterhaken,  die, die mittun wollen, die mittun können, das ist zusätzliche Zeit, die man sich abknapsen muss … Lassen sie uns darüber reden, wie man dann Ehrenamt auch organisieren kann…“ Ich bin dafür, dass Herr Gräf die Putz- und Aufräumschulung für die Flüchtlinge übernimmt sowie das Sortieren eintreffender Wäschespenden.

Wenn wir uns liebevoll um die Flüchtlinge kümmern, werden wir unsere wahre Freude an unseren neuen Mitbürgern haben. „Wer gibt, dem wird gegeben!“ Man möge sich sicherheitshalber besser nicht fragen, um was es sich bei dem Gegebenen so handeln könnte…

Eine ganz engagierte Bürgerin warf die christliche Nächstenliebe fordernd in die Diskussionsrunde ein. Man habe als Christ den armen Flüchtlingen zu helfen und nicht alternative Standorte zu fordern: „Ich frage mich, wer von euch ist Christ und kann das mit seinem Christensein vereinbaren?“ Warum habe ich nur dieses unbestimmte Gefühl, dass hier irgendetwas bezüglich der christlichen Nächstenliebe falsch läuft? Der Nächste, ist das nicht die eigene Familie, die Freunde, Nachbarn und eher nicht der Fremde aus Nordafrika oder dem arabischen Raum? Bin ich als Christ nicht eindeutig dazu verpflichtet, der Zukunft  meiner eigenen Kinder den Vorrang einzuräumen? Das hier praktizierte kann man höchstens als „christliche Selbstzerstörungsliebe“ einordnen, einer psychischen Störung der Nachkriegsdeutschen, die als Folge des seit Ende des Zweiten Weltkrieges gepredigten deutschen Selbsthasses  flächendeckend anzutreffen ist.

Wie „Dankbarkeit“ bei den aufgenommenen „Schutzsuchenden“ ausfallen kann, zeigt sich ganz aktuell-  ebenfalls in Bochum.

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/fluechtlinge-traten-in-hungerstreik-aimp-id11510133.html

Bochum
Flüchtlinge traten in Hungerstreik
30.01.2016 | 05:35 Uhr


Eine Gruppe von rund zehn, überwiegend syrischer, Flüchtlinge ist am Mittwoch in einen Hungerstreik getreten.
Sozialdezernentin Britta Anger bestätigte Informationen der WAZ, dass die Gruppe sich insbesondere über den schleppenden Gang ihrer jeweiligen Asylverfahren beklagt hatte. Die betreffenden Flüchtlinge leben mit insgesamt rund 70 Personen in einer Turnhalle an der Pestalozzistraße. Der Hungerstreik habe am Mittwochmittag begonnen und sei mittlerweile abgebrochen worden. Zwei Personen seien zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden. Eine Frau werde dort weiterhin behandelt. Nach Informationen der Stadt habe es jedoch keine Gefahr gegeben. „Es hat Gespräche mit den Hungerstreikenden gegeben.“ Dabei sei auch darauf hingewiesen worden, dass nicht die Stadt, sondern das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für das Asylverfahren verantwortlich sei.

Die Menschen aus der betreffenden Turnhalle zeigten sich außerdem nicht genügend darüber informiert, nach welchen Kriterien manche Flüchtlinge mittlerweile in einer Wohnung untergebracht worden seien, andere hingegen weiterhin in den schwierigen Verhältnissen der Turnhalle leben müssten. Betreut werden die Flüchtlinge, darunter auch Frauen und Kinder, von Mitarbeitern der Ifak.

Das Leben in den Turnhallen wird von diesen Flüchtlingen als unzumutbar empfunden. Also beginnt man einen Hungerstreik, um die Bereitstellung von Wohnungen zu erzwingen. Ein deutscher Obdachloser hat lediglich Anrecht auf eine Schlafstelle, muss allerdings weiterziehen, wenn eine verfügbare Obdachlosenunterkunft für die Nacht bereits vollständig belegt ist. Begibt er sich daraufhin in einen Hungerstreik, lässt man ihn in christlicher Nächstenliebe auf der Straße verrecken.

Wenn in jeder Woche immer noch ca. 150 Flüchtlinge Bochum neu zugewiesen werden und ca. 5000 Asylbewerber aktuell zu versorgen sind, wo sollen dann so massenhaft freistehende verfügbare Wohnungen für alle mal eben hergezaubert werden? Das Argument, es gäbe genügend freistehende Wohnungen in Bochum, entbehrt jeglicher Grundlage. Die meisten dieser Wohnungen sind in Privatbesitz und nicht jeder Eigentümer möchte den bereits vorhandenen Mietern diese nicht deutsch sprechenden Menschen aus anderen mehrheitlich frauenfeindlich eingestellten Kulturkreisen als neue Mitbewohner aufzwingen. Die meisten für Flüchtlinge geforderten Mieten entsprechen ohnehin nicht den Kosten, die ein Hartz IV-Empfänger für eine Wohnung ersetzt bekommt. Für Flüchtlingsunterkünfte werden bereits astronomische Summen bezahlt, aber alles hat seine Grenzen. Das jetzt gefordert wird, man möge für die Flüchtling dann gefälligst Wohnungen kaufen, ist an Frechheit kaum zu überbieten. Wenn ein Hartz IV-Empfänger in einer zu teuren Wohnung lebt, so muss er umziehen. Findet er keine ausreichend günstige Wohnung, so zahlt der Jobcenter nur den üblichen Satz, der Hilfeempfänger bleibt auf den Mehrkosten sitzen und wird eher früher als später in die Obdachlosigkeit gekündigt.

Der Bau des Containerdorfs am Kuhlenkamp ist beschlossene Sache, das Bauvorhaben gestartet. Die Folgen für die Anwohner sind nicht abzuschätzen. Sicherheitsbedenken und mögliche Lärmbelastungen konnten nicht ausgeräumt werden, und dass ausschließlich Familien einziehen werden bleibt zu bezweifeln.  Dieses Landschaftsschutzgebiet bietet gerade einmal Unterkunft für den Flüchtlingszustrom von ein bis zwei Wochen.

Wie viele städtische Grünflächen wird es Ende des Jahres in Bochum noch geben? Wie sicher werden sich die Spaziergänger im Weimarer Holz und an anderen Orten der Stadt demnächst noch fühlen können?

Diese Fragen wurden nicht gestellt. Diese Fragen sind tabu. Wir sollen an das Gute im Flüchtling glauben, aber was ist, wenn das Gute uns ignoriert?

 

„Alternativlose“ Zerstörung von bürgerlichen Wohnvierteln – warum ein Containerdorf für Flüchtlinge auf einem Bolzplatz entstehen muss

Die Stadt Bochum hat im Jahr 2015 mehrere Tausend Flüchtlinge von der Bezirksregierung Arnsberg zugewiesen bekommen, mehr als 5300 Flüchtlinge sind derzeit in Bochum untergebracht und jede Woche erreichen weitere „Neubürger“die Stadt. Zahlreiche Turnhallen stehen den Schulen und dem Vereinssport schon seit Monaten nicht mehr zur Verfügung.

Aus „Gründen der Gerechtigkeit“ sollen die Flüchtlinge  nun zwangsweise und an jeglichen Bürgerinteressen vorbei über das ganze Stadtgebiet verteilt werden. In einem sogenannten besseren Wohnviertel im Süden der Stadt wird hierzu nun ohne Rücksicht  auf Verluste ein Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet zerstört. Über zu erwartende starke Lärmbelästigungen in der direkten Umgebung der Unterkunft und eine mögliche Gefährdung der Anwohner durch Übergriffe oder Diebstähle, die je nach Zusammensetzung der Flüchtlinge  zu erwarten sind, wird nicht gesprochen. Niemand wagt es, diese Problematik auch nur anzudeuten. Man könnte als Nazi diffamiert werden. Gerade im bürgerlichen Milieu ist eine direkte Kritik an der „Willkommenskultur“ die absolute Ausnahme. Man wägt  jedes Wort ab, um bloß den Pfad der politischen Korrektheit nicht zu verlassen.

Die Anwohner vermuten, dass auch wirtschaftliche Interessen hinter der Zerstörung des Grüngürtels stecken, eine gezielte Gewinnung von teurem Bauland  durch die zum Bau der Container-Siedlung erforderliche Erschließung des Geländes. Die Auswahl des Flüchtlings-Standorts ist für die Stadt in mehrfacher Hinsicht  finanziell attraktiv. Zum einen müssen keine Freiflächen von privaten Eigentümern gekauft werden und zum anderen vervielfacht sich der Wert des hierzu genutzten städtischen Grundstücks durch die Erschließung.  Zwar ist ein Rückbau nach drei bis zehn Jahren angekündigt, aber jeder weiß, was Versprechungen von Politikern wert sind. Die Lebensqualität in den Ruhrgebietsstädten wird durch die Masseneinwanderung zusehends gesenkt, Bürgerrechte werden ausgehebelt. Und der friedliche Protest der Anwohner scheint lediglich die Baumaßnahmen beschleunigt zu haben. Man hat Anfang Januar zügig Fakten geschaffen und die Anwohner somit vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Bürgerinitiative am Kuhlenkamp wurde keinerlei Chance gelassen das Bauvorhaben noch zu verhindern.  Um die aufgebrachten Anwohner zu beruhigen springt nun die „freie“ Presse ein  und inszeniert eine völlig überflüssige Diskussionsrunde mit ihrem WAZ-Mobil, angekündigt für Freitag, den 29. 01.2016 .

http://www.derwesten.de/staedte/bochum/waz-mobil-greift-debatte-um-containerdorf-auf-aimp-id11485497.html

Nachdem der Rat der Stadt Ende letzten Jahres den Bereich des Bolzplatzes unweit der Straße Am Kuhlenkamp als Standort eines Containerdorfes für bis zu 220 Flüchtlinge festgelegt hat, bildete sich Widerstand gegen diese Platzwahl, vor allem bei den Anwohnern der angrenzenden Straßen. Die WAZ greift mit ihrem WAZ-Mobil die aktuelle kontroverse Diskussion auf und bringt direkt am Ort des Geschehens Verantwortliche der Stadt mit Anliegern zusammen.

Am Freitag, 29. Januar, ab 15 Uhr wird das WAZ-Mobil Station machen in der Nähe der Baustelle Am Kuhlenkamp. Unter der Moderation von WAZ-Redaktionsleiter Thomas Schmitt wird unsere Zeitung die Argumente zusammentragen, die zur Entscheidung für diesen Standort beigetragen haben. Für die Stadt werden Bezirksbürgermeister Marc Gräf (SPD) und Stadtdirektor Michael Townsend die Position der Kommune vor dem Hintergrund des anhaltenden Zustroms von Flüchtlingen in diese Stadt deutlich machen. Zur Zeit werden vom Land jede Woche im Schnitt 150 Menschen zugewiesen, für die Unterkünfte geschaffen werden müssen. …
Vertreter der Anwohner haben ebenfalls ihre Teilnahme zugesagt. Die Proteste der Anwohner richten sich auf ganz unterschiedliche Aspekte: Nachdem in den letzten beiden Wochen massive Bautätigkeiten auf dem Gelände begonnen und zudem Eingriffe in das Grün am Rande des Sportplatzes vorgenommen wurden, sind die Menschen vor allem frustriert, dass es keine verlässlichen Informationen gegeben habe. Vielfach erst aus der Zeitung erfuhren sie von den konkreten Entscheidungen.

Die WAZ hat festgestellt, dass es der Mangel an verlässlichen Informationen war, was den Frust der Menschen ausgelöst hat. Da sind wir aber erleichtert, und die Zeitung hat einen guten Job gemacht, fragt sich nur für wen..

Ein paar Vertreter der Kaste der politisch Verantwortlichen werden in der „Versöhnungs-Runde“ ein wenig mit den Anwohnern reden,  Verständnis triefend die Alternativlosigkeit dieser ach so bedauerlichen Entscheidung erläutern und schon hat die Welt wieder in Ordnung zu sein. Alles wird gut! Schließlich erwartet die Anwohner eine enorme „Bereicherung“. Sie können Kleidung und Spielsachen spenden, Deutsch-Gesprächsrunden beim gemeinsamen Kaffee trinken mit den Asylbewerbern gestalten, ehrenamtlich Wäsche sortieren  oder mit den allein einreisenden jungen Männern Tanzgruppen gründen, um die Integration zu fördern. Wozu braucht man da noch Spiel- und Sportplätze für die Jugend und  Wanderwege durch Grüngürtel inmitten einer Großstadt? Diese Städte im Ruhrgebiet hatten schon immer den Ruf, keine allzu hohe Lebensqualität zu bieten, und nur dies wird nun konsequent verwirklicht.

Es wird überlegt, den baufälligen direkt neben dem zukünftigen Container-Dorf auf der Anhöhe liegende Kindergarten ebenfalls im Grüngürtel neu zu errichten.

http://blog.mp-p.info/2016/01/22/bezirksbuergermeister-graef-plant-wohl-einen-weiteren-bau-in-der-gruenanlage/#more-340

Dann kann man auch gleich den Kleinkindern unter den Flüchtlingen bevorzugt einen Kindergartenplatz zur Verfügung stellen und einen erfolgreichen Spracherwerb  von arabischen Grundkenntnissen bei den verbleibenden deutschstämmigen Kindern gewährleisten, zwecks Integration.

KODAK Digital Still Camera
Die Zerstörung des Bolzplatzes

 

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Die Baumaßnahmen zur Erschließung des Geländes – noch nie war die Stadt Bochum so schnell…, im Waldstück links der städtische Kindergarten

 

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Der Spielplatz vor der Baustelle: Soll etwa hier der neue Kindergarten entstehen, weil der Spielplatz ohnehin nicht mehr nutzbar sein wird?

 

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Kein Durchgang mehr in Richtung Weitmarer Holz – Zerstörung des städtischen Wanderwegnetzes; das Haus mit den Protest- Infos-  das Ende einer Idylle.

 

KODAK Digital Still Camera
Wirkungsloser Protest – das Haus der Ohnmacht…

 

Am  21. Januar berichtete der WDR über die Proteste in Essen und Bochum gegen die Errichtung von Asylunterkünften in Landschaftsschutzgebieten. Auf dem Blog der Bürgerinitiative am Kuhlenkamp ist ein Ausschnitt aus der Sendung zu den Protesten in Bochum zu sehen.

Streit um Landschaftsschutzgebiete: Lokalzeit Ruhr vom 21.01.2016

http://blog.mp-p.info/wp-content/uploads/2016/01/2016_01_21_LokalZeitRuhr_405.mp4?_=1

Der Unmut der Anwohner wird auf dem Blog in den Beiträgen und Kommentaren der Bürger mehr als deutlich.

http://blog.mp-p.info/2016/01/13/marbach-wird-offensichtlich-ausgegraben-und-soll-kanalisiert-werden-fuer-eine-temporaere-mobile-wohnanlage/#more-203

Es ist mehr als verwunderlich, mit welchen Aufwand die Stadt Bochum, die ja noch vor wenigen Jahren nur unter einem Nothaushalt stand und im Haushaltssicherungskonzept die Streichung von 500 Stellen plante, eine mobile Wohnanlage aufbaut und dies als „humanitäre Maßnahme“ darstellt…

Offenbar wird der Marbach ausgebraben und soll in ein neues Kanalbett geführt werden. Die Bedenken der Bürgerinitiative hinsichtlich des Marbachs hatte Bezirksbürgermeister Marc Gräf noch kurz vor Weihnachten in einem Stadtteil-Magazin als „Eigeninteressen der Anwohner“ bezeichnet. Nun fließen Millionenbeträge in die Baureifmachung einer Grün-, Sport- und Spielfläche.

Was genau geplant ist und gemacht wird, darüber schweigen sich die Verantwortlichen aus. Weder werden die unmittelbaren Anwohner  befragt oder informiert, noch dürfen Ämter der Stadt Auskunft geben. Es wurden offensichtlich „Informations-Maulkörbe“ verteilt die Beamten zu dem verdammen, was nur als Masche der Verantwortlichen bezeichnet werden kann: Vertuschen, Täuschen und gezielt Desorientierung schaffen.

Brigittesagt:

  1. Januar 2016 um 20:35

Glaubt hier irgendjemand noch an eine temporäre Maßnahme? Für Aufräumarbeiten in „unserem Wäldchen“ nach dem Sturm im Juni 2014 ist nach Auskunft des Stadtförsters Herr Kühnen kein Geld vorhanden. Wie passt dies zu der Verschwendung von unseren Steuergeldern nur für die Standortvorbereitung für ein Containerdorf? Hinzu kommt die enorme Geld -Summe für die Container und später für den Rückbau der Anlage (wann immer dies auch sein wird; keiner will sich dazu äußern) Für das Geld hätte man zahlreiche leerstehende Häuser anmieten können! Unsere Grünanlage mit vielfältigen Freizeit-und Sportmöglichkeiten wäre sehr gut geeignet gewesen, um eine Integration der Flüchtlinge durch Sport-und Spielangebote mit den Anwohnern zu realisieren…

Warum schafft man mit riesigen Containerdörfern Ghettosituationen. Dies ist keine Lösung. Am Kuhlenkamp werden Anwohner zunächst für einen langen Zeitraum einer idyllischen Grün-und Freifläche beraubt. Wie soll man dies unseren Kindern und Enkelkindern und Jugendlichen erklären? Wann wachen die Politiker endlich auf?

Das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum rechtfertigt die Zerstörung eines Naturschutz- und Naherholungsgebietes mit der Behauptung, es handele sich nur um einen temporären Eingriff, der eine Dauer von zehn Jahren also nicht überschreiten sollte.

Für die Prüfung von Alternativstandorten gäbe es keine geeigneten Alternativen. Das Containerdorf am Kuhlemkamp reicht nur für gut 200 Asylbewerber. Jede Woche muss die Stadt Bochum für weitere 150 neu eintreffende Flüchtlinge zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten schaffen.  Wie viel Grünflächen werden in Bochum wohl verbleiben, wenn eine Berücksichtigung von Bürgerinteressen und Naturschutz in keinster Weise vorgesehen sind?

Die Grünflächen unserer  Stadt sollen temporär vernichtet werden, um dann nach Aussage des Umwelt- und Grünflächenamtes nach dem nicht absehbaren Ende der Notsituation eventuell wieder neu errichtet zu werden.

http://blog.mp-p.info/2016/01/12/erstmalig-aeussert-sich-eine-behoerde-ueber-die-zukunft-der-gruenanlage/#more-198

„Für die Einrichtung der Containerstandorte sind an einigen Standorten Eingriffe in den Gehölzbestand erforderlich, die  nach dem § 14 des Bundesnaturschutzgesetzes als Eingriffe zu bewerten und entsprechend zu kompensieren sind. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass es sich lediglich um temporäre *) Eingriffe handelt…

*) Ergänzende Anmerkung der Redaktion: in einem Telefonat nachgefragt teilte uns die Amtsleitung mit, dass der Begriff „temporär“ nicht weiter definiert sei. Es könne sich um einen Zeitraum von drei, fünf oder zehn Jahren handeln.

Von einer designierten Folgenutzung der Standorte als Wohnbaugebiet kann nicht die Rede sein. Die Prüfung von Alternativstandorten ist mangels geeigneter Alternativen obsolet. Da für die Einrichtungen der Containerstandorte überwiegend Außenbereichslagen ausgewählt wurden kann man von Glück sagen, dass sich nur zwei der sechs Standorte in Landschaftsschutzgebieten befinden…

Stadt Bochum
Umwelt- und Grünflächenamt
Abteilung Naturschutz, Landschafts- und Grünplanung
-untere Landschaftsbehörde-

 

Die Behörde macht ihren Standpunkt klar: Die Bochumer Bürger sollen doch froh sein, dass bislang nicht noch mehr Landschaftsschutzgebiete betroffen sind. Was nicht ist, kann ja noch werden…

Wir können davon ausgehen, dass das Geld für den Rückbau der provisorischen Flüchtlingsunterkünfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit  fehlen wird. Bochum ist stark verschuldet und Bund und Land kommen nur für einen Teil der Flüchtlingskosten auf. Wenn es den Bürgerinitiativen in Zukunft nicht gelingt, Bauvorhaben in Landschaftsschutzgebieten wirksam zu verhindern, so  ist die flächendeckende Zerstörung fast sämtlicher Grünanlagen unserer Stadt vorprogrammiert. Schreiben einzelner Bürger an Politiker und Behörden sind sowohl sinnlos als auch riskant. Die Entscheidungsträger werden auf diese Weise vorgewarnt und starten die Baumaßnahmen dann kurzfristig in Nacht- und Nebelaktionen.

Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter einfach dadurch, dass es häufig vorkommt.

Bertolt Brecht

Ein Umdenken in der Politik wird es nur geben, wenn der öffentliche Druck extrem groß wird. Hierzu müssten tausende Bürger solidarisch Seite an Seite mit den jeweils betroffenen Anwohnern kämpfen. Und dieser Protest muss überzeugen – alternativlos…

„Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.“

Bertolt Brecht