Impfschäden auf eigenes Risiko – warum das PEI AstraZeneca stoppte

Es hat zahlreiche Kritiker der Corona-Impfungen sowohl verwundert als auch erleichtert, als das Paul-Ehrlich-Institut die AstraZeneca-Impfungen am 15. März durch seinen Warnhinweis in Deutschland stoppte. Die Zahl an gemeldeten Thrombosen unter Mitarbeitern von Pflegeberufen hatte sich gehäuft und es wurden gerade unter Ärzten zunehmend Zweifel an der Sicherheit des Impfstoffs laut. Das Vertrauen sollte durch die Untersuchung der seltenen Vorkommnisse gestärkt werden – so die offizielle Begründung. Tatsächlich aber sieht es für mich eher danach aus, als ob eine andere Motivation überwogen hat. Etwaige Schadensersatzansprüche bei Impfschäden entfallen bezüglich des Thrombose-Risikos weitestgehend, wenn die Impf-Einwilligung die neue Nebenwirkung umfasst.

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/haftungimpfschaden-101.html

Stand: 19.03.2021 16:00 Uhr

… Die Antwort in Kurzform: Wenn von den Ärzten und im Beipackzettel des Herstellers richtig über die jetzt bekannten Risiken aufgeklärt wird, und der Patient auf dieser Basis seine Einwilligung erklärt, fallen viele Ansprüche der Geimpften wohl weg. Aber: Trotz Einwilligung bleiben die Geimpften nicht völlig schutzlos, denn sie können bei einem Impfschaden einen Versorgungsanspruch gegen den Staat haben…

Neu ist seit diesem Freitag, dass die Aufklärung durch den Arzt – und die Einwilligung des Patienten – die neuen Risiken zur Thrombose umfassen muss…

In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass bekannte Nebenwirkungen vertretbar sind, wenn das Arzneimittel zugelassen ist. „Deshalb sind Verletzungen nicht ersatzfähig, die nach der Nutzen-Risiko-Bewertung als sozialadäquat eingeordnet werden, weil und soweit sie beim Gebrauch von Arzneimitteln vom Verkehr hingenommen werden“, hat zum Beispiel das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden…

Geimpfte Personen sind nach einem „Impfschaden“ trotzdem nicht schutzlos. Denn sie können einen Anspruch direkt gegen den Staat haben (§ 60 Infektionsschutzgesetz). Der Staat zahlt dann Heil- und Krankenbehandlungen und womöglich auch eine Rente. Das nennt man auch einen „Aufopferungsanspruch“.

Wer sich also aufopfert, um die pandemische Hysterie beenden zu helfen, obwohl seine persönliche Nutzen-Risiko-Abwägung eine Impfung hätte verbieten müssen, der darf als potentieller Überlebender von bleibenden Impfschäden auf eine kleine Rente in Höhe von Hartz IV hoffen.

Die mit den beobachteten Blutgerinnungsstörungen verbundenen Krankheitsbilder können sich durchaus vielfältig äußern, nicht nur in Form der untersuchten seltenen Hirnvenenthrombosen. Thrombosen im Gehirn können zu einem Druckanstieg und daher auch zu Gehirnblutungen führen. Bei Herzinfarkten als auch bei Schlaganfällen spielen Blutgerinnsel eine Rolle. Lungenembolien sind derart häufige Todesursachen, dass wohl kaum nach jedem Tod in Zeitnähe zur Corona-Impfung ein möglicher Zusammenhang in Erwägung gezogen wird.

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Lungenembolie-Symptome-rechtzeitig-erkennen,lungenembolie101.html

20.11.2019

Herzinfarkt und Schlaganfall sind schwere Erkrankungen, bei denen ein Blutgerinnsel ein lebenswichtiges Gefäß im Herzen oder im Gehirn verstopft. Passiert dasselbe in der Lunge, spricht man von einer Lungenembolie. Das Blutgerinnsel entsteht meist in den Venen der Beine oder des Beckens. Der Thrombus wird mit dem Blutstrom fortgeschwemmt und gelangt hoch in die Lunge. In den Lungenarterien bleibt er stecken und verschließt sie. Die Lungenembolie ist gefährlich, wird aber sehr oft übersehen. Nur etwa 30 Prozent aller Embolien werden vor dem Tod diagnostiziert. In Deutschland sterben jedes Jahr schätzungsweise 40.000 bis 100.000 Menschen an einer Lungenembolie…

Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die in Europa mittlerweile anerkannten 40 bis 50 Fälle von Impfthrombosen nur die Spitze des Eisbergs bilden. Meinen Informationen nach handelt es sich wohl um Patienten, die mit Thrombosen nach der Impfung im Krankenhaus behandelt wurden. Bei denen, die ohne vorherige Diagnose plötzlich und unerwartet verstorben sind, mögen in der Mehrzahl der Fälle natürliche Todesursachen ohne Bezug zur Impfung angenommen worden sein.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am 18. März die Impfung wieder für sicher und wirksam erklärt. Heute nun liest man überall, dass die Angstmache vor einer AstraZeneca-Impfung mit Nachdruck zu beenden sei – ein Forscherteam der Universitätsmedizin Greifswald habe sowohl den Mechanismus der Nebenwirkung entschlüsselt als auch eine wirksame Therapie entwickelt.

Ach ging das aber schnell, dachte ich mir so, jahrelange Forschung komprimiert auf drei Tage, welch eine „Ultra-Teleskopierung“! Die FAZ titele auf ihrer Online-Ausgabe auch gleich: „Die Menschen müssen keine Angst mehr vor AstraZeneca-Impfung haben“. Wie schön, dachte ich  – doch währte meine Freude nur kurz, als ich mich dann selbst informierte.  

Eines muss man den Forschern der Uni Greifswald lassen, sie stehen für eine gewisse Transparenz. Die Zoom-Pressekonferenz vom Morgen des 19. März wurde auf der Internet-Präsenz für die Öffentlichkeit zugänglich hochgeladen.

https://www.medizin.uni-greifswald.de/de/ueber-die-umg/aktuelles/astrazeneca-impfung/

… Professor Andreas Greinacher hat sich reingehängt und es hat sich gelohnt. Die Komplikationen nach Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff sind erforscht und es wurde eine Therapie entwickelt. Einer weiteren Impfung steht also nichts mehr im Weg.

Der Abwehrstoff, der sich in seltenen Fällen nach der Impfung bildet, aktiviert die Blutplättchen. Diese agieren dann wie bei einer Wundheilung und lösen Thrombosen im Gehirn aus…

Die Aussagen des Professors Greinacher halte ich durchweg für glaubwürdig. Da waren seriöse Wissenschaftler am Werk, die vor einer Veröffentlichung erster Ergebnisse in Form eines Papers ihre bahnbrechenden Zwischenergebnisse schon einmal präsentieren wollten – was wegen der Brisanz der Situation in der Pandemie auch durchaus nachvollziehbar ist. Professor Greinacher drückte sich vorsichtig aus, sprach von Hypothesen, die noch Wochen oder Monate der Aufklärung benötigten. Auf die Frage, ob diese seltene Nebenwirkung auch bei mRNA-Impfstoffen auftreten könnte,  meinte der Wissenschaftler, es sei viel zu früh, das zu sagen. Nicht genaues weiß man nicht, außer dass ein bestimmter sehr seltener Antikörper in allen untersuchten Proben aufgefunden wurde. Welcher, das wollte der Herr Professor noch nicht verraten. Hierfür müsse die Öffentlichkeit auf die Fertigstellung der wissenschaftlichen Publikation warten. Aber er bedankte sich schon einmal ausdrücklich beim PEI mit den Worten: „Und wenn wir das alles zusammenfassen, dann sind wir jetzt in der Situation, dass ich dem Paul-Ehrlich-Institut unendlich dankbar dafür bin, dass sie uns die letzten drei Tage Luft geschaffen haben, mit der Empfehlung, die Impfung ein bisschen zu pausieren.“

Damit scheint mir bestätigt zu sein, dass der Verdacht eines Zusammenhangs zwischen der Impfung und bestimmten Todesfällen schon länger vermutet und wissenschaftlich hinter verschlossenen Türen diskutiert wurde.

Das Team um Professor Greinacher hatte in Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern drei Tage lang durchgearbeitet, um den Mechanismus anhand von zur Verfügung gestellten Blutproben zu klären und ein Testverfahren für ein Screening betroffener Patienten zu entwickeln. Ursache für die Thrombosen seien zu geschätzt 80 bis 90 Prozent durch die Impfung gebildete Abwehrstoffe, die Antikörper, welche an ein Protein von Thrombozyten, den Blutplättchen, binden. Normalerweise bringen die Blutplättchen Blutungen zum Stillstand. Werden sie jedoch ohne eine Gefäßschädigung in hohem Maße aktiviert, so wird eine Blutgerinnung in Gang gesetzt, die zur Thrombosen-Bildung führen kann. Vermutet wird, dass nicht nur die Thrombozyten, sondern auch die weißen Blutkörperchen und die Gefäßwände aktiviert werden können, wie das bei sehr ähnlichen Antikörpern der Fall sei, die bereits seit 30 Jahren erforscht werden.  Professor Greinacher erwähnte in diesem Zusammenhang die Heparin-induzierte Thrombozytopenie als Arbeitshypothese mit einer großen Parallelität der Vorgänge. Diese kann zu einem Hirnschlag führen, ausgelöst durch eine allergische Reaktion auf den „Blutverdünner“ Heparin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heparin-induzierte_Thrombozytopenie#:~:text=Die%20Heparin%2Dinduzierte%20Thrombozytopenie%20(HIT,der%20Thrombozyten%20(Blutpl%C3%A4ttchen)%20abf%C3%A4llt.

… Die HIT Typ II (HIT2) beruht auf einer Antikörperbildung gegen Heparin/Protein-Komplexe. Aufgrund seiner negativen Ladung bindet der Wirkstoff an zahlreiche Proteine. Als wichtigster krankheitsauslösender Faktor wird der Komplex aus Heparin und dem Plättchenfaktor 4 angesehen. Plättchenfaktor 4 ist ein stark positiv geladenes Protein, das aus Blutplättchen freigesetzt wird. Gegen den Medikament/Proteinkomplex – das Antigen  – entwickeln einige Patienten Antikörper. Nach der Bindung an den Komplex binden die Antikörper mit ihrem Fc-Teil an einen Rezeptor auf den Thrombozyten. Dadurch verklumpen die Thrombozyten untereinander und werden aktiviert. Hieraus ergeben sich Thrombosen im venösen und arteriellen System. Extrem selten kann auch eine Inaktivierung der Gerinnung mit Blutungsneigung erfolgen. Erste Antikörper sind sechs bis zwanzig Tage nach dem Beginn der Heparingabe messbar.

Das Auftreten einer HIT Typ II hängt von der Dauer der Heparinbehandlung ab, unter fünf Tagen tritt sie seltener auf. Ebenso fördert eine hohe Dosis das Risiko dieser Komplikation…

Die Sicherung der Diagnose mit Labortests ist prinzipiell nicht möglich, es gibt jedoch u. a. einen ELISA-Test, mit dem die Antikörper in ca. 90–95 % der Fälle nachgewiesen werden können. Allerdings werden auch je nach Test in 5–50 % der Fälle Antikörper nachgewiesen, ohne dass je eine HIT aufträte. Eine neue Methode ist der Lateral Flow Immunoassay mit dem ähnlich wie mit ELISA Antikörper gefunden werden, bei anscheinend weniger falsch-positiven Resultaten…

Wäre es auch denkbar, dass der Plättchenfaktor 4 an das Spike-Protein oder an Teile des Spike-Proteins bindet, das auf den Zellen nach der Impfung präsentiert wird? Dann müsste es auch Fälle dieser Nebenwirkung bei den anderen Impfstoffen geben – und danach sieht es ganz aus. Bislang wird in Deutschland ja hauptsächlich der AstraZeneca-Impfstoff bei den Jüngeren eingesetzt. Von Thrombozytopenie, Herzinfarkten oder Schlaganfällen wurde weltweit auch nach Impfungen mit mRNA-Impfstoffen berichtet, wobei stets gebetsmühlenartig jeglicher Zusammenhang mit der Impfung kategorisch ausgeschlossen wird.    

Es handelt sich bei den untersuchten Thrombosen der AstraZeneca-Impfung also wohl um die Folgen einer Autoimmunreaktion, die vor allem Jüngere trifft, da ältere Geimpfte ein weniger aktives Immunsystem haben und daher moderater reagieren. Die Nebenwirkung bedroht somit in erster Linie diejenigen Impfwilligen, denen die Impfung am wenigsten Nutzen verschafft.

Die Zusammenhänge seien noch nicht klar, sagte Professor Greinacher, man wisse derzeit nicht, ob der Impfstoff als Ganzes, der Vektor oder die starke Inflammation die überschießende Reaktion des Immunsystems auslösen würde. Die Abwehrstoffe seien sicher gefunden worden, sie bestehen aus zwei Teilen, die beide an die Thrombozyten binden, einem Antigen-erkennenden Teil und einem Teil zum Aktivieren. Hierauf beruhe auch die entwickelte Therapie, die den Rezeptor blockiere durch intravenöses Immunglobulin. Es gibt ein bereits zugelassenes Präparat, das in allen Krankenhäusern zur Verfügung steht und den Mechanismus blockiere. Die Behandlung ist folglich keine ganz neue, sondern lediglich eine angepasste bekannte Therapie. Die Leistung hat darin bestanden, die Analogien bei den gefundenen Antikörpern erkannt zu haben. Vier Patienten seien genau untersucht worden, von drei weiteren Patienten lagen Laborproben vor, die die wichtigsten Befunde bestätigt haben sollen. Detailuntersuchungen waren hier nicht möglich, weil bei diesen Patienten nicht ausreichend Blut gewonnen werden konnte. Über zwei weitere Patienten lagen klinische Informationen vor, die zu den anderen Untersuchungen passten.

Interessant war noch die Antwort auf die Frage, worauf Geimpfte denn achten sollten. Die gefundenen Antikörper werden erst nach 4 bis 5 Tagen gebildet. Alle Todesfälle kurz nach der Impfung können folglich nicht auf diesen Mechanismus zurückzuführen sein, was nahelegt, dass es noch andere Mechanismen geben muss, die zeitnaher zur Impfung Herzinfarkte und Schlaganfälle auslösen können. Die Geimpften sollen im Zeitraum von 5 bis 14 Tagen nach der Impfung auf ein schmerzhaftes Bein oder auf sehr starke Kopfschmerzen mit einem Arztbesuch reagieren. Wenn die Thrombozyten in der zweiten Woche nach der Impfung abfallen und Thrombosen nachgewiesen werden, kann das gerinnungshemmende Mittel IVGG zur Therapie eingesetzt werden. Ob die Behandlung in der Regel noch rechtzeitig kommt, kann der Professor nicht sagen. Klinische Studien liegen noch nicht vor. Greinacher warnte jedoch vor einer Übertherapie wegen der unerwünschten Nebenwirkungen des Gerinnungshemmers. Risiken und Nutzen müssten übereinstimmen. Warum diskutiert man das nicht auch für die Impfung?

Professor Greinacher riet gleichermaßen von einer Testung aller Geimpften ab, weil dies eine „nicht sinnvolle Testerei-Epidemie“ stattfinden ließe mit schwerwiegenden Folgen.

Auch hier frage ich mich, warum die Gefahr eines allgemeinen Tests auf die unerwünschten gefährlichen Impf-Antikörper durchaus gesehen wird, auf eine Corona-Infektion jedoch auch Massentests an Gesunden befürwortet werden, mit gravierenden Konsequenzen für die Pandemiebeurteilung und die damit verbundenen schädigenden Corona-Maßnahmen. Falsch positive Testergebnisse gibt es in beiden Fällen – gerade bei Symptomlosen.

Auch Professor Greinacher – sicherlich ein bemerkenswerter Wissenschaftler – misst mit zweierlei Maß und scheint dies nicht einmal zu realisieren. Es ist zwar beruhigend zu wissen, dass in der Medizin nach den Ursachen möglicher Impfnebenwirkungen also durchaus intensiv geforscht wird und dass auch Zusammenhänge mittlerweile zugegeben werden, doch entsetzen mich die Schlüsse, die aus den Ergebnissen gezogen werden. „Wirksam und sicher“ – eine Leben-gefährdende Lüge, die zu einer Impf-Mafia passen würde, nicht aber zu einer europäischen Zulassungsbehörde, die das Vorsorgeprinzip zu achten hat und zur Ermöglichung der politisch gewollten Durchsetzung einer Impfpflicht in der europäischen Bevölkerung keineswegs über Leichen gehen dürfte.       

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