Wie eine Befreiung von der Maskenpflicht staatlich verhindert wird

Warum gibt es kaum anerkannte Befreiungen vom Maskentragen, obwohl ausdrücklich festgelegt wurde, dass diese Pflicht für niemanden gelten darf, für den das Tragen der Maske unzumutbar ist?    

Nicht zugemutet werden dürfte das Tragen allen Menschen, die unter der Maske an Atemnot leiden oder diese empfinden sowie allen, die eine Behinderung des freien Atmens psychisch nicht verkraften oder sich hierdurch gerade aufgrund der Dauer und ständigen Ausweitung der Anordnung in ihrer Menschenwürde schwerwiegend verletzt fühlen.

Eine Befreiung wäre demnach bei hunderttausenden, vielleicht sogar bei einigen Millionen Menschen angezeigt, denen akute Gesundheitsgefahren sowie teilweise irreparable Spätschäden drohen, die angesichts des nur geringen zu erwartenden Nutzens und der Unverhältnismäßigkeit der Maßnahme vorrangig zu verhindern wären. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit darf nicht nur für potentiell Gefährdete aus Covid-19-Risikogruppen gelten.

Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Möglichkeit einer Befreiung von der Maskenpflicht nur deshalb nicht formal ausgeschlossen wird, damit spätere Schadenersatzforderungen an den Staat abgewehrt werden können. Auch wenn eine Schutzwirkung von Masken keineswegs wissenschaftlich belegt ist und Studien über schädliche Wirkungen kaum durchgeführt werden, so ist doch eine Auswirkung der Maskenpflicht unübersehbar: die Zunahme an Konformität in unserer Gesellschaft, ein mehrheitliches Nachkommen der Forderung, sich der „neuen Normalität“ anzupassen und sich dem Druck der Strafandrohungen unterzuordnen, mögen die abverlangten Verhaltensweisen auch noch so abwegig erscheinen.

Zu Beginn der Pandemie dürften sich einige Virologen wie Prof. Hendrik Streeck aus Bonn in der Öffentlichkeit noch kritisch zum Thema Maskenpflicht äußern. Doch bereits in den ersten Talkshows wie in der Sendung mit Markus Lanz vom 31. März 2020 wurde deutlich, in welche Richtung der von den Medien getragene gesellschaftlich Diskurs gehen sollte. Lanz hakte bei Streeck mehrfach nach, ob ein generelles Maskentragen wie in Asien nicht doch zur Eindämmung der Pandemie maßgeblich beitragen könne.

Ab Minute 6 der ZDF-Sendung sagte Streeck unter anderem folgendes: „… Aber wir sehen z.B., dass der Mundschutz, also einfach von der Größe der Porengröße, bringt dieser OP-Mundschutz nichts dem, der es trägt, also es gibt einem selber keinen Schutz vor der Infektion, aber es ist eine Solidarität mit dem anderen, dass wenn man erkältet ist, dass man jetzt sein Husten und Niesen nicht dem anderen ins Gesicht schleudert. Und das ist eigentlich der Sinn davon… Und es gibt keine Gefahr beim Einkaufen oder so, wie ich vorher erklärt habe, jemanden andern zu infizieren … Wir sehen ja, wie die Infektionen stattgefunden haben… Das kam aus engem Beieinander sein für eine längere Zeit… Wenn alle Masken tragen würden und ausgelassen feiern, dann wären die Masken sehr schnell so durchfeuchtet, dass sie keinen Effekt mehr haben würden. Aber am Anfang hätte es einen Effekt, dass man die Infektionsraten runter setzen würde…“   

Diese Aussagen belegen klar, dass eine Maskenpflicht im Supermarkt nicht zielführend und daher auch nicht verhältnismäßig sein kann, und dass es diskriminierend ist, Menschen vom Einkaufen auszuschließen, wenn sie keine Maske tragen können.

Auch macht eine wegen Überschreitung der „Panik-Marke 50“ in einigen Städten bereits angeordnete Maskenpflicht im Freien nicht nur generell wegen des geringen Ansteckungsrisikos keinen Sinn, sie birgt im Herbst und Winter wegen des feucht-kalten Wetters sogar die Gefahr, Ansteckungen aller Art zu fördern – wegen der vermehrten Schimmelbildung und Bakterienvermehrung auf der Maske selbst. Das könnte dann zu Mehrfachinfektionen führen, die Corona-Erkrankungen wohl kaum milder verlaufen lassen.

Aktuell steigt die Zahl an positiv Getesteten, die nicht einmal von der Zahl an tatsächlich Erkrankten abgegrenzt wird. Die Zahl an mit Corona Verstobenen bleibt gleichzeitig auf sehr niedrigem Niveau. In der letzten Woche schwankte sie zwischen 5 und 16 Toten am Tag, gemessen an ca. 2500 Toten täglich in Deutschland ein derzeit recht geringes Lebensrisiko.    

Seit Ende April haben wir eine Maskenpflicht beim Einkaufen, in Bus und Bahn und bei Arztbesuchen sowie vielerorts in öffentlichen Gebäuden .

Noch im Juni hat Prof. Streeck hierzu eine kritische Meinung vertreten, die er in einem vom Tagesspiegel zitierten Interview offenlegte.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-pandemie-virologe-streeck-sieht-lockdown-tracing-app-und-masken-kritisch/25903816.html

 

Streeck regte zudem eine Diskussion über die Maskenpflicht an. „Am Anfang der Pandemie wurde ja dezidiert gewarnt vor Masken. Die Gründe dafür gelten immer noch, auch wenn sie merkwürdigerweise keine Rolle mehr zu spielen scheinenDie Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze.“…

Diese ehrliche Aussage brachte Streeck viel Kritik von den Maskenbefürwortern ein und es geschah, was geschehen musste. Streeck passte seine Rhetorik in der Maskenfrage dem Mainstream-Druck an, wahrscheinlich aus Angst um die Drittmittel für seine Forschungsvorhaben und aus der Sorge heraus, als Berater der NRW-Landesregierung und innerhalb der regierungstreuen Medienlandschaft bald überhaupt nicht mehr gehört zu werden wie der bis Anfang des Jahres noch hoch angesehene Prof. Bhakdi, dem – gebrandmarkt als Verschwörungstheoretiker –  mittlerweile fast jegliche Plattform in den Mainstream-Medien versagt bleibt.

In der Fuldaer Zeitung findet man ein aktuelles Interview und das verlinkte Video einer Sendung, beides sehr empfehlenswert.

Zur Maskenpflicht stellte Prof. Bhakdi folgendes fest:

https://www.fuldaerzeitung.de/panorama/coronavirus-sucharit-bhakdi-professor-gefahr-massnahmen-immuniteat-covid19-pandemie-karina-reiss-kiel-90028917.html

12.10.2020

vonThomas Schafranek

Bhakdi: Die Maskenpflicht ist eine Idiotie, weil sie vor einer Gefahr schützen soll, die gar nicht da ist. Masken haben psychisch schädliche Wirkungen beispielsweise bei Kindern in der Schule. Das ist ja fast schon Folter, was den Kindern da angetan wird…  

Streecks aktuelle Äußerungen zur Maskenpflicht lassen jegliche Kritik vermissen. Der ansonsten sympathische und intelligente Forscher möchte sich offensichtlich nicht ins Abseits schießen.

Auf einmal hält Streeck die AHA-Regeln als angeblich entscheidenden Faktor der Pandemie-Eindämmung hoch. In der Lanz-Talkshow vom 1. Oktober 2020 wirkte Streeck auf mich deutlich weniger authentisch als zuvor. Bezeichnender Weise hat er seine Aussage mit den Worten „ich glaube“ begonnen, nicht mit einer Formulierung wie „die wissenschaftlichen Erkenntnisse deuten darauf hin“. Der NRW-Staatsvirologe vertritt von nun an den totalitären Hygienestaat.

(ab Minute 2:30) Streeck: „ Ich glaube, dass die AHA-Regeln, also Abstand halten, Hygiene und Maskentragen, auch einen großen Einfluss darauf hat, eben auf die Infektionsdosis, die man bei einer Infektion abbekommt und dadurch eher eine niedrigere Symptomatik provoziert.“

Leichtere Symptomen wegen des Maskentragens – das ist derzeit ein häufig angeführtes Argument für die Verlängerung und Ausweitung der Maskenpflicht. Wie meistens in den offiziellen Corona-Diskussionen wird nicht nach anderen Faktoren oder nach Gegenargumenten gesucht. Warum bitte erkranken zurzeit dann so wenige schwer, auch wenn sich doch die meisten Menschen bei privaten Feiern anstecken, bei denen keine Maske getragen wird? Dass enges Beieinander sein die Ansteckungswahrscheinlichkeit erhöht, ist logisch nachvollziehbar, dass eine Alltagsmaske jedoch die Viruskonzentration bei längeren Kontakten maßgeblich verringert, dafür gibt es nicht die geringsten wissenschaftlich fundierten Belege. Das Aerosol verlässt nachweislich die Maske mit dem Virus und verteilt sich im Raum nach den Gesetzen der Physik. Große Tröpfen bleiben im Material hängen, die Viren kontaminieren jedoch auch die Außenfläche der Maske, sobald diese durchfeuchtet.

Lanz fragte nach den möglichen Ursachen einer festgestellten Untersterblichkeit in Deutschland zwischen Anfang März und Anfang Juni. Der Virologe Streeck gab zwar zu, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen müssten, erwähnte aber einmal wieder nur die AHA-Regel.  

Details zur überraschenden Untersterblichkeit erfährt man in folgendem Artikel .

https://www.focus.de/gesundheit/news/essener-studie-es-gibt-in-deutschland-nicht-mehr-tote-wegen-corona-mit-drei-ausnahmen_id_12472481.html

1.10.2020

… Das Forscherteam um Andreas Stang der Universitätsklinik Essen hat die Daten der ersten Welle von Anfang März (Woche 10) bis Anfang Juni (Woche 23) analysiert…

Um die Zahlen einzuordnen, verglichen die Wissenschaftler die Zahlen mit den entsprechenden Perioden der Jahre 2016 bis 2019…

Ein Peak der Todesfälle zeigte sich jeweils Ende März (Woche 13) und Ende April (Woche 17)…

Die Essener Forscher ziehen außerdem den Vergleich zur Influenza. So war etwa die Grippesaison 2017/2018 die schlimmste der vergangenen 30 Jahre. Währenddessen starben mehr als 25.000 Menschen…

Nachdem die Analysten diese demographischen Faktoren einberechnet hatten, ergab sich: Es gibt keine Übersterblichkeit, stattdessen 4926 Todesfälle weniger als statistisch erwartet…

Warum geht Streeck nicht auf die Tatsache ein, dass die Todeszahlen – stets zeitverzögert um mindestens zwei bis drei Wochen nach Feststellung der Infektion – bereits maßgeblich zurückgingen,  bevor die Maskenpflicht von Ende April überhaupt erst wirken konnte? Stattdessen wird von vielen Politikern und „Corona-Experten“ noch dreist behauptet, die Untersterblichkeit in Deutschland sei ausschließlich auf unsere wirksamen Maßnahmen wie etwa die Maskenpflicht zurückzuführen. Komisch nur, dass in Ländern mit noch deutlich erweiterter Maskenpflicht und stärkeren Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen dennoch eine Übersterblichkeit festzustellen ist.

Die Feigheit und der Größenwahn der staatlich finanzierten Virologen trägt maßgeblich dazu bei, dass vor Gericht Klagen gegen die Maskenpflicht mehrheitlich scheitern und dass Ärzte wegen des Ausstellens von Attesten teilweise sogar juristisch verfolgt werden bzw. diese Atteste nicht anerkannt werden, wenn die Ursachen der Erkrankung und die exakten Folgen eines Maskentragens für den „Verweigerer“ nicht im Detail benannt sind. Die ärztliche Schweigepflicht und die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Attest-Träger wurden damit in Bezug auf Covid-19 faktisch abgeschafft, wie ein aktuelles Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster belegt. Schüler wurden durch dieses Urteil nun dazu verpflichtet, trotz eines ärztlichen Attests auf dem Schulgelände einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Ob sie in dieser Situation noch dazu in der Lage sein werden, regelmäßig die Schule zu besuchen, bleibt fraglich.

https://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/ovg_nrw/j2020/13_B_1368_20_Beschluss_20200924.html

24.09.2020 Oberverwaltungsgericht NRW 13. Senat

Tenor:

Die Beschwerde der Antragsteller gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Münster vom 24. August 2020 wird zurückgewiesen.

Die Antragsteller tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Beschwerdeverfahren auf 10.000 Euro festgesetzt…

a. Nach § 1 Abs. 4 CoronaBetrVO kann die Schulleiterin oder der Schulleiter aus medizinischen Gründen von der Maskenpflicht des Absatzes 3 Satz 1 befreien. Die Gründe sind nach Satz 2 Halbsatz 1 der Regelung auf Verlangen nachzuweisen. Um der Schule eine sachgerechte Entscheidung über die Befreiung von der sog. Maskenpflicht aus medizinischen Gründen zu ermöglichen, bedarf es für diesen Nachweis grundsätzlich der Vorlage eines aktuellen ärztlichen Attests, das gewissen Mindestanforderungen genügen muss. Aus dem Attest muss sich regelmäßig jedenfalls nachvollziehbar ergeben, welche konkret zu benennenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf Grund der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule alsbald zu erwarten sind und woraus diese im Einzelnen resultieren. Soweit relevante Vorerkrankungen vorliegen, sind diese konkret zu bezeichnen. Darüber hinaus muss im Regelfall erkennbar werden, auf welcher Grundlage der attestierende Arzt zu seiner Einschätzung gelangt ist.

Dabei ist entgegen der Ansicht der Antragsteller die rechtliche Situation nicht vergleichbar mit der Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gegenüber einem Arbeitgeber. Vorliegend ist Ziel der Antragsteller, mithilfe der ärztlichen Bescheinigungen einen rechtlichen Vorteil zu erwirken, nämlich die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung. In derartigen Konstellationen muss die Verwaltung – hier die Schulleitung – bzw. das Gericht, wie auch in anderen Rechtsgebieten, aufgrund konkreter und nachvollziehbarer Angaben in den ärztlichen Bescheinigungen in die Lage versetzt werden, das Vorliegen der jeweiligen Tatbestandsvoraussetzungen selbständig zu prüfen…

Insoweit dürften auch, anders als die Antragsteller meinen, der Benennung konkreter medizinischer Gründe in einer entsprechenden Bescheinigung keine datenschutzrechtlichen Aspekte entgegenstehen. Konkrete Anhaltspunkte, die einen nicht datenschutzkonformen Umgang mit ihren Daten befürchten lassen, haben die Antragsteller im Übrigen nicht vorgetragen…

Es gibt viele Betroffene, die über die genauen Ursachen ihrer Probleme weder reden können noch wollen. Unsere „Staatsdiener“ haben nicht das Recht dazu, alle unsere dunklen Geheimnisse zu erfahren. Niemand muss sich nackt machen vor dieser Obrigkeit, niemand muss sein Innerstes nach außen kehren, seine Alpträume offenbaren. Was derzeit unter dem Vorwand eines Gesundheitsnotstandes verlangt wird, ist eine eklatante Verletzung der Menschenwürde.

Die Befreiung von der Maskenpflicht wird mit allen denkbaren Mitteln staatlich verhindert.

Zum einen ist es schwer, überhaupt an ein Attest zu kommen, wenn man nicht bereits vor Einführung der Maskenpflicht in ärztlicher Behandlung gewesen ist, zum anderen droht den Ärzten Strafverfolgung und der Entzug ihrer Zulassung, wenn sie neuen Patienten gleich ein Attest ausstellen. Wenn psychische Probleme das Tragen einer Maske unmöglich machen kommt zudem hinzu, dass die Betroffenen erst einmal einen Psychiater finden müssten, der in absehbarer Zeit einen Termin frei hat und diese Patienten dann auch noch ohne Maske in seine Praxis lässt.

Doch selbst mit Attest ist ein Schutz vor Diskriminierung weder gewollt noch gegeben.

Es gibt sogar Geschäfte, die bereits auf ihrer Homepage verkünden, dass sie Kunden trotz Attest den Zugang zu ihrer Filiale verwehren wie beispielsweise bei Conrad Electronic in Dortmund.  

https://www.conrad.de/de/filialen/dortmund.html

Dortmund Conrad Electronic Stores GmbH & Co. KG

… Die Gesundheit unserer Kund*innen und Mitarbeiter*innen hat für uns stets oberste Priorität. Deswegen können wir Kund*innen ohne Mund- und Nasenschutz keinen normalen Zugang zur Filiale gewähren. Sollten Sie aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, bieten wir Ihnen deshalb gerne eine Beratung am Eingang unter Einhaltung des Mindestabstands an…

Auf der Internetseite von Aldi-Nord wird das Maskentragen bereits als neue Normalität definiert, ohne dass Anführungsstriche gesetzt werden.  

https://www.aldi-nord.de/unternehmen/presse/sonderseite-corona-krise.html

… Wir gehen davon aus, dass die Nutzung von Mundschutz oder Alltagsmasken in den kommenden Monaten weiterhin zur neuen Normalität zählen wird, wo viele Menschen aufeinander treffen…

Auf der Seite bussgeldkatalog.org wird die Frage geklärt, ob Ladenbesitzer das Zeigen eines Attests verlangen dürfen. Die juristisch begründete Antwort ist bezeichnend.

https://www.bussgeldkatalog.org/news/befreiung-von-der-maskenpflicht-wem-muessen-sie-ihr-attest-zeigen-3024038/

… In Supermärkten und anderen Geschäften hat der Ladenbesitzer bzw. die Ladenbesitzerin das Hausrecht inne. Grundsätzlich kann er oder sie bestimmen, wer den Laden betreten darf. Aktuell machen viele Menschen, die keine Maske tragen können bzw. müssen, die Erfahrung, dass ihnen trotz Befreiung von der Maskenpflicht der Zutritt zu Läden verweigert wird.

Sind Sie von der Maskenpflicht befreit und können dies auch durch ein Attest belegen, müssen Sie diesen Nachweis Ladenbesitzern nicht vorlegen. Er kann im Einzelfall aber hilfreich sein, um Zutritt zu einem Geschäft zu erlangen.

Menschen, die aufgrund einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, sind durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschützt. Dieses verbietet Ladenbesitzern, ihr Hausrecht in einer Weise auszuüben, durch die Kunden und Kundinnen mit Behinderung diskriminiert werden. Auf das AGG kann sich allerdings nicht jede Person berufen, die von der Maskenpflicht entbunden ist, sondern nur Menschen mit anerkannten Behinderungen

Eine traumatisierte Person ohne anerkannte Behinderung darf folglich diskriminiert werden.

https://www.gesetze-im-internet.de/agg/__2.html

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
§ 1 Ziel des Gesetzes

Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

§ 2 Anwendungsbereich

Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:

… den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum.

Doch selbst Menschen mit Maskenbefreiung wegen einer anerkannten Behinderung nutzt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz meist wenig. Wer nicht die finanziellen Mittel , die Zeit und die Kraft für das Klagen vor Gericht aufbringen kann – und das gilt für die meisten hier Betroffenen – der hat in unserem „Rechtsstaat“  keinerlei Möglichkeit, sein Recht auch durchzusetzen. Der oberste Richter unseres Landes sieht dies erwartungsgemäß völlig anders.

https://www.rnd.de/politik/verfassungsgerichts-prasident-harbarth-corona-zeigt-dass-der-rechtsstaat-funktioniert-U4AX4JERMNEK7O6B2MLF5DUWXE.html

Daniela Vates, Steven Geyer

10.10.2020, 5:00 Uhr

Als Stephan Harbarth (48) vor zwei Jahren als Richter an Deutschlands höchstes Gericht berufen wurde, war er gerade Fraktionsvize der CDU/CSU im Bundestag und im Hauptberuf erfolgreicher Rechtsanwalt…  

(Verfassungsgerichtspräsident Harbarth: )Anders als ein Politiker entscheidet ein Verfassungsrichter nicht danach, was er politisch für richtig hält, sondern nach den Maßstäben des Grundgesetzes…Dabei verdeutlicht doch gerade die Corona-Zeit, dass der Rechtsstaat funktioniert. Wer die Maßnahmen ablehnt, kann dagegen demonstrieren. Demonstrationen wurden vielfach gerade von Gerichten ermöglicht. Jeder kann seine abweichende Meinung äußern. Wer seine Grundrechte verletzt sieht, kann vor Gericht ziehen

Die bürgerlichen Freiheiten bestehen fort. Aber wenn verschiedene Grundrechte kollidieren, zum Beispiel das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und die Versammlungsfreiheit, müssen sie miteinander in Einklang gebracht werden. Dabei kann jeder die Gerichte anrufen und staatliche Entscheidungen überprüfen lassen. Der Rechtsstaat ist gerade in dieser Zeit bemerkenswert funktionstüchtig und arbeitet in einer beachtlichen Geschwindigkeit. Unzählige gerichtliche Eilentscheidungen sind ergangen, oft auch am Wochenende…

Nicht jeder kann Gerichte anrufen, sondern nur derjenige, dem die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stehen. Das finanzielle Risiko ist enorm und muss vom Kläger meist privat getragen werden. Wer eine abweichende Meinung zu Corona-Maßnahmen äußert, der wird in diesem Land diffamiert und riskiert seine berufliche Existenz. Auch das Demonstrieren wird „Corona-Gegnern“ so schwer wie möglich gemacht, die Polizei lässt Versammlungen gezielt eskalieren und greift friedliche Demonstranten an. In Berlin wurden am 11. Oktober 2020 sogar Demonstranten mit Befreiung von der Maskenpflicht zwecks Feststellung der Rechtmäßigkeit ihrer Atteste gewaltsam auf das Polizeirevier verschleppt. Der Journalist Boris Reitschuster war selbst vor Ort, auf seinem Blog findet man einen beklemmenden Bericht zu den offensichtlich politisch gewollten Polizeiübergriffen.

Zitat aus dem Blog-Beitrag von Boris Reitschuster:

Mit brutaler Gewalt ist die Polizei am Sonntag gegen eine „Querdenken“-Demonstration in Berlin vorgegangen… Unter anderem wurde ein Behinderter im Rollstuhl abgeführt, weil er kein Attest bei sich trug – wobei der geltend machte, dass er dies als Schwerbehinderter nicht müsse. Reihenweise wurden Menschen mit ärztlichem Masken-Befreiungsattest abgeführt… Insbesondere die wahllose Festnahme von Menschen, die aufgrund eines Attests von der Maskenpflicht befreit seien, verstoße gegen das Gesetz und sei Willkür… Im Falle des festgenommenen Rollstuhlfahrers habe ihm ein Beamter gesagt, man wisse ja nicht, ob er tatsächlich behindert sei oder sich nur in einen Rollstuhl gesetzt habe…Eine Frau mit Epilepsie wurde von der Polizei festgenommen, unter dem Generalverdacht der Urkundenfälschung. Unter Tränen erklärte ihr Lebensgefährte, er mache sich größte Sorgen, dass sie durch den Stress einen Anfall erleiden könne in Polizeigewahrsam. Er beteuerte, ihr Masken-Attest sei echt. Wie er später mitteilte, wurde es von der Polizei konfisziert. Auch ich wurde mehrfach in der Berichterstattung behindert und unter anderem von einem Polizisten getreten sowie mehrfach weggeschubst...

Welche Einstellung zu den Corona-Maßnahmen ist von einem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts schon zu erwarten, wenn dieser seinen Aufstieg politischen Seilschaften zu verdanken hat? Den Boden des Grundgesetzes haben sowohl die Politiker in Regierungsverantwortung als auch die Gerichte bei zahlreichen ihrer aktuellen Entscheidungen längst verlassen.

Die Maskierten

Das Ringen nach Luft,

unüberwindbar die Kluft

zwischen Tod und Leben,

sich nicht der Gewalt ergeben!

Wer in Panik gerät

und nicht kämpft, für den ist es zu spät.

Die Sekunden zerrinnen,

noch kannst du gewinnen.

Deine Augen stehen offen

doch ist alles schwarz, kein Licht,

zuletzt bleibt das Hoffen,

wenn dein Bewusstsein zerbricht.

Raus, raus, du musst da raus,

sonst ist es aus,

für immer verloren,

wir werden nicht geboren

um uns töten zu lassen

von denen, die unser Wesen hassen.   

Sie sind gesichtslos – maskiert,

sagen: wer Gefühle zeigt, verliert

sein Leben, seine Freiheit, seine Identität.

Wehe dem, der Zweifel sät

an den Gesetzen der Macht,

die uns überwacht.

Das freie Atmen verboten,

 wer zählt diese Toten?

Erstickt und vernichtet,

ohne Verfahren hingerichtet

von denen, die uns beschützen sollen,

doch handeln, wie die Maskierten es wollen.

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