Messerverbotszonen – eine Realsatire, die Zukunft Deutschlands?

Entwurf für eine Handreichung der Polizei an die deutschen Bürger im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung zum Inkrafttreten des Böse-Messer-Gesetzes. 

Informationsbroschüre zur Einrichtung von Messerverbotszonen in deutschen Städten   

Das Tragen von (Küchen-)Messern ab einer Klingenlänge von mehr als sechs Zentimetern ist in der Öffentlichkeit an den im Messerreinhaltungsplan markierten Orten untersagt. Bei Zuwiderhandlungen droht eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro oder eine Gefängnisstrafe. Jeder Bürger ist dazu verpflichtet, sich über Umfang und Änderungen der aktuellen Verbotszonen regelmäßig zu informieren. Die Verbotskarten sind auf der Internetpräsenz jeder Polizeidienststelle einzusehen.

 

Sicherer ohne Messer: Beachte die Verbotszonen im öffentlichen Raum!

 

Achtung: Kein Schneiden von Obst und Gemüse auf öffentlichen Plätzen!  

 

Auch Küchenmesser dürfen nicht mehr in Einkaufszentren erworben und nach Hause transportiert werden, sondern müssen nach der Bezahlung durch einen hierfür zugelassenen Transportdienst zugeschickt werden. Für die Mitarbeiter der anerkannten Messer-Versanddienste ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis einzufordern.

Sicher ohne Messer!

Bedenke stets: jede Verteidigung mit einem Messer gilt als versuchter oder vollendeter Totschlag oder als Mord, wenn ein bedingter Vorsatz aufgrund von wiederholtem Messer-Mitführen anzunehmen ist.

Zu beachten ist: nach der aktuellen Rechtsprechung wird das Mitführen des Messers bei einem Angreifer nur dann als strafbar eingeordnet, wenn ein Verbotsirrtum auszuschließen ist. Dieser Ausschluss kann immer dann nicht sicher vorausgesetzt werden, wenn der Täter der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig ist. Zudem kann ein Messerangriff als Notwehr bewertet werden, wenn der Angreifer sich durch das Zeigen eines eigenen verbotswidrig mitgeführten Messers des Opfers provoziert fühlte und wenn das Tragen von Messern im Kulturkreis des Täters als Männlichkeitssymbol angesehen wird.

Um Messerattacken sicher zu überstehen, rät die Polizei zum Einsatz des im Folgenden kurz skizzierten Stop-look-run-Konzepts, das drei Elementarschritte beinhaltet:

Schritt 1: Rufe um Aufmerksamkeit zu erzeugen so laut du kannst „Messer“ und ziehe gleichzeitig das in jeder Polizeidienststelle für einen Unkostenbeitrag von 10 Euro erhältliche Stopp-Schild „Messer verboten!“ aus der Tasche.

Achte darauf, vorher den Aufkleber in der Sprache des Angreifers aufzustecken, da ansonsten der Verbotsirrtum greift. Zur Auswahl stehen Schnellsteckaufkleber in den fünf in Deutschland am häufigsten gesprochenen Sprachen Deutsch, Türkisch, Arabisch, Russisch und Polnisch sowie auf  Englisch. Solltest du dir bei deiner sprachlichen Einordnung unsicher sein, so verwende den englischsprachigen Aufkleber.

Schritt 2: Schau deinem Angreifer ruhig und entschlossen in die Augen und führe mit dem Schild in der rechten Hand eine Stopp-Geste aus.

Schritt 3: Sollte sich der Angreifer mit seinem Messer auf mehr als eine Armlänge nähern, so drehe ihm den Rücken zu, ohne ihn aus den Augen zu verlieren und entferne dich mit größtmöglicher Geschwindigkeit vom Tatort.

Wirst du Zeuge einer Messerattacke, so gehe nach dem  Film-phone-stay-Prinzip vor:

Schritt 1: Zeichne das Geschehen zur Beweissicherung mit deinem Handy auf.

Schritt 2: Verhalte dich ruhig und rufe die Polizei zur Hilfe.

Schritt 3: Nähere dich dem Tatort erst dann, wenn die eingesetzten Beamten dich hierzu auffordern.

Ein Messer ist keine Lösung! Gehe – auch in deinem eigenen vier Wänden – mit gutem Beispiel voran!

 

 

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