Willkommen liebe Feinde, alles ist gut!

Der Islamische Staat hatte es angekündigt: sie würden Kämpfer mit dem Flüchtlingsstrom nach Europa schicken. Diese würden auch Anschläge in Deutschland begehen, und sie forderten jeden Moslem auf, die „Ungläubigen“ zu töten, wie und wo auch immer.

 

http://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-mosaik/audio-schauspielhaus-bochum-biedermann-und-die-brandstifter-100.html

Hasko Weber inszeniert „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. Die Parabel aus den 1950er Jahren erzählt, wie wenig Kriminelle lügen müssen, um unter den Augen braver Bürger ihrer Terror-Tätigkeit nachzugehen…

 

https://www.waz.de/staedte/bochum/max-frischs-biedermann-bleibt-stur-bis-zum-inferno-id209360483.html

Sven Westernströer

22.01.2017

BOCHUM.   Regisseur Hasko Weber dreht „Biedermann und die Brandstifter“ im Schauspielhaus zur Boulevardkomödie – und wählt dabei einen recht bequemen Weg…

Heute könnte man das Stück brandaktuell als Kommentar auf die politische Lage in den USA und der Türkei zeigen, doch eine eilige Aktualisierung ist Webers Sache nicht. Lieber kitzelt er aus der Groteske die Leichtigkeit heraus und dreht Frischs vielschichtiges „Lehrstück ohne Lehre“ zur handfesten Boulevardkomödie…. 

Unter seinem Dach nisten Zündler, doch Gottlieb Biedermann ist eben genau ein solcher. Aus Angst vor Konflikten paktiert er lieber mit den Strolchen, statt sie in hohem Bogen aus dem Haus zu werfen…

Auch plötzlich auftauchende Benzinfässer samt Lunte hindern ihn nicht daran, in seinen Untermietern nur das Edle und das Gute zu vermuten und umfassende Mitmenschlichkeit zu beschwören. Da kann der Chor (Luana Velis, Daniel Stock und Klaus Weiss) mahnen und warnen: Biedermann bleibt stur bis zum Inferno…

 

Ich habe die Inszenierung des Regisseurs Hasko Weber gesehen und kann die Eindrücke des WAZ-Autors nicht teilen. Das Stück hat ganz und gar nichts von einer Komödie, sondern erhält eher ungewollt eine traurige Aktualität. Nur passt diese weder zur politischen Lage in den USA noch der Türkei, sondern eher zur aktuellen Bedrohungslage in Deutschland und allgemein in Europa.

 

aus Max Frisch: „Biedermann und die Brandstifter“

„(S. 13-14) S C H M I T Z :   … Kein Aber, Herr Biedermann, kein Aber!

Wo führt das noch hin, wenn keiner mehr dem andern glaubt? Ich sag immer: Wo führt das noch hin, Kinder! jeder hält den andern für einen Brandstifter, nichts als Mißtrauen in der Welt… Sie sind der erste Mensch in dieser Stadt, der unsereinen nicht einfach wie einen Brandstifter behandelt – …

S C H M I T Z:           Oder hab ich nicht recht?…

Die meisten Leute heutzutage glauben nicht an Gott, sondern an die Feuerwehr.

BIEDERMANN:       Was wollen Sie damit sagen?

S C H M I T Z:           Die Wahrheit…

(S. 17) S C H M I T Z:           Menschlichkeit.

… Ich meine nur so: Daß Sie mich nicht einfach am Kragen packen, Herr Biedermann, um unsereinen einfach auf die Straße zu werfen – hinaus in den Regen! – sehen Sie, das ist’s, Herr Biedermann, was wir brauchen: Menschlichkeit…

BIEDERMANN:       Sie müssen jetzt nicht denken, Herr Schmitz, daß ich ein Unmensch sei –

S C H M I T Z :          Herr Biedermann!

BIEDERMANN:       Frau Knechtling nämlich behauptet das!

S C H M I T Z:           Wenn Sie ein Unmensch wären, Herr Biedermann, dann würden Sie mir heute nacht kein Obdach geben, das ist mal klar…

(S. 18) … BIEDERMANN:       Sie versprechen es mir aber: Sie sind aber wirklich kein Brandstifter?

Schmitz muß lachen…

(S. 20) Szene 2 … BIEDERMANN:  zum letzten Mal: Er ist kein Brandstifter.

S T I M M E:   Woher weißt du das?

BIEDERMANN:   Ich habe ihn ja selbst gefragt… Und überhaupt: Kann man eigentlich nichts anderes mehr denken in dieser Welt? Das ist ja zum Verrücktwerden, ihr mit euren Brandstiftern die ganze Zeit -…“

 

Wie reagieren die Bundesregierung und deutsche Sicherheitsbehörden auf die Terror-Ankündigungen des Islamischen Staates?

Sie lassen nach wie vor jeden, der „Asyl“ schreit, ins Land, unabhängig davon, ob dieser sich ausweisen kann oder nicht. Sie heißen alle Zuwanderer willkommen, auch diejenigen, die in den Flüchtlingsunterkünften Krawall machen, andere bedrohen oder sogar verletzten, Frauen beleidigen und erniedrigen und dabei dreist Forderungen stellen wie Eroberer. Gerade diejenigen, die keinen Asylgrund haben, aber schamlos unsere Menschlichkeit einfordern und uns ein schlechtes Gewissen einzureden versuchen, werden hofiert und man meint, sie uns gegenüber positiv stimmen zu müssen, in dem ihren Forderungen nachgegeben wird. Aus humanitären Gründen werden abgelehnte Asylbewerber, auch wenn sie unsere Sicherheit oder sogar unser Leben bedrohen, nicht abgeschoben. Die körperliche Unversehrtheit der „Brandstifter“ steht über dem Recht auf Leben der eigenen Bevölkerung.

Ist die Ursache etwa, wie im Drama „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch festgestellt, die kultivierte Gutmütigkeit in Verbindung mit der Angst wegen der ignorierten Vorahnungen, die es verhindert, dass das Unheil abgewendet werden kann?

Wie bei Biedermann wird „Menschlichkeit“ dort an den Tag gelegt, wo das eigene eingeredete oder mit Berechtigung vorhandene schlechte Gewissen beruhigt werden soll. Es wird eine „Nächstenliebe“ an den Tag gelegt, die gegenüber den eigenen Mitarbeitern oder den eigenen Armen in der Bevölkerung nicht praktiziert wird. Wie im Drama von Max Frisch machen sich die deutschen Gutmenschen unfreiwillig zu den Komplizen der „Gefährder“. In der gut bürgerlichen Gesellschaft ist definitiv die Wahrheit die beste Tarnung, da offen ausgesprochene böse Absichten gerne zum Scherz umdefiniert werden. Es ist die Verlogenheit einer politisch korrekt verbogenen Gesellschaft gegenüber sich selbst und der Realität, die das Unaussprechliche tatenlos geschehen lässt.

Die „Brandstifter“ werden aufgenommen, die Sicherheitsbehörden  begleiten sie, wie im Fall Anis Amri, ignorieren immer deutlicher werdende Ankündigungen und bewerteten selbst vollkommen eindeutig formulierte Absichten entgegen jeglicher Vernunft als harmlos. Die Strategie der erzwungenen Scheinharmonie hat noch nie funktioniert. Der natürliche Instinkt für Gefahren wird zerstört, wenn wir uns einreden lassen, dass ein bisschen Vertrauen doch notwendig sei, und dass man auch in Zeiten der permanenten Gefährdung nicht jeden, der sich danach verhält, gleich als potentiellen „Brandstifter“ verdächtigen sollte. Wer schaut sich heutzutage im Theater eine Aufführung vom „Biedermann und die Brandstifter“ an? Mehrheitlich ist es das Bildungsbürgertum, darunter die Entscheidungsträger im Bildungsbereich und auch in der Politik, diejenigen, die gesellschaftlich gesehen und wahrgenommen werden wollen. Wie viele dieser Zuschauer verstehen die Warnungen, die oft als versteckte Botschaft bei diesen Aufführungen vermittelt werden sollen? Die meisten hätten wie Biedermann gehandelt und wären dem unter ihren eigenen Augen vorbereiteten und ihnen durch die Brandstifter indirekt angekündigten Tod nicht entgangen. Das ist ein zeitloses Phänomen. Aber die Botschaft dieser Inszenierung, wenn es denn wirklich eine gegeben haben sollte, bestünde wohl eher in einer Warnung vor der wachsenden Gefahr von „Rechts“.  Diese soll nach offiziellen Einschätzungen angeblich besonders von frustrierten Maulhelden wie beispielsweise denen der Internet- Terrorvereinigung OSS („Oldschool Society“) ausgehen, deren mehrheitlich alkoholkranke „Führungsmitglieder“ kürzlich für ihre Gedankenverbrechen zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteil wurden. Solche Urteile gibt es nur in Deutschland oder in einer Diktatur: „Präventionsurteile“ zur Verhinderung von potentiellen Anschlägen fantasierender rechter „Brandstiftern“ gegen Flüchtlingsunterkünfte.

Was wird aus einem Volk, das seinen Selbsterhaltungstrieb verliert und es sich und seine Werte verhöhnen lässt? Wenn unsere eigene Justiz es gleichzeitig zulässt, dass Deutsche von Migranten straflos als „Köter-Rasse“ beschimpft werden dürfen, dann machen wir uns zum Gespött  unserer Feinde. Es ist nachvollziehbar, dass Erdogan den Deutschen keinerlei Respekt mehr entgegenbringt, wenn diese ihre Identität als aufgelöst erklären, als eins geworden mit den mehr oder weniger lang in Deutschland lebenden geschenkten Menschen. Der Hetzer aus dem Türkischen Elternbund Hamburgs jedenfalls scheint es genau zu wissen, wen er mit dem Volk der Deutschen meint, deren Lebensraum Gott seinem Wunsch nach zerstören möge. Soll etwa Allah im Gewande des IS diese Aufgabe übernehmen oder stattdessen alle durch den IS zum Mord an den Deutschen aufgerufenen hier lebenden Muslime?  „Volksverhetzung“ gegenüber  Flüchtlingen oder Migranten zählt hingegen in Deutschland, dem Land der „Köterrasse“,  zu den am härtesten bestraften „Meinungsverbrechen“, wobei jeder auch noch so andeutungsweise geäußerte „Generalverdacht“ bereits in diese Kategorie einsortiert wird.

 

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article162442610/Deutsche-duerfen-ungestraft-Koeterrasse-genannt-werden.html

Veröffentlicht am 28.02.2017 

Deutsche können in ihrer Gesamtheit, als Kollektiv also, nicht beleidigt werden. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein entsprechendes Verfahren gegen den türkischen Elternrat eingestellt, wie nun bekannt wurde.

Das ehemalige Vorstandsmitglied des Türkischen Elternbunds Hamburg, Malik Karabulut, hatte die Deutschen pauschal in einem Facebook-Beitrag nach der Resolution des Deutschen Bundestagsim vergangenen Sommer zum Völkermord an den Armeniern auf türkisch als „Hundeclan“ beschimpft – andere Übersetzungen sprechen von „Köterrasse“.

Karabulut führte weiter aus: „Von ihren Händen fließt immer noch jüdisches Blut. Es hat bislang weltweit kaum ein zweites Volk gegeben, welches Menschen derart verachtet, massakriert und erniedrigt hat. Ihr nennt uns Bösewichte und wir schweigen.“ Und weiter: „Erhofft sich Türkei noch immer etwas Gutes von diesem Hundeclan? Erwarte nichts Türkei, übe Macht aus! Sie haben nur Schweinereien im Sinn. Möge Gott ihren Lebensraum zerstören.“ Später entschuldigte sich Karabulut für seine Wortwahl.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft sieht jedoch weder in einzelnen noch in sämtlichen Aussagen nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Die Begründung: „Es muss sich um eine Gruppe handeln, die sich durch irgendein festes äußeres oder inneres Unterscheidungsmerkmal als äußerlich erkennbare Einheit heraushebt.“ Für die Bezeichnung „Deutsche“ treffe das nicht zu, da diese sich nicht „als unterscheidbarer Teil der Gesamtheit der Bevölkerung abgrenzen lässt“. Und weiter: „Bei allen Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft handelt es sich um die Bevölkerungsmehrheit und daher nicht um einen Teil der Bevölkerung“. Weil es sich also nicht „um einen verhältnismäßig kleinen, hinsichtlich der Individualität seiner Mitglieder fassbaren Kreis von Menschen handelt“, könne das Kollektiv der Deutschen nicht beleidigt werden, heißt es in den Ausführungen der Staatsanwaltschaft, die der „Welt“ vorliegen. Somit bleibt die Aussage straffrei und ist weiter erlaubt…

 

In diesem Zusammenhang wundert es auch nicht, dass die Terroropfer der „Köterrasse“ nicht betrauert werden dürfen. Die meisten Toten und Verletzten des Berliner Terroranschlags bleiben unbekannt, eine öffentliche Anteilnahme an ihrem Schicksal und ein Aufruf zur Unterstützung der Angehörigen hat es nur in Einzelfällen gegeben.

Was sind das für Politiker, die sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln für einen in der Türkei inhaftierten kriminellen Journalisten mit deutscher und türkischer Staatsbürgerschaft einsetzen, der sich dadurch einen zweifelhaften Namen gemacht hat, dass er das zukünftige „Aussterben“ der Deutschen bejubelt hat?

 

http://www.taz.de/!5114887/

KOLUMNE VON

DENIZ YÜCEL

Kolumnist (ehem.)

Von Juli 2007 bis April 2015 bei der taz. Autor und Besonderer Redakteur für Aufgaben (Sonderprojekte, Seite Eins u.a.). Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik 2011. „Journalist des Jahres“ (Sonderpreis) 2014 mit „Hate Poetry“. Autor des Buches „Taksim ist überall“ (Edition Nautilus, 2014). Wechselte danach zur Tageszeitung Die Welt.

 

http://www.taz.de/!5114887/

4. 8. 2011

Kolumne Geburtenschwund

BERLIN taz | Endlich! Super! Wunderbar! Was im vergangenen Jahr noch als Gerücht die Runde machte, ist nun wissenschaftlich (so mit Zahlen und Daten) und amtlich (so mit Stempel und Siegel) erwiesen: Deutschland schafft sich ab!

Nur 16,5 Prozent der 81 Millionen Deutschen, so hat das Statistische Bundesamt ermittelt, sind unter 18 Jahre alt, nirgends in Europa ist der Anteil der Minderjährigen derart niedrig..

Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und, wie Wolfgang Pohrt einmal schrieb, den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt; eine Nation, die Dutzende Ausdrücke für das Wort „meckern“ kennt, für alles Erotische sich aber anderer Leute Wörter borgen muss, weil die eigene Sprache nur verklemmtes, grobes oder klinisches Vokabular zu bieten hat, diese freudlose Nation also kann gerne dahinscheiden.

Apropos Sprache: Die Liste jener deutschen Wörter, die sich nicht oder nur mit erheblichem Bedeutungsverlust in andere Sprachen übersetzen lassen, illustriert, was der Welt mit dem Ableben der Deutschen verlustig ginge: Blitzkrieg, Ding an sich, Feierabend, Gemütlichkeit, Gummibärchen, Hausmeister, Heimweh, Kindergarten, Kitsch, Kulturkampf, Lebensabschnittsgefährte, Nachhaltigkeit, Nestbeschmutzer, Ordnungsamt, Querdenker, Realpolitik, Schlager, Spaßvogel, Tiefsinn, Torschlusspanik, Vergangenheitsbewältigung, Volksgemeinschaft, Weltanschauung, Wirtschaftswunder, Zwieback.

Welcher Mensch von Vernunft, Stil und Humor wäre betrübt, wenn diese Wörter und mit ihnen die ihnen zugrunde liegenden Geisteshaltungen verschwinden? Eben…

 

Genau genommen hat Erdogan hier ganz in unserem Sinne gehandelt, als er den Deutschen- Hasser Deniz Yücel als mutmaßlichen Spion und PKK-Unterstützer aus dem Verkehr gezogen hat. Alles wird gut…

 

https://www.welt.de/politik/ausland/article162516852/Zeitung-macht-Deniz-Yuecel-zum-PKK-Auftragsmoerder.html

Veröffentlicht am 02.03.2017 

… Das Blatt schreibt, das türkische Presseamt habe 54 Artikel Yücels seit dem Juni 2016 ausgewertet. Die Behörde sei zu dem Ergebnis gekommen, dass er „Propaganda“ für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK betreibe. Er sei zudem für die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen eingetreten, die Erdogan für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich macht. In seinen „Lügenberichten“ habe Yücel „seinen Hass gegen die Türkei erbrochen“.

„Star“ verwendet auf Seite 13 ein Foto, das nach Angaben der Zeitung einen Auftritt Yücels bei einer PKK-Veranstaltung in Deutschland zeigen soll. Dabei handelt es sich aber um eine Aufführung von „Hate Poetry“, auf der deutsche Journalisten mit Migrationshintergrund rassistische Hetzbriefe vorlesen, die sie erhalten.

Gegen Yücel wurde am Montag in Istanbul Untersuchungshaft verhängt. Ihm wird Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen…

 

Für Terrorpropaganda  und für allerdings ausschließlich rechtsextreme Volksverhetzung wird man in Deutschland auch jahrelang weggesperrt. Von Presse- und Meinungsfreiheit spricht dabei niemand mehr…

aus einer Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz von 2010

 

https://www.welt.de/politik/ausland/article163092757/Zustand-der-Einzelhaft-ist-fast-schon-Folter.html

23.03.2017

Seit knapp einem Monat sitzt der Türkei-Korrespondent der „Welt“, Deniz Yücel, in Einzelhaft…

Die Einzelhaft macht dem Journalisten sehr zu schaffen. Für ihn sei das eine quälende Situation, berichtete die Schwester. Bei ihrem Besuch habe Deniz Yücel gesagt, „dass der Zustand der Einzelhaft schon fast Folter ist“…

Fast eine Stunde habe sie mit ihrem Bruder sprechen können. Aber: „Wir durften uns nicht umarmen, hatten eine Glasscheibe zwischen uns und einen Telefonhörer, durch den wir gesprochen haben“, erzählt Ilkay Yücel…

Steinmeier: „Lasst Deniz Yücel endlich frei!“

Die Details der Haftbedingungen beschäftigen mittlerweile auch höchste Regierungsebenen. „Mit jedem Tag Haft von Deniz Yücel wird das Unrecht größer, seine Einzelhaft im Gefängnis ist völlig unangemessen“, sagte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) der „Welt“. „Wir werden nicht nachlassen, uns mit allem Nachdruck für seine Freilassung und bessere Haftbedingungen einzusetzen.“…

 

In deutschen Gefängnissen wird jeder politische Gefangene genauso wie in der Türkei der Folter Einzelhaft unterzogen, und darf ebenfalls nur durch eine Glasscheibe mit Verwandten sprechen. Aber Folter in deutschen Haftanstalten ist selbstverständlich niemals unangemessen, auch nicht, wenn sie über Jahre hinweg angeordnet wird. Wir leben schließlich in einem vorbildlichen Rechtsstaat…

 

Die Unbeirrbare

Der Weg durch den Wald, die Einsamkeit, die Stille,

das Gefühl der Angst, der Bedrohung,

eine innere Stimme, die  sagt: „Dreh dich um, renn um dein Leben!“

Sie hat davon gelesen, so oft, die Bedrohung kommen sehen,

im Fernsehen, bei anderen,

sie hat sich gefragt: „Warum dreht die Person sich nicht um, jetzt,

bevor es zu spät ist, warum ahnt sie nichts?“

Ein Nein zu Paranoia und Misstrauen, zur Spaltung der Gesellschaft!  

Wir müssen wieder lernen zu Vertrauen, in Zeiten der Unruhe,

nicht hinter jedem Baum den Mörder wittern,

wir sind ein sicheres Land!

Die Unruhe bleibt, doch die Standhaftigkeit siegt.

Sie schaut nach vorne, geht ihren Weg,

unbeirrt, im Glauben an das Gute.

Sie spürt den Windzug, denkt „alles wird gut“,

bis sich die Hände um ihren Hals legen,

das Bewusstsein schwindet, und die Kälte siegt.

Und alles wurde gut…

Gut für wen?

 

Der IS setzt im Nahen Osten die Waffe der Vergewaltigung bereits seit ein paar Jahren systematisch ein. Wann werden die IS-Sympathisanten diese „Terror-Variante“ für Deutschland entdecken? Allzu lange hat es schließlich nicht gedauert, bis sie bemerkt haben, dass der Bombenbau viel zu aufwendig und entdeckungsgefährdet ist. Ich habe mich schon seit Jahren gefragt, warum sie nicht einfach mit einem Auto in eine Menschenmenge fahren oder ein Messer verwenden, wenn sie im Nahkampf geschult sind. Diese Art von Anschlägen funktioniert ganz ohne Planung, kann genauso viele Menschen töten  und ist nicht vorhersehbar und damit kaum zu verhindern.

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/terrormiliz-islamischer-staat-grausame-regeln-fuer-den-krieg-gegen-die-frauen-1.2271533

  1. Dezember 2014

Von Ronen Steinke

Vergewaltigung wird systematisch als Waffe eingesetzt, auf allen Kontinenten und in allen Konflikten – als Machtmittel und mit dem Willen, politische Gegner oder ganze ethnische Gruppen zu demütigen. Die Kämpfer des Islamischen Staats (IS) sollen beim Vergewaltigen ein ruhiges Gewissen haben: Dies zu erreichen, bemüht sich derzeit die Führungsspitze der Terrormiliz, wie ein Dokument zeigt, das seit kurzem als Flugschrift in Syrien und dem Irak zirkuliert. „Fragen und Antworten zum Umgang mit Gefangenen und Sklaven“ heißt das Pamphlet. Es wurde jetzt auch übeTwitter verbreitet, von einem dem IS nahestehenden Account aus…

 

Das Phänomen der sexuellen Übergriffe durch Flüchtlinge aus frauenfeindlichen Motiven ist seit der Silvesternacht 2015/2016 in Köln nicht mehr gänzlich weg zu diskutieren. Doch was sind die Folgen? Die Schuldigen wurden nicht bei den Tätern, sondern bei der Polizei gesucht. Kaum ein identifizierter Angreifer der Silvesternacht ist tatsächlich verurteilt worden, und wenn dann meist zur Bewährung. Die bloße Teilnahme an Massenübergriffen auf Frauen scheint in Deutschland nicht strafbar zu sein. Die Täter machen sich lustig über unsere Justiz, die die Opfer verhöhnt. Ist ja bloß die Köterrasse, und die beteiligten Flüchtlinge werden weiter bei uns durchgefüttert. Eine Rückführung würde schließlich gegen unsere Grundprinzipien der Humanität verstoßen, und die gelten immer nur für die anderen.

Auch von den chinesischen Opfern oder dem Tatmotiv der beiden Sexualdelikte, die im Herbst 2016  in Bochum durch einen irakischen Flüchtling begangen wurden, hört man nichts mehr. In China wurden Reisewarnungen ausgegeben, so dass auch bei uns berichtet werden musste, so kurz und so knapp wie eben möglich.

 

http://www.stern.de/panorama/stern-crime/bochum–31-jaehriger-soll-fuer-zwei-sexualdelikte-verantwortlich-sein-7228102.html

  1. Dezember 201617:49 Uhr

Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann berichtet: Der Mann stammt aus dem Irak. Im Dezember 2015 kommt er als Asylbewerber mit seiner Familie nach Deutschland. Seine Familie, das sind seine Frau und zwei Kinder. Festgenommen wird der 31-Jährige in einer Flüchtlingsunterkunft etwa anderthalb Kilometer von den beiden Tatorten entfernt. Der Festgenommene bestreite, es gewesen zu sein, sagt Bachmann…

Die beiden Opfer sind nach Worten Wefelscheidts „sehr gefasst“. „Die müssen das jetzt verarbeiten.“ Ob es für die Taten eine Rolle spielt, dass beide Opfer Chinesinnen waren, weiß die Polizei noch nicht. Dem mutmaßlichen Täter werfen die Ermittler unter anderem versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung, Vergewaltigung und Raub vor…

 

Fast vergessen ist mittlerweile auch der Fall der von einem afghanischen Flüchtling ermordeten Studentin Maria L. Der Mann hatte sich, wie viele der ohne Papiere eingereisten Asylsuchenden, für deutlich jünger ausgegeben, um in den Genuss einer Betreuung durch das Jugendamt zu gelangen. Die sympathische junge Frau war zum Opfer prädestiniert, „Willkommensmensch“ durch und durch, ohne den Hauch von Misstrauen gegenüber Menschen, die unsere Lebensweise ablehnen. Alle sind gut…

 

http://www.focus.de/panorama/welt/mordfall-maria-l-in-freiburg-gutachten-beweist-mordverdaechtiger-hussein-k-ist-doch-kein-jugendlicher_id_6686962.html

Mittwoch, 22.02.2017, 13:03

Hussein K. soll im Oktober 2016 die 19 Jahre alte Studentin Maria L. in Freiburg vergewaltigt und ermordet haben. Nach wochenlangen Ermittlungen war er Anfang Dezember festgenommen worden. Von ihm wurden DNA-Spuren am Tatort gefunden.

Den Ermittlern gegenüber gab Hussein K. an, 17 Jahre alt zu sein und aus Afghanistan zu stammen. Daran gab es von Anfang an Zweifel. Das Gutachten der Rechtsmediziner der Freiburger Universität lege nun nahe, „dass der Beschuldigte zur Tatzeit bereits Erwachsener (mindestens 22 Jahre) war“, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. „…

Da er 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen war, hatte der Fall eine große Debatte um die deutsche Flüchtlingspolitik ausgelöst. Auch, weil herauskam, dass Hussein K. wegen einer schweren Straftat an einer Frau in Griechenland 2013 bereits verurteilt wurde.

Er soll die Frau Medienberichten zufolge überfallen und eine Steilküste hinabgeworfen haben. Das Opfer überlebte schwer verletzt. Hussein K. war unter Auflagen entlassen worden und 2015 ohne Papiere als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland gekommen. Er beantragte Asyl und lebte in Freiburg bei einer Pflegefamilie.

 

Wie viele „Einzelfälle“ braucht es, um Intuition und Realitätssinn beim angepassten Bürgertum wieder zu erwecken?

Es muss darum gehen, unseren erklärten Feinden nicht mehr grenzenloses Vertrauen entgegenzubringen, in der Hoffnung, dass unsere „Freundschaft“ ihre Feindschaft bezwingen möge. Eine Gruppe, die sich ablehnend und bedrohlich verhält, wird nicht friedlich, wenn man sie in seine Arme zu schließen versucht. Diese Menschen verlieren nur jeglichen Respekt und fühlen sich zutiefst im Recht, solch eine ehrlose feige „Köterrasse“ weiter zu bekämpfen. Und wir werden auch nicht unseren „Freunden“ unter den Flüchtlingen gerecht, die vor unseren gemeinsamen Feinden geflohen sind und sich nun besorgt  fragen, in welchem „Rechtsstaat“ sie hier gelandet sind. Diese Zuwanderer sind schon mal verwundert über den alle Grenzen überschreitenden Umgangston gegenüber deutschen Patrioten, der in diesem Lande zunehmend salonfähig wird, und über die deutsche Variante der „Meinungsfreiheit“, die nur für die politisch korrekten Meinungen gilt. Sie werden in den Asylunterkünften nicht beschützt vor den Feinden von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie. In vielen Köpfen existiert noch das Bild von Deutschland als einem Land der Dichter und Denker, das stolz auf seine Wissenschaft, Wirtschaft und sein soziales Sicherungssystem sein kann.

Ein Land, in dem Nationalstolz verurteilt und Selbsthass zelebriert wird, kann keine anderen Kulturen integrieren. Wie soll sich ein Zuwanderer jemals mit Deutschland als seiner neuen Heimat identifizieren, wenn dies die Heimat eines Volkes ist, dessen „Elite“ entschieden hat, das eigene Volk ehrlos stellen zu lassen. Ehre wem Ehre gebührt!

 

Gibt es eine echte Gefahr durch Terrorismus von Rechts?

Es ist nicht auszuschließen, dass die politisch Verantwortlichen, die weisungsgebundenen Staatsanwaltschaften sowie die Gerichte durch ihr Handeln Rechtsterroristen genauso erfolgreich „züchten“ werden wie in den letzten Jahren die islamistischen Terroristen. Die ersten islamistischen Terrorgruppen wie die Sauerlandgruppe aus dem Jahre 2007 waren von Geheimdiensten gesteuert, genauso wie die ersten aktiven Internet-Propagandisten, die teilweise zu recht hohen Haftstrafen verurteilt wurden, selbstverständlich mit Ausnahme der eingesetzten V-Leute.

 

http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/04/13/verschwieg-der-gba-den-senior-member/

03.04.2011, von Holger Schmidt

Mit einem Paukenschlag begann heute der zweite Tag im Münchener GIMF-Verfahren. Wird es der vorerst letzte Verhandlungstag sein? Ja, wenn es nach Rechtsanwalt Mutlu Günal (Jonas T.) geht. Er stellte soeben mehrere Anträge – darunter auch, das Verfahren vorerst auszusetzen. Der Sachverhalt ist relativ kompliziert. Doch wenn er sich so bestätigt, wie Günal unterstellt, dann ist es ein regelrechter Skandal: Der mutmassliche zweite Chef der deutschen GIMF soll V-Mann des Verfassungsschutzes gewesen sein – und zwar schon während seiner aktiven GIMF-Zeit. Damit wäre er mindestens ein agent provocateur“. Und das Verfahren hätte ein gewichtiges Problem.

Kurz zur Erinnerung: Die deutsche Sektion der GIMF wurde aus Wien von Mohammed Mahmoud betrieben. Nach dessen Festnahme übernahm Irfan P. aus Berlin die Leitung der Gruppe, wurde “senior member” im Forum. In den Ermittlungen tauchte der 21jährige immer wieder auf – nur unter den Angeklagten ist er nicht zu finden. Denn sein Verfahren wurde in der Zwischenzeit eingestellt – weil seine Straftaten gegenüber einer Jugendstrafe von 16 Monaten auf Bewährung nicht ins Gewicht falle…

Rechtsanwalt Mutlu Günal sieht die Sache anders. Er unterstellt, dass Irfan P. aus ganz anderen Gründen mit einem blauen Auge aus dem GIMF-Verfahren kam: Er sei für das Bundesamt für Verfassungsschutz in der GIMF gewesen und habe die Arbeit der Gruppe geradezu angeschoben, erklärte der Bonner Anwalt in seinem Antrag. 

Günal hat dazu exklusive Informationen: Als Verteidiger von Filiz Gelowicz im Verfahren gegen “Deutsche Taliban Mujahidin” (DTM) vor dem Berliner Kammergericht begegnete ihm Irfan P. in den Akten: Er ist V-Mann des Bundesamtes für Verfassungsschutz, bekommt “monatlich 2.000 bis 2.500 Euro und Extras wie eine Bahncard 50 für die zweite Klasse” erklärte Günal in seinem Antrag…

 

http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/12/06/gimf-3-jahre-und-6-monate-haft-fur-bremer-renee-marc-s/

06.12.2011, von Holger Schmidt

Es war ein hartes Urteil mit Ansage: Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München unter dem Vorsitzenden Richter Manfred Götzl folgte heute dem Antrag des Generalbundesanwalts und verurteilte den Bremer Renee Marc S. zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft. Es ist das letzte Urteil im “GIMF-Verfahren” um die zweite Generation der deutschen Sektion der “Globalen Islamischen Medienfront”….

Der Strafverteidiger von S., der Bremer Anwalt Rainer B. Ahues, bemängelte nach dem Urteil die Verstrickung der Nachrichtendienste in den Fall, berichtet Oliver Bendixen. So arbeitete die GIMF eine Zeit lang mit einem Server, der ihr unter Vermittlung der amerikansichen Bundespolizei FBI von einer privaten Counter-Terrorism-Beratungsfirma zur Verfügung gestellt wurde….

 

War es die Firma IntelCenter, die ihre Dienste allen Sicherheitsbehörden der NATO-Länder anbietet?

 

https://intelcenter.com/aboutus.html#gs.ItPFGWI

… IntelCenter is a privately owned company established in 1989. It has been providing counterterrorism intelligence services for more than 20 years to the intelligence, military and law enforcement communities in the US and around the world…

Work is performed on a 24/7 basis out of our secure Operations Center which maintains multiple redundancies for Internet connections, electricity, cooling, etc. in order to maintain continuity of operations in the event of natural disasters, terrorist acts and other technical difficulties…

 

Der staatlicherseits angestoßene und dann glorreich verhinderte „Terror“ wurde benötigt, um politisch strittige Entscheidungen wie die Beteiligung an den Angriffskriegen im Nahen Osten im Rahmen der NATO zu rechtfertigen und um die Gesetze zur erweiterten Überwachung, zur Bestrafung von Gedankenverbrechen und von Vorbereitungshandlungen für Terroranschläge durchzusetzen. Die Produktion von nicht erfolgreichen Terror-Versuchen hatte ihren Zweck erfüllt, schuf jedoch gleichzeitig eine echte Bedrohung. Mit dem Beginn der deutschen Beteiligung an den Kriegseinsätzen gegen den Islamischen Staat in Syrien erklärte uns der IS zum Feind und forderte alle Muslime auf, auch in Deutschland die „Ungläubigen“ zu töten.Leider scheinen unsere Behörden nur den Terror verhindern zu können, den sie unterstützend begleitet haben. Angesprochen vom Tötungsaufruf des IS fühlen sich bei uns nicht nur die Islamisten unter den Zuwanderern. Auch einigen der durch den deutschen Staat gezielt in die politische Kriminalität getriebenen Islamisten wird inzwischen aufgegangen sein, was für ein dreckiges Spiel da mit ihnen gespielt wurde. Diese Opfer staatlichen Kalküls werden die Salafisten-Szene darin bestärkt haben, den Terror des IS zu befürworten und zu unterstützen.

Noch im Jahr 2012 wurde in NRW der Salafismus als Phänomen zwischen Religion und Extremismus angesiedelt, deren Propaganda lediglich unserem Demokratieverständnis entgegen stünde. Ernsthafte Sorgen machte sich scheinbar niemand.

Thomas Eiskirch – damals Vorsitzender der SPD Bochum – auf der Diskussionsveranstaltung: “Salafismus in NRW – Zwischen Religion und Extremismus”24. Oktober 2012 

 

http://www.spd-bochum.de/event/diskussionsveranstaltung-salafismus-in-nrw-zwischen-religion-und-extremismus/

Diskussionsgegenstand:

„Durch was zeichnet sich der Salafismus aus und welche salafistischen Aktivitäten gibt es in Nordrhein-Westfalen? Auf welchen Wegen wird die salafistische Propaganda verbreitet und was können geeignete Maßnahmen gegen diese extremistischen Botschaften sein?

Mit der Veranstaltung wollen wir auch ein klares Zeichen gegen extremistisches Gedankengut, das unserem Demokratieverständnis entgegensteht, setzen.

 

Burkhard Freier, Leiter des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes vor seinem „Impulsreferat“ 

 

Bei den bislang durch Rechtsextremisten verübten oder „geplanten“ Anschlägen gegen Flüchtlingsunterkünfte scheint das Modell der staatlich unterstützten Hinwendung zur „Terror“-Planung wieder Anwendung gefunden zu haben. Sowohl die OSS als auch die zurzeit vor Gericht stehende Gruppe Freital waren staatlich unterwandert und wurden wahrscheinlich in Teilen erst durch die gezielte Beeinflussung zu ihren Straftaten oder deren Planung ermuntert, aufbauend auf der politischen Gesinnung der Gruppen-Mitglieder und dem bereits vorhandenen Hass auf Asylbewerber.

 

http://www.mdr.de/sachsen/sondersitzung-des-verfassungs-und-rechtsausschusses-zu-gruppe-freital-100.html

… Der sächsische Verfassungsschutz hatte Kontakt zur mutmaßlich rechtsterroristischen „Gruppe Freital“. Das bestätigten mehrere Landtagsabgeordnete MDR SACHSEN nach einer Sondersitzung des Rechtsausschusses. Die Staatsregierung hatte in der Sitzung einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zurückgewiesen, nach dem ein Informant des Verfassungsschutzes in die mutmaßliche Terrorgruppe involviert war. Dass es einen Kontakt gab, sei jedoch ein „eingeräumter Fakt“, so Linken-Sprecher Klaus Bartl, der dem Ausschuss vorsitzt…

Erst jetzt sei klargeworden, dass der mutmaßliche Zeuge zweimal bei der Polizei ausgesagt hat: einmal acht Tage und einmal vier Tage vor dem letzten Anschlag der Gruppe…
Lippmann betonte, mit diesen Informationen hätte der letzte Anschlag verhindert werden können. SPD-Mann Albrecht Pallas kam zum entgegengesetzten Schluss. Es habe keine Hinweise gegeben, dass den Strafverfolgungsbehörden früh genug ausreichende Hinweise vorlagen. Bei dem Anschlag am 1. November 2015 soll die Gruppe Sprengsätze gegen eine Asylbewerberunterkunft in Freital eingesetzt haben. Bei den Explosionen erlitt ein Bewohner Schnittwunden im Gesicht.,,

Nach Angaben Bartls ist nach der aktuellen Sondersitzung auch sicher, dass die Polizei den Zeugen mit dem Verfassungsschutz zusammenbrachte. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten ihm vorher Vertraulichkeit zugesichert. Als im Juli 2016 bekannt wurde, dass der Zeuge ein mutmaßlicher Mittäter ist, hob die Bundesanwaltschaft die Vertraulichkeit wieder auf.

Die Regierung beharrt trotz der bekannt gewordenen zweiten Aussage darauf, das der Zeuge weder Informant noch V-Mann des Verfassungsschutzes war. Lippmann teilte mit, der Ausschuss könne den Wahrheitsgehalt dieser Aussage nicht überprüfen

Mitglieder der „Gruppe Freital“ werden beschuldigt, eine rechtsterroristische Vereinigung gebildet und mehrere Sprengstoffanschläge vor allem gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt zu haben. Sieben Männer und eine Frau sollen sich vor Gericht unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten. Die Ermittlungen führte der Generalbundesanwalt.

Zuletzt aktualisiert: 18. November 2016, 06:19 Uhr

 

Festung der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe: „Hier sind Sie sicher!“

 

http://www.deutschlandfunk.de/anklage-wegen-terrorismus-prozessauftakt-gegen-die-gruppe.724.de.html?dram:article_id=380619

06.03.2017

„Die Vorwürfe, dass es möglicherweise einen V-Mann in der Gruppe Freital gegeben hat, oder zumindest einen Informationszuträger, werden vonseiten der Staatsregierung nach wie vor als unhaltbar zurückgewiesen. Es ist wohl offensichtlich so gewesen, dass eine Person sich im Oktober 2015 an die Polizei gewandt hat, mit Informationen, unter anderem damals auch Chatprotokolle zur Vorbereitung von Straftaten vorgelegt hat und der Verfassungsschutz wohl das Ziel hat, die Informationen abzuschöpfen beziehungsweise derjenige direkt an den Verfassungsschutz verwiesen wurde, allerdings wohl relativ schnell die Lust daran verloren hat, in Kontakt zu treten.“

Die Zusammenarbeit schien den Verfassungsschützern wohl wenig ergiebig. Zudem war der Mann im Sommer 2016 verurteilt worden. Der Grund: Zusammen mit dem nun als Rädelsführer angeklagten Timo S. hatte er sich an einer Auto-Verfolgungsjagd beteiligt. Im Anschluss an eine Demonstration in Freital hatten sie Flüchtlings-Unterstützer in ihren Autos verfolgt und genötigt… 

Nach wie vor steht zudem der Verdacht im Raum, sächsische Polizisten könnten den mutmaßlichen Terroristen Informationen weitergegeben haben. Einer der Verdächtigen habe nach seiner Verhaftung ausgesagt, die Gruppe sei von einem Beamten über bevorstehende Einsätze informiert worden, berichtet die Zeit. Dabei soll auch der Name des Tippgebers gefallen sein… 

Zwischenzeitlich liefen Verfahren gegen drei Beamte, mittlerweile sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden zwei davon eingestellt…

Im Prozess wird es darum gehen, die mögliche Schuld der einzelnen Täter festzustellen. Dass Straftaten begangen wurde, haben unterschiedliche Verteidiger eingeräumt. Sie bestreiten aber die Tötungsabsicht…

 

Ziel der medialen und juristischen Überbewertung der bislang erfolgten flüchtlingsfeindlichen „Anschläge“ ist es wohl, jegliche Kritiker an der Asylpolitik verstummen zu lassen und auch friedlichen Protest im Keim zu ersticken. Hierzu wird unterstützend der „Anti-Hass-Paragraph“ der erweiterten Volksverhetzung instrumentalisiert. Menschen, denen ihre Meinungen verboten werden, die kriminalisiert werden für den verbalen Ausdruck ihres Frust, deren bürgerliche  Existenz teilweise völlig zerstört wird, selbst wenn niemand zu Schaden gekommen ist oder deren Vergehen zig fach härter bestraft werden als jegliche vergleichbare Straftaten von Asylbewerbern, solche Menschen sind wie inhaftierte Migranten ohne Zukunftsperspektiven tickende Zeitbomben. Wer wegen einer Überreaktion von Seiten des Staates alles verloren hat, der könnte auch auf die Idee kommen, das in seinen Augen wertlos gewordene Leben im Kampf für das Vaterland zu opfern. Zu Feinden werden hierbei schnell alle erklärt, die wie Migranten aussehen – und das wäre dann tatsächlich eine Gefahr für die Sicherheit und den sozialen Frieden in unserem Land. Solche Rechtsterroristen könnten wohlmöglich ähnlich wie der IS agieren, spontane Attentate mit Messern, Äxten und Fahrzeugen aller Art begehen, anstatt ihr Gedankengut öffentlich im Internet zu präsentieren oder mit uneffektiven „Polenböllern“ Flüchtlingsunterkünfte zu bewerfen.  Anschläge mit einfachen jederzeit vorhandenen Mitteln erfordern keine außergewöhnlichen Fähigkeiten oder Vorbereitungen, nur ganz viel Hass und Ohnmacht, eine feste Entschlossenheit,  Mut oder den ausreichenden Konsum von Alkohol oder den passenden Drogen. Dann wären wir von einem Bürgerkrieg nicht mehr allzu weit entfernt.

… Und zwischen den Fronten stünde der „Biedermann“, die Arme besänftigend ausgebreitet, das künstliche Lächeln zu einem irren Grinsen entstellt, in der Hoffnung „Alles wird gut!“  – bevor er zu Boden geht, das ungläubige Erstaunen eingefroren im Übergang zur Ewigkeit.

 

Möge das Schicksal uns bestimmen,

dass wir Gegner und Feinde voneinander zu unterscheiden lernen,

die Gegner respektieren,

aber die Feinde bekämpfen!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.