Der IS und die Terrorstrategie der Fake-Anschlagsdrohungen – ein Auftrag mit Bombenbauanleitung via Internet

 

Wieder einmal wurde vom Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum GTAZ und unseren glorreichen Sicherheitsbehörden ein Anschlag verhindert, der niemals stattgefunden hätte. Wenn es nicht gleichzeitig echte Terroranschläge in Deutschland gäbe, könnte man dieses Panikszenario vielleicht als Lachnummer abhaken. Der IS erteilt per Internet-Chat einen Anschlagsauftrag und schickt die Bombenbauanleitung gleich mit. Wer soll das bitte glauben? Ein Einkaufszentrum muss enorme Umsatzeinbußen hinnehmen, wozu?

 

Ich mag Schweine. Hunde schauen zu uns auf, Katzen auf uns herab. Schweine begegnen uns auf Augenhöhe.

Winston Churchill

 

Wer beim IS das Bombenbauen gelernt hat benötigt keine Anleitung mehr. Diese Leute haben die Schritte im Kopf und die notwendige Geschicklichkeit in den Händen – denn sie verfügen über ausreichende Konstruktionserfahrung. Außerdem wissen sie, wie man prinzipiell an die Chemikalien kommt und haben diese wohlmöglich bereits aus dem Ausland per Kofferraum importiert. Solche Terroristen könnten ihre Rucksäcke wie die TATP-Köche in Belgien und Frankreich unerkannt präparieren. Für Laien wird das so schnell und ohne aufzufallen nicht machbar sei – Gefahr gleich Null.

Es sieht so aus, als ob der  IS eine neue Strategie der psychologischen Kriegsführung entwickelt hat. Durch Fake-Aufträge lässt sich Angst in Deutschland erzeugen und es kann – wie man sieht – mit ganz einfachen Methoden ein wirtschaftlicher als auch ein ideeller Schaden produziert werden. Es genügt ein Chat aus Syrien, völlig ohne Risiko für den „Auftraggeber“. Auch die Empfänger des Auftrags riskieren überhaupt nichts. Sie können ja rein juristisch betrachtet nichts dafür, vom IS ausgewählt worden zu sein, auch wenn sie diesen ganz eindeutig unterstützen. Das Unmögliche, also den  innerhalb von kürzester Zeit produzierten Sprengstoff, wird man bei ihnen nicht finden. Da eine Mitgliedschaft im IS bei in Deutschland weilenden Gefährdern der Islamisten-Szene meist verneint wird hat der „Rechtsstaat“ erwartungsgemäß keine Handhabe und muss die in die Anschlagsdrohung involvierten mutmaßlichen Empfänger des Auftrags wieder laufen lassen. Und das Spielchen kann von neuem beginnen.

Die angekündigten Toten produziert der IS währenddessen per Axt, Messer und LKW, oder, falls vorhanden, mit Hilfe von Schusswaffen, selbstverständlich ohne Auftrag per Internet. So erzeugt der Islamische Staat gleichzeitig Angst und Terror-Tote, die zwar von den deutschen Behörden zu Amokopfern erklärt werden können, aber tot ist nun mal tot.

Wie es aussieht können die deutschen Sicherheitsbehörden den Terrorstrategen des IS, ehemalig irakischer Geheimdienst unter Saddam, nicht das Wasser reichen.

 

 

http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/terroranschlag/terror-alarm-in-ruhr-50804442.bild.html

11.03.2017 – 17:45 Uhr

Essen/Oberhausen – Nach den konkreten Hinweisen auf einen geplanten Anschlag auf ein großes Einkaufszentrum in Essen gilt es für die Verfassungsschutzbehörden mittlerweile als sicher, dass die Terrormiliz ISIS hinter den Attentatsplänen steckt.

Nach BILD-Informationen hat ein deutscher Kämpfer des Islamischen Staates aus Syrien einen Terrorauftrag für das Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen erteilt.

Ein Essener Einkaufszentrum wurde wegen Hinweisen auf einen Terror-Anschlag abgeriegelt! Spezialkräfte sind im Einsatz.

Der Mann soll aus Oberhausen stammen. Der bekannte Islamist soll im Auftrag der ISIS-Führung per Messenger-Chat mehrere Personen im Ruhrgebiet mit dem Anschlag beauftragt haben, der am Samstagnachmittag stattfinden sollte. Der Verfassungsschutz erlangte diese Informationen offenbar über Geheimdienste.

Wegen der Brisanz fand bereits im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum in Berlin eine Krisensitzung statt, auch das Bundesinnenministerium sowie das Bundeskriminalamt sind eingeschaltet und werden permanent über die Entwicklungen im Ruhrgebiet unterrichtet, da die Drohung sehr ernst genommen wird.

 

Das Einkaufszentrum am Limbecker Platz ist mit 70 000 Quadratmetern Verkaufsfläche eines der größten innerstädtischen Einkaufszentren DeutschlandsFoto: THILO SCHMUELGEN / Reuters

 

Der ISIS-Terrorist soll neben dem Anschlagsauftrag auch gleich Anleitungen zum Bombenbau per Internet-Messenger an die potentiellen Attentäter mitgeliefert haben. Vermutlich sollten die von den Islamisten selbstgebauten Bomben versteckt in Rucksäcken an verschiedenen Stellen im Essener Einkaufszentrum von den Selbstmordattentätern zur Explosion gebracht werden.

Am Samstagnachmittag konnten Spezialeinsatzkommandos der Polizei zwei Männer in Oberhausen festnehmen. Sie gehören offenbar zum Umfeld des deutschen ISIS-Kämpfers in Syrien, möglicherweise hatten sie in letzter Zeit Kontakt zu ihm. Einer der Verdächtigen wurde in einem Oberhausener Internet-Café festgesetzt. Mit wem er dort gerade chattete, versuchen die Fahnder nun mit Hochdruck zu ermitteln.

 

Wann soll der Auftrag denn erteilt worden sein, drei Tage oder drei Wochen vor dem angekündigten Termin? Darüber informieren uns die Sicherheitsbehörden sicherheitshalber erst gar nicht.

Die beiden zunächst festgenommenen Verdächtigen wurden erwartungsgemäß und meiner Prognose entsprechend noch am Samstag bzw. am Sonntag wieder frei gelassen.

 

http://www.sueddeutsche.de/panorama/terrorismus-in-deutschland-zweiter-verdaechtiger-nach-terroralarm-in-essen-wieder-frei-1.3417057

  1. März 2017, 11:01 Uhr

… Auch der zweite im Zusammenhang mit dem Anschlagsalarm in Essen festgenommene Verdächtige befindet sich inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der Mann sei am Sonntag im Tagesverlauf aus dem Gewahrsam entlassen worden, weil keine Haftgründe vorgelegen hätten, sagte ein Sprecher der Essener Polizei am Montag: „Das heißt aber nicht, dass die Ermittlungen damit abgeschlossen sind.“

Nach Hinweisen auf einen geplanten Anschlag war das Einkaufszentrum Limbecker Platz in der Essener Innenstadt am Samstag abgeriegelt worden. Kurz danach wurden zwei Männer in Oberhausen vorläufig festgenommen. Beide sollen der radikalislamischen Szene angehören. Einer der Männer wurde bereits am späten Samstagabend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bestätigte am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“, dass es in dem Essener Fall eine Verbindung zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat gebe. Es sei nicht auszuschließen gewesen, dass es in dem Einkaufszentrum „einen konkreten Anschlag hätte geben können“. Laut dem nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) gab es zunächst keinen Hinweis, dass mit der Umsetzung oder den Vorbereitungen für einen Anschlag bereits „konkret“ begonnen wurde. Die Sicherheitsbehörden hätten die Hinweise auf einen geplanten Anschlag „ernst genommen und sehr umsichtig, konsequent und frühzeitig reagiert“, lobte Jäger…

 

Wenn noch keiner der islamistischen Leser der Bombenbau-Anleitungen mit der Umsetzung begonnen hat, wieso hat dann bereits ein Termin fest gestanden, der auch noch, für Geheimdienste lesbar, per Internet diktiert wurde?

Eine durchdachte Reaktion der Sicherheitsbehörden hätte niemals zur Schließung des Einkaufszentrums und zur Veröffentlichung der angeblichen Bedrohungslage führen dürfen. Es hätte ähnlich wird bei Amok-Drohungen in Schulen verfahren werden müssen, die als nicht umsetzbar oder unwahrscheinlich erscheinen. Eltern und Schüler werden nur dann informiert, wenn eine tatsächliche Bedrohung zumindest im Rahmen der Erwägung liegt. Der Unterricht findet trotzdem statt, entweder völlig normal oder – wenn informiert wurde – stellt man den Eltern frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. So werden keine Nachahmer motiviert, und die Angstmache verläuft am ehesten ohne nachhaltigen Erfolg.

Da der Islamische Staat mit seiner Strategie auf keinerlei geeignete Gegenmaßnahmen stößt, werden weitere Ereignisse derselben Art folgen. Vor der eigentlichen Gefahr können wir nicht geschützt werden, das ist jedem Mitarbeiter einer Sicherheitsbehörde völlig klar. Jederzeit kann es zu tödlichen Angriffe mit Äxten und Messern in den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen oder zu Attacken mit Fahrzeugen, überall im öffentlichen Raum.

Welche Strategie verfolgen Regierung und Sicherheitsbehörden?

Es sieht so aus, als wolle man seine geheimdienstlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen, in dem man Scheinerfolge bei dem Kampf gegen den Terror produziert.  Merken die Verantwortlichen nicht einmal, dass der Schuss nach hinten los geht? Da werden martialische Verhaftungsriten vorgeführt, um die Verdächtigen binnen kurzer Zeit mangels Haftgrund wieder in ihre islamistische Szene zurück zu begleiten. Das hatten wir doch schon einmal im Dezember, als das Centro Oberhausen angeblich ins Visier des IS geraten war. Hier fehlte wohl die Internet-Ankündigung, um das Einkaufszentrum im Weihnachtsgeschäft zu schließen. Vielleicht hatte man wegen der nur vagen Hinweise von unbekannter Stelle Schadenersatzforderungen befürchtet.

 

http://www.tagesspiegel.de/politik/centro-oberhausen-nach-anschlagsverdacht-in-duisburg-festgenommene-brueder-wieder-frei/19176130.html

24.12.2016

… Die beiden in Zusammenhang mit mutmaßlichen Anschlagsplänen auf das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen festgenommenen Brüder sind wieder auf freiem Fuß. Der Verdacht gegen die beiden im Kosovo geborenen Brüder im Alter von 28 und 31 Jahren ließ sich nicht erhärten, wie die Polizei in Essen am Samstag mitteilte. Die beiden Männer seien daher aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

Das Brüderpaar war am frühen Freitagmorgen von Spezialeinheiten in Duisburg in Gewahrsam genommen worden. „Nach einem ernstzunehmenden Hinweis aus Sicherheitskreisen gab es den Verdacht, dass die Männer möglicherweise einen Anschlag auf das Oberhausener Centro geplant haben könnten“, erklärte die Polizei.

„Trotz intensivster Recherchen und Ermittlungen der Essener Polizei ließ sich der gemeldete Verdacht gegen die salafistisch geprägten Verdächtigen polizeilich nicht weiter erhärten“, hieß es in einer Mitteilung…

Das Brüderpaar wurde am Freitag gegen 0.45 Uhr in Duisburg in Gewahrsam genommen. Wenige Stunden vor der Ingewahrsamnahme der beiden Verdächtigten hatte die Polizei am Donnerstagabend nach einem Hinweis aus Sicherheitskreisen ihre Präsenz am Centro massiv verstärkt. Von etwa 18 Uhr bis zum Geschäftsschluss um 22 Uhr nahmen Beamte in Uniform und in Zivil im Centro und auf dem benachbarten Weihnachtsmarkt Kontrollen vor.

 

Nach neusten Informationen soll der deutsche Islamist aus Syrien über Facebook seine Selbstmordattentäter für das Einkaufszentrum in Essen rekrutiert haben. Das ist definitiv eine der sichersten Methoden, um gezielt die Aufmerksamkeit der Geheimdienste auf sich zu ziehen und die passenden Reaktionen zu provozieren.

 

http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_80605810/terrorismus-taeter-sollten-in-essen-mit-rucksackbomben-zuschlagen.html

Täter sollten in Essen mit Rucksackbomben zuschlagen

13.03.2017, 17:26 Uhr | dpa

Essen/Berlin (dpa) – Der geplante Terroranschlag auf ein Einkaufszentrum in Essen sollte nach Informationen der „Welt“ von drei Selbstmordattentätern verübt werden. Laut einem Plan hätten die drei Angreifer am vergangenen Samstag um 16.30 Uhr mit in Rucksäcken versteckten Bomben zuschlagen sollen.

Das berichtete die Zeitung. Bei dem Auftraggeber soll es sich nach „Welt“-Informationen um den 24-jährigen Imran René Q. aus Oberhausen handeln, der im April 2015 über die Türkei nach Syrien ausgereist sein soll. Dort soll er sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Das Landeskriminalamt (LKA) in Nordrhein-Westfalen führe Q. seit dem Sommer 2015 als Gefährder. Der 24-Jährige soll laut „Welt“ mehrere Islamisten über das soziale Netzwerk Facebook für den Anschlag rekrutiert haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte, dass es sich um einen 24-Jährigen aus Oberhausen handele. Er soll drei Personen aufgefordert haben, an einem konkreten Ort zu einer konkreten Zeit einen Anschlag zu begehen. „Diese Aufforderung ist im Rahmen eines sozialen Netzwerkes ergangen“, sagte Behördensprecher Oberstaatsanwalt Mathias Proyer. Weitere Angaben machte er nicht. Andere Behörden in Nordrhein-Westfalen wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.

Die Polizei setzte ihre Ermittlungen nach eigenen Angaben mit Hochdruck fort, nannte aber keine Details. Die beiden Männer aus Oberhausen, die am Samstag festgenommen wurden, kamen noch am Wochenende wieder auf freien Fuß. „Sie können bislang nicht mit der Tatplanung in Verbindung gebracht werden“, teilte die Polizei am Montag mit. Die Auswertung der in ihren Wohnungen sichergestellten Gegenstände dauere an.

Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen handelt es sich bei ihnen wie bei dem mutmaßlichen Drahtzieher um Angehörige der salafistischen Szene in Oberhausen. Sie sollen nach früheren Informationen Kontaktpersonen des 24-Jährigen sein.

 


Winston Churchill:

 

Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.“

 

„Gelegentlich stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen.

 

„Das ist der größte Vorwurf an die Deutschen: Dass sie trotz ihrer Intelligenz und trotz ihres Mutes immer die Macht anhimmeln.

 

Die Geschichte wird freundlich mit mir umgehen, denn ich habe vor, sie zu schreiben.

 

Nachtrag vom 18.03.2017:

Auch die Mainstream-Journalisten fragen sich mittlerweile, ob derartige Fake- Terrorankündigungen nicht als Strategie des IS zu verstehen sind.

 

https://www.waz.de/region/rhein-und-ruhr/dschihadist-soll-mit-geheimdienst-gechattet-haben-id209973251.html

Gerd Niewerth

18.03.2017 – 05:08 Uhr
Die „Süddeutsche Zeitung“ warf am Freitag die Frage auf, ob der Essener Anschlagsplan womöglich eine „Finte“ war. Islamisten, so die Mutmaßung, könnten Hinweise auf angebliche Anschläge in die Welt setzen, um – wie in anderen Fällen auch – Angst zu verbreiten. „Ich kann nicht jede Spekulation kommentieren“, sagt der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft…

 

Um ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen, rückten Sicherheitskreise mittlerweile mit detaillierteren Informationen heraus, deren Wahrheitsgehalt nicht überprüft werden kann.

 

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/terroralarm-in-essen-wegen-chat-zwischen-islamisten-und-verfassungsschutz-a-1139234.html


Von Jörg Diehl

Freitag, 17.03.2017   13:45 Uhr

Der Terroralarm mit Großeinsatz in einem Essener Einkaufszentrum am vergangenen Samstag wurde aufgrund eines Chats zwischen dem Dschihadisten Imran-Rene Q., 24, und einer Quelle des Bundesamts für Verfassungsschutz ausgelöst. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, schrieb der aus Oberhausen stammende Q., der in Syrien für den „Islamischen Staat“ (IS) kämpft, am vorletzten Donnerstagabend über Facebook seinem Kontakt: „Wenn es klappt, Inschallah, dann in zwei Tagen Essen Zentrum, die große Einkaufshalle.“ Dort würden „zwei libanesische Brüder“ zuschlagen, der Kontaktmann solle sie finden. „Codewort ist Baqiya.“ Mehr könne er derzeit nicht sagen… 

 

Im Spiegel erfährt man des Weiteren, dass der Dschihadist bereits vor Monaten an seinen Kontakt eine Bombenbauanleitung geschickt haben soll mit der Aufforderung, sich an einem Anschlag zu beteiligen. Die Behörden sollen – welch eine Meisterleistung – ebenfalls Zweifel an der Existenz des Terror-Teams gehegt haben, da Imran-Rene Q. trotz Anfrage des Chat-Partners – hier wird jetzt von einem Geheimdienstmitarbeiter gesprochen – keine Details zur Identität der Attentäter habe nennen wollen. Der Verfassungsschutz soll nach Aussage des Spiegels sogar noch den Verdacht geäußert haben, dass Q. seinen monatelangen Chat-Partner wohlmöglich habe auf die Probe stellen wollen.

Und dafür schließt man dann ein Einkaufszentrum, verhaftet blind zwei Kontaktleute des Dschihadisten und erzeugt im Sinne des IS Angst in der Bevölkerung? Die Befragung von Passanten ergab es ganz eindeutig: man hat nun mehr Angst, einkaufen zu gehen und fühlt sich in Essen nirgendwo mehr sicher. Da haben unsere Sicherheitsbehörden ganze Arbeit geleistet.

Imran-Rene Q. hat auf einfachste Art und Weise durch die Wahl von Facebook gezielt einen Kontakt-Idioten vom Geheimdienst geangelt,  den es dann ganz trivial zu ködern galt: durch eine Bombenbauanleitung. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich Imran-Rene Q. sicher sein, dass durch die Nennung eines konkreten Anschlagsdatums Monate später dann auch die erhoffte Wirkung erzielt würde. Die angeblich getätigte Nachfrage nach der Identität der Attentäter hat dann die letzte Bestätigung zum Vorhandensein eines direkten Drahtes zu einer Sicherheitsbehörde geliefert.

Ein Terrorist des IS würde wohl niemals einen kurz vor der angeblichen Umsetzung stehenden Anschlagsplan an einen hieran unbeteiligten Chat-Partner verraten, außer für den Fall, dass er diesen Anschlag verhindern möchte. Aber hätte er dann nicht auch die Namen nennen müssen, um der spontanen Wahl eines Alternativ-Einkaufszentrums zuvor zu kommen? Auch explosive Rucksäcke können in aller Schnelle woanders hin getragen werden, wo liegt das Problem? Oder war der Chat-Partner etwa dazu auserkoren, sich als Beweis der Loyalität  gemeinsam mit den Libanesen ins Jenseits zu sprengen?

 

 

Ein Kommentar zu „Der IS und die Terrorstrategie der Fake-Anschlagsdrohungen – ein Auftrag mit Bombenbauanleitung via Internet

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