Die deutsche Frau im Wandel zur kulturellen Vielfalt – das neue Frauenbild im Einklang mit der muslimischen Sozialisation

Satire:

Berufswahlvorbereitung für Mädchen an einer Gelsenkirchener Gesamtschule im Jahr 2035

Die Ansprache der Frau Müller vom Jobcenter vor 90 Schülerinnen des Jahrgangs 9 der Gesamtschule ohne Rassismus „Friedenstal“:

„Ich freue mich, alle 90 Schülerinnen ihres Jahrgangs auf unserem Vortreffen zum Berufswahlseminar begrüßen zu können. Wie ich sehe, wird hier „Schule ohne Rassismus“ gelebt. Der Aufforderung zur Integration folgend sind alle Mädchen einheitlich mit Kopftuch  bekleidet erschienen. Das ist doch ein wunderschönes Signal für kulturelle Vielfalt und Solidarität. Ihr bringt durch eure Geschlossenheit vorbildlich zum Ausdruck, dass in Deutschland keine Muslimin wegen eines Kopftuches ausgegrenzt werden darf. Durch die Schulleitung wurde mir mitgeteilt, dass unter den deutschen Schülerinnen 70 Mädchen arabische, türkische, afrikanische oder südosteuropäische Wurzeln haben und hiervon 65 muslimischen Glaubens sind. Daher haben wir mehrere Moderatoren eingeplant mit der Spezialisierung auf die Berufswahlschwerpunkte Reinigungsgewerbe, Sekretärin, Verkäuferin, Arzthelferin und Verwaltungsangestellte mit dem Seminar-Titel „Bewerbungsverfahren für Lehrstellen bei muslimischen Unternehmen, Geschäften und Arztpraxen“. Auch das Seminar  „Vorbereitung auf den Erwerb der Heiratsbefähigungsbescheinigung mit sechzehn“  steht wieder zur Wahl. Für die Schülerinnen mit europäischen Wurzeln und die Muslimas oder Nicht-Muslimas, die es sich nicht vorstellen können, mit Kopftuch zu arbeiten, steht das Bewerbertraining „Bewerbung für Lehrstellen bei Anbietern mit christlich-atheistisch-europäischen Wurzeln“ zur Auswahl, das ein spezielles Training im öffentlichen Verhalten im Respekt gegenüber strenggläubigen Muslimen beinhaltet. Mädchen, die ihre Schullaufbahn mit dem Ziel des Abiturs weiterführen möchten sollten sich für das Seminar „Studium und Berufsaussichten in Deutschland und im Ausland“ entscheiden. Wie ihr sicherlich schon aus dem neuen Schulfach „Toleranz und Vielfalt“ wisst gibt es zunehmend Probleme am Arbeitsplatz, da muslimische Männer aufgrund ihrer kulturellen Prägung mit einer weiblichen Vorgesetzten  nicht zusammenarbeiten können. Deutsche Unternehmen sind daher dazu übergegangen, Führungspositionen in Unternehmen dann nicht mehr mit einer Frau zu besetzen, wenn das Betriebsklima gefährdet ist oder der Frieden am Arbeitsplatz nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann. Wir raten nach wie vor naturwissenschaftlich interessierten Frauen zu einem Studium der Ingenieurswissenschaften. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass der zukünftige Arbeitsplatz in den östlichen Bundesländern oder im europäischen Ausland liegen könnte. Bei uns im Ruhrgebiet können nur noch wenige Arbeitsplätze für Ingenieurinnen ausgeschrieben werden.

Ihr habt die Seminar-Wahlzettel vor euch liegen. Jedes der angebotenen Seminare wird nun von einem der Moderatoren kurz vorgestellt. Die Wahlbögen werden innerhalb der nächsten Woche mit der Unterschrift der Eltern bei den Klassenlehrern abgegeben. Die Schülerinnen,  die in Pflegefamilien oder Jugendhilfeeinrichtungen untergebracht sind, weil ihre Eltern der Pflicht der Erziehung zum Anti-Rassismus und zur Staatstreue nicht nachgekommen sind, füllen ihre Wahlbögen nach der Empfehlung des zuständigen Betreuers vom Jugendamt aus.

Das Berufswahlseminar findet dann in vier Wochen statt. Die Veranstaltung ist ganztägig und wird im laufenden Schuljahr durch persönliche Beratungsgespräche mit den Mitarbeitern des Jobcenters ergänzt. Ich übergebe jetzt an Frau Ö. für das Seminar  „Bewerbungsverfahren für Lehrstellen bei muslimischen Unternehmen, Geschäften und Arztpraxen“.

Frau Ö.: „Zunächst einmal möchte ich erinnern an das seit 2030 geltende erweiterte Anti-Diskriminierungsgesetz. Es wurde unter Strafe gestellt, Moslems am Ausleben ihres kulturell bedingten Frauenbildes zu hindern, jegliche Islam-feindliche Kritik ist als Volksverhetzung zu werten. Die Religionsfreiheit wurde um die Kulturfreiheit erweitert. Der geforderte Respekt vor Moslems in ihrem körperlichen Empfinden gegenüber Frauen beinhaltet eine verbindliche Kleiderordnung für den öffentlichen Raum. Um Provokationen zu vermeiden, die den sozialen Frieden in unserem Land in den letzten Jahren zunehmend gefährdet haben, wurde das Tragen von Kleidungsstücken mit Ausschnitt oder Kniefreiheit auf private Treffen beschränkt.  In öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und auf öffentlichen Plätzen ist stets eine Armlänge Abstand zu allen Männern zu halten. Hier darf nicht nach der Herkunft und Hautfarbe der fremden Männer unterschieden werden. Das Aussprechen eines Generalverdachts gegen Muslime wird als Ordnungswidrigkeit verfolgt, im Wiederholungsfall kann aber auch der Verdacht der Volksverhetzung bejaht werden. Um die Produktivität von Unternehmen zu steigern, wurde durch das Antidiskriminierungsgesetz die Möglichkeit geschaffen, Unternehmen zu gründen, in denen nach den Regeln des Islam gearbeitet werden kann.  In diesen Unternehmen, Geschäften oder Arztpraxen besteht Kopftuchpflicht. Nach dem Anti-Diskriminierungsgesetz muss es Muslimen in Deutschland ermöglicht werden, nach ihren kulturellen Wünschen zu leben, dank unseres Bundespräsidenten, der als Moslem für die Akzeptanz kultureller Andersartigkeit eingetreten ist. Das Berufsvorbereitungsseminar  vermittelt das Schreiben von Bewerbungen, wir üben aber auch intensiv Vorstellungsgespräche und beschäftigen uns mit dem modernen Frauenbild der Harmonie mit der arabisch-nordafrikanischen Sozialisation.“

Frau Müller vom Jobcenter: „Das Seminar  „Vorbereitung auf den Erwerb der Heiratsbefähigungsbescheinigung mit sechzehn“  ist einer unserer größten kulturellen Errungenschaften der letzten Jahre. Soziologen haben erkannt, dass die religiöse Sozialisation der meisten seit 2015 bei uns eingewanderten Millionen Muslime ein Absenken des Heiratsalters erforderlich macht, besonders, weil auch viele der bereits in zweiter oder dritter Generation hier geborenen Migranten durch die Massenzuwanderung ihre religiöse Lebenseinstellung im Einklang mit dem Islam wiederentdeckt haben.  Es besteht der Wunsch vieler jugendlicher Muslimas, bereits mit sechzehn zu heiraten und eine Familie zu gründen. Wir müssen diese kulturelle Prägung berücksichtigen und respektieren. Es wurde jedoch zum Schutz der Minderjährigen gesetzlich verankert, dass den jungen Mädchen vorher eine Heiratsbefähigungsbescheinigung auszustellen ist. Das Jugendamt muss prüfen, ob eine Jugendliche von ihrem Entwicklungsstand her bereits dazu in der Lage ist, die Entscheidung für Familie und Kinder und gegen eine Ausbildung zu fällen. Das Seminar wird von Psychologinnen geleitet, die in Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen der Moschee-Vereine ein Meinungsbild bei den betroffenen Schülerinnen entwickeln.  Ein positives Meinungsbild ist Voraussetzung für den Erwerb der Bescheinigung. Eine Teilnahme an diesem Seminar ist den Schülerinnen vorbehalten, die fünfzehn Jahre alt und bereits verlobt sind. Das Leiterinnen-Team dieses Seminars ist heute nicht  anwesend. Daher habe ich die Abläufe und Hintergründe kurz umrissen. Das Bewerbertraining „Bewerbung für Lehrstellen bei Anbietern mit christlich-atheistisch-europäischen Wurzeln“ stellt nun Herr Schmidt vor.“

Herr Schmidt: „Dieses Bewerbungstraining steht allen Schülerinnen offen, die sich das Arbeiten in einem männlich oder weiblich dominierten christlichen oder atheistischen Umfeld vorstellen können. Es gilt auch hier das Anti-Diskriminierungsgesetz, dass die Ablehnung einer Muslima wegen des Tragens eines Kopftuchs unter Strafe stellt. Die Vollverschleierung mit einer Burka oder einem Niqab dürfen untersagt werden. Das Training des öffentlichen Auftretens im Respekt gegenüber strenggläubigen Muslimen soll die gesellschaftlichen Realitäten berücksichtigen, die sich anhand der neuen kulturellen Identität der breiten Mehrheit der heutzutage im Ruhrgebiet lebenden Menschen etabliert haben. Es wird trainiert, wie Frauen möglichst ohne Blickkontakt  Gruppen junger Männer oder Einzelpersonen geschickt ausweichen. Auch die Bildung von Fahr- oder Weggemeinschaften unter Frauen ist Trainingsgegenstand sowie das Verhalten nach und bei Partys und anderen öffentlichen Veranstaltungen. Ich möchte hier noch kurz über das Seminar „Studium und Berufsaussichten in Deutschland und im Ausland“ informieren, da mein Kollege Herr Halt krankheitsbedingt verhindert ist. Für Akademikerinnen im islamischen Umfeld ist die Wahl des Studienfaches erschwert. Innerhalb der Universitäten haben sich christlich-atheistische Studentinnen-Verbände gegründet, die sich in den Hörsälen gegenseitig unterstützen. Zu berücksichtigen ist hier bei der Berufswahl, wie es bereits Frau Müller eingangs erwähnt hat, dass in bestimmten Berufen die Zahl der Arbeitsplätze beschränkt ist. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Vielvölkerstaat der kulturellen Vielfalt ist es entscheidend, die ablehnende Haltung vieler muslimischer Männer gegenüber weiblichen Vorgesetzen bei der Einstellung zu berücksichtigen. Wegen des ständig schrumpfenden Anteils an nicht-muslimischen Deutschen hat die vollständige Ausnutzung des Potentials unserer Zuwanderer auch unter Einschränkung der beruflichen Möglichkeiten von Frauen Priorität. Für die Arbeit bei der Polizei und der Bundeswehr haben sich jedoch schon kreative Ausgestaltungsformen gefunden, die dem kulturellen Empfinden der Moslems wie auch den Karrierechancen von Polizistinnen und Bundeswehr-Soldatinnen gerecht werden. Das Anti-Diskriminierungsgesetz von 2030 hat festgelegt, dass Polizistinnen ausschließlich bei der Verfolgung von Straftaten eingebunden werden, bei denen es sich um weibliche Täterinnen handelt. Bei der Bundeswehr wurde eine getrennt kämpfende Soldatinnen-Truppe gebildet, in der alle Beförderungs-Ränge erreicht werden können. Auftrag ist der spezielle Schutz von Familien in Kriegs- und Krisengebieten sowie die integrative Arbeit im Bereich der Bundeswehrverwaltung. So war es möglich, zahlreiche Soldaten unter den jungen Männern der Einwanderungsfamilien zu rekrutieren, die inzwischen mehrheitlich neben ihrer ursprünglichen auch die deutsche Staatsbürgerschaft übertragen bekommen haben. Hierdurch wurde verhindert, dass eine Mehrheit von Menschen der Generation unter Dreißig in unserem Land lebt, ohne als Deutsche zu gelten. Ich freue mich daher, alle Schülerinnen dieses Jahrgangs als deutsche Bürger begrüßen zu dürfen, wegen des großen Fortschritts der automatischen Vergabe der deutschen Staatsbürgerschaft an alle, die seit zehn Jahren ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Es drohten sich Parallelgesellschaften zu bilden, mit Jugendlichen ohne Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das Anti-Diskriminierungsgesetz und die konsequente Erziehung zur Willkommenskultur haben jedoch dazu geführt, dass ein Bürgerkrieg verhindert werden konnte. Das neue Frauenbild der Kulturfreiheit und Toleranz und der neue Respekt der christlichen oder atheistischen Männer deutschen Ursprungs gegenüber der islamischen Kultur haben den gesellschaftlichen Zusammenhalt verstärkt. Wir sind stolz darauf, dass Frauen alle Möglichkeiten offen gehalten werden konnten.“

Frau Müller vom Jobcenter: „Die wichtigsten Informationen der Veranstaltung sind auf unserer Internetseite http://www.berufswahl-für-frauen.de zu finden. Ich wünsche euch und euren Eltern ein gutes Händchen bei der Entscheidungsfindung!“

 

jd500696

Paul-Löbe-Haus mit Blick auf das Bundeskanzleramt

 

Der Bundeskanzler und die Bundesminister leisten bei der Amtsübernahme vor dem Bundestage den in Artikel 56 vorgesehenen Eid:

 

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

 

jd500713

Brücke vom Paul-Löbe-Haus zum Marie-Elisabeth-Lüders-Haus 

 

Wär‘ sein Wort eine Brücke, ich ginge nicht darüber.

 

3 Kommentare zu „Die deutsche Frau im Wandel zur kulturellen Vielfalt – das neue Frauenbild im Einklang mit der muslimischen Sozialisation

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