Wenn Ignoranz und Intoleranz das Sagen haben – Hassverfolgung und Gutmenschen-Indoktrinierung zum Zusammenhalt der Bevölkerung

 

Den weniger starken Zusammenhalt in der deutschen Gesellschaft im Vergleich zu anderen Ländern hat im Jahr 2013 – also noch vor der Flüchtlingskrise- eine Studie der Bertelsmann-Stiftung festgestellt. „Die Deutschen halten insgesamt gut zueinander – sie mögen aber Menschen mit abweichenden Lebensmodellen nicht ganz so sehr“, das ist der Tenor des Untersuchungsergebnisses. Da ist etwas dran, zumindest kommt es mir so vor, denn Deutsche scheinen – nach meinen persönlichen Erfahrungen – besonders gerne Menschen auszugrenzen und zu mobben, deren Verhalten, Lebens- und Denkweisen von denen der Durchschnittsbürger abweichen. Andersartige werden jedoch nur wegen ihrer Andersartigkeit abgelehnt, auch ganz ohne dass sie etwa homosexuell sind oder einen sogenannten Migrationshintergrund aufweisen.

Ich empfinde Deutschland, trotz des immer noch recht gut funktionierenden Sozialsystems, als Land der sozialen Kälte und der fehlenden Solidarität. Nun sollen die Deutschen wohl umerzogen werden, indoktriniert ausschließlich zur Akzeptanz der Andersartigkeit der Zuwanderer und der nicht integrierten bereits in Deutschland lebenden  Migranten, deren fehlende Toleranz als Vielfalt akzeptiert werden soll.

 

http://worterbuchdeutsch.com/de/indoktrinierung

Indoktrination ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten.

 

Wie viel Ignoranz muss man besitzen, um den Zwang zum geheuchelten Zusammenhalt als gesellschaftlichen Kitt ansehen zu können?

 

http://www.stern.de/politik/deutschland/studie-zum-zusammenhalt-deutschland–einig-ego-land-3800266.html

  1. Juli 2013 

Von Matthias Brügge

Dass Deutschland in der Studie nur im Mittelfeld liegt, führen die Forscher darauf zurück, dass die Menschen hierzulande unterschiedliche Lebensmodelle weniger akzeptieren als anderswo, teilte die Stiftung mit. Das gibt Anlass zur Sorge. Schließlich gilt die Akzeptanz von Vielfalt als gesellschaftlicher Kitt, der Menschen in einem Gemeinwesen zusammenschweißt. „Moderne Gesellschaften beruhen nicht auf Solidarität, die aus Ähnlichkeit erwächst, sondern auf Solidarität, die auf Verschiedenheit und gegenseitiger Abhängigkeit fußt“, sagte Stephan Vopel von der Bertelsmann Stiftung. Auch würden sich die Deutschen weniger mit der eigenen Nation identifizieren als die Menschen in den Vergleichsstaaten. 

 

Der Zusammenhalt der deutschen Bevölkerung hat sich seit 2013 sicherlich nicht verbessert. Die Akzeptanz der Vielfalt wird durch die Masseneinwanderung von Muslimen weiter abnehmen, da von den politisch Verantwortlichen und dem Staatsapparat beispielsweise die Nichtakzeptanz der sexuellen Vielfalt wie der Homosexualität durch Muslime akzeptiert und toleriert wird, während gegen Nicht-Akzeptierer dieser Nichtakzeptanz mit aller Härte vorgegangen wird. Da die Akzeptanz der Vielfalt nur als gesellschaftlicher Kitt wirken kann, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht, wird aufgrund der Ignoranz dieses Zusammenhangs durch die politisch korrekten Meinungsbildner dieser Staat auseinander fallen, auch wenn wegen der Strafverfolgung und Existenzvernichtung von angeblich Hassbotschaften verbreitenden Rechtspopulisten der Eindruck einer kämpferisch überlegenen Willkommenskultur als in der Öffentlichkeit präsent überwiegt. Diese Taktik der Einschüchterung mag eine Zeit lang funktionieren, auf lange Sicht jedoch wird sie leider mehr Intoleranz, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erzeugen, als es je zuvor seit 1945 in Deutschland gegeben hat.

Die Indoktrinierung durch die selbsternannten Gutmenschen kennt keine Grenzen, nicht mal die der geltenden Gesetze oder unseres Grundgesetzes.  Ein Auseinanderbrechen der Gesellschafft soll verhindert werden, indem von Deutschen, von Christen und offenen Muslimen Toleranz unter Selbstaufgabe eingefordert wird. Hierzu werden bestimmte Ereignisse gezielt klein geredet und andere gleichzeitig hoch gepuscht, um die gewünschte Manipulation zu erwirken. So konnte beispielsweise der Abbruch der AfD-Mahnwache und Kundgebung  anlässlich der Ermordung einer Freiburger Studentin durch einen minderjährigen unbegleiteten afghanischen Flüchtling erzwungen werden, weil die illegalen Übergriffe der Gegendemonstranten durch die Polizei – sicherlich auf politische Weisung der Regierungsparteien hin- geduldet wurden. Und die Gutmenschen schreien, man dürfe nun unter keinen Umständen Misstrauen gegenüber afghanischen Flüchtlingen entwickeln. Dass solche Übergriffe auf Frauen, die sich nicht nach den strengen Regeln der afghanischen Gesellschaft verhalten, in der Frauenrechte nahezu inexistent sind, in den Augen der meisten afghanischen Männer als zulässig  angesehen werden, erwähnt sicherheitshalber niemand. Solch eine tief verwurzelte Einstellung aufgrund der kulturellen Prägung ändert sich durch eine Einwanderung in eine offenere Gesellschaft nur selten, sondern wird höchstens aufgrund der erwarteten oder vorhandenen persönlichen Perspektiven nicht nach außen getragen.

Die Vergewaltigung und der Mord an der sympathischen, gut aussehenden Studentin, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzte, werden relativiert und als bedauerlicher Einzelfall dargestellt und es wird weiterhin jeder jungen hübschen blonden Frau angeraten, sich für die armen traumatisierten männlichen allein eingereisten Flüchtlinge bedenkenlos zu engagieren.

 

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mord-an-studentin-in-freiburg-politiker-warnen-vor-stimmungsmache-gegen-fluechtlinge/14934254-3.html

von: Dietmar Neuerer

Datum: 05.12.2016 11:31 Uhr

… Zuvor warnten Politiker davor, das Verbrechen zur Stimmungsmache gegen Flüchtlinge zu missbrauchen. „So bitter es ist: Solche abscheulichen Morde gab es schon, bevor der erste Flüchtling aus Afghanistan oder Syrien zu uns gekommen ist“, sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) der „Bild“. „Wir werden nach solchen Gewaltverbrechen – egal, wer sie begeht – keine Volksverhetzung zulassen.“

Die 19 Jahre alte Studentin war Mitte Oktober vergewaltigt worden, ihre Leiche wurde im Fluss Dreisam gefunden. Sie ertrank. Die Medizinstudentin war mit ihrem Fahrrad auf dem Heimweg von einer Uni-Party gewesen, als sie Opfer der Verbrechens wurde.

Der Mordverdächtige war im Jahr 2015 nach Deutschland eingereist und lebte danach als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling bei einer Familie. Nach seiner Festnahme am Freitag in Freiburg äußerte sich der Jugendliche ohne Vorstrafen den Ermittlern zufolge bislang nicht…

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner sagte der „Bild“: „Solche Grausamkeiten werden leider von In- wie Ausländern begangen, das ist leider kein neues Phänomen.“ Auch CSU-Innenexperte Stephan Mayer warnte davor, alle Migranten und Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen.

AfD-Bundeschef Jörg Meuthen meinte hingegen: „Wir sind erschüttert über diese Tat und erleben gleichzeitig, dass unsere Warnungen vor der ungesteuerten Einreise Hunderttausender junger Männer aus patriarchalisch-islamischen Kulturkreisen als populistisch abgewertet wurden.“ Die bisherige Rechtslage, DNA-Proben nicht nach Ethnie zuzuordnen, bezeichnete Meuthen als skandalös.

Für Kritik sorgte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, der der „Bild“ sagte: „Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind.“ Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner nannte die Äußerungen „politisch widerlich und dümmer als die Polizei erlaubt“.

 

Die tatsächlich vorhandenen erheblichen Risiken werden völlig ignoriert. Wie viele „Einzelfälle“ muss es noch geben, damit diese mehrheitlich naiven weiblichen Helfer mit dem guten Herzen und der grenzenlosen Willkommenskultur endlich aufwachen und anfangen, die Problematik wenigstens etwas differenzierter zu betrachten? Der afghanische Jugendliche lebte bei einer deutschen Familie. Man hat also alles Menschenmögliche für ihn getan, um ihn zu unterstützen und zu integrieren. Bei dem afghanischen Axt-Attentäter von Würzburg war das nicht anders. Es ist leider nicht möglich, kulturelle Überzeugungen nur von außen durch Zuneigung zu verändern. Das ist immer eine persönliche Willensentscheidung des Betroffenen. Die Flüchtlinge, die Frauenrechte und Gleichberechtigung schnell verinnerlichen, haben der absoluten Unterordnung der Frau vielleicht schon in ihrem Land kritisch gegenüber gestanden.

Während verallgemeinerte Warnungen vor männlichen allein stehenden Flüchtlingen bereits als Volksverhetzung eingestuft werden sollen, wird über einen angeblich rassistisch motivierten Rauswurf einer zehnjährigen Schülerin aus einem Bus bereits ausführlich berichtet, bevor der Fall überhaupt geklärt ist. Der Busfahrer wird als Rassist dargestellt bevor die Angaben des Kindes angemessen überprüft wurden. Hier darf  selbstverständlich präventiv ein Rassismus-Generalverdacht gegen Deutsche (?) erhoben werden. Die Zeitungsleser sollen schließlich vermittelt bekommen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der deutschen Bevölkerung sogar bei Busfahrern ein Problem sei, obwohl gerade im Ruhrgebiet mittlerweile zahlreiche Migranten unter den Busfahrern zu finden sind. Sollte die Weigerung der Mitnahme des Mädchens mit Migrationshintergrund andere Gründe gehabt haben, also nicht mit der Hautfarbe in Verbindung stehen oder sich so nicht ereignet haben, wird dies der WAZ-Leser wohlmöglich nie erfahren. Meist berichtet die Zeitung über die Aufklärung solcher Beschuldigungen eher nicht, besonders wenn sich die Anschuldigungen als haltlos erweisen sollten.

 

http://www.waz.de/staedte/bochum/busfahrer-soll-zehnjaehriges-maedchen-den-einstieg-verweigert-haben-id208890665.html

Michael Weeke

06.12.2016

BOCHUM.  Eine Schülerin der Heinrich-Böll-Gesamtschule soll nach Schulschluss von einem Bogestra-Busfahrer daran gehindert worden sein, einzusteigen.

Noch am gleichen Tag wandte sich die Mutter der Zehnjährigen an die Bogestra, um sich über den Vorfall zu beschweren… Der Busfahrer soll dem Mädchen mit den Worten : „So Kinder wie Dich nehme ich nicht mit“, den Einstieg verboten haben.

Da das Mädchen eine dunkle Hautfarbe hat, vermutet der Vater einen rassistischen Hintergrund. Er erwähnt: „Meine Tochter zeigte wie jedes Mal beim Betreten des Busses ihr gültiges Schokoticket und zudem hat sie nicht gegessen oder etwas getrunken.“ Das Mädchen sei verwirrt und schockiert gewesen, habe geweint und sich übergeben müssen. Sie sei dann mit einem anderen Bus nach Hause gefahren…

Dem Vater reicht diese Entschuldigung nicht. Das Antwortschreiben sei „ungenau und unbefriedigend“. Er möchte einen „Appell an die Gesellschaft richten, dass so etwas nicht toleriert werden darf.“ Ihn stört auch, dass das Verkehrsunternehmen nur zu einer internen Regelung des Problems bereit sei.

 

Einige der Leserkommentare zeigen, dass das Erziehungsziel des WAZ-Artikels wohl nicht bei allen Lesern  erreicht wurde. Diese Kommentatoren hat es augenscheinlich wütend gemacht, dass hier bedenkenlos die Regeln des guten Journalismus verletzt wurden, um durch  die völlig einseitige Berichterstattung eine Stimmungsmache zur Hexenjagd gegen angeblich rassistisch eingestellte Menschen zu betreiben.

 

heinrich-boell-bus

Screenshot: Kommentare zum WAZ-Artikel „Busfahrer soll Zehnjähriger den Einstieg verweigert haben“

 

Rassismus ist schon eine Gefahr für unsere Gesellschaft, in der die Migranten in einigen Jahren zumindest in Bundesländern wie NRW, speziell im Ruhrgebiet und in den Großstädten die Mehrheit bilden werden. Die Probleme, die hierdurch entstehen, lassen sich jedoch nicht mit einer „Hassverfolgung“ bei Deutschen lösen, sondern nur, wenn Toleranz gleichermaßen konsequent von allen Seiten eingefordert wird, also auch rassistisch motivierte Äußerungen und Übergriffe gegen Deutsche sowie unter Migranten verschiedener Herkunftsländer sanktioniert werden. Und davon ist bislang nichts zu spüren. Was ist mit pakistanischen Zuwanderern, die Inder beschimpfen, mit Erdogan-Anhängern, die in Deutschland Gülen-Anhänger und Kurden bedrohen, mit Kurden und Türken, die sich unter anderem auf Demonstrationen gewaltsam begegnen, mit Migranten aus Albanien, die Serben rassistisch beschimpfen und ausgrenzen, mit Afrikanern und Türken, die sich beispielsweise 2013 in Berlin gewaltsam bekämpft haben?

Warum kritisiert niemand die bewusste Selbst-Abgrenzung vieler türkisch stämmiger oder arabisch stämmiger Studenten und Studentinnen in Hörsälen?  Was ist los mit dem sozialen Miteinander in einem Land, indem selbst an den bislang als offen geltenden Universitäten sich viele Studenten nur mit den Kommilitonen ihres Herkunftslandes zusammentun, selbst wenn sie in Deutschland geboren wurden?

Warum wird nicht entschieden und kompromisslos gegen Kinderehen bei den Flüchtlings-Zuwanderern vorgegangen? Wie kann es sein, dass sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung gegen ein pauschales Verbot von Kinderehen ausspricht? Wie gut integriert ist Frau Özoguz denn selbst? Kann eine Politikerin mit solch frauenfeindlichen Einstellungen deutsche Wertvorstellungen vertreten?  Hier werden Frauenrechte und der Minderjährigen-Schutz durch die Hintertür beseitigt. In den Parallelgesellschaften wird die komplette Abschaffung jeglicher Gleichberechtigung toleriert.  Und diese Parallelgesellschaften werden, wenn keine Integration und Übernahme unserer Wertvorstellungen erfolgt, früher oder später in Deutschland als Mehrheitsgesellschaft den Ton angeben.

 

http://www.faz.net/aktuell/aydan-oezoguz-gegen-pauschales-verbot-von-kinderehen-14510116.html

03.11.2016

… In der Debatte um Kinderehen von jungen Migranten und Flüchtlingen hat sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), gegen ein allgemeines Verbot ausgesprochen. „Ein pauschales Verbot von Ehen von Minderjährigen ist zwar vielleicht gut gemeint, kann aber im Einzelfall junge Frauen ins soziale Abseits drängen“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Eine Rechtsverschärfung könnte für getroffene Frauen unbeabsichtigte Folgen haben, sagte Özoguz. „Werden ihre Ehen aberkannt, verlieren sie unter anderem Unterhalts- und Erbansprüche, ihre Kinder wären unehelich, für viele würde das sogar eine Rückkehr in ihre Heimatländer unmöglich machen.“

Mit ihrer Kritik an einem generellen Verbot stellte sich Özoguz hinter Justizminister Heiko Maas (SPD). Die Unionsfraktion im Bundestag will Eheschließungen unter 18 Jahren dagegen ohne Ausnahme verbieten – auch für deutsche Jugendliche.

Laut Ausländerzentralregister waren Ende Juli 2016 insgesamt 1475 in Deutschland lebende ausländische Minderjährige verheiratet. Die meisten davon sind Syrer, auch Afghanen und Iraker sind darunter.

 

Auch von Seiten der Justiz wird nichts gegen den Einzug des Scharia-Rechts unternommen.

 

http://www.infranken.de/regional/bamberg/Kinderehe-Deshalb-ist-sie-in-Deutschland-erlaubt;art212,1931818

publiziert: Freitag, 10. Juni 2016 14:59

Urteil

Kinderehe: Deshalb ist sie in Deutschland erlaubt

Das Oberlandesgericht Bamberg hat die Heirat eines minderjährigen Mädchens aus Syrien anerkannt. Jetzt begründen die Richter ihre Entscheidung.

Im konkreten Fall – der Ehemann und seine damals 14-jährige Ehefrau waren bei Eingehung der Ehe syrische Staatsangehörige und haben in Syrien geheiratet – habe das OLG eine wirksame Ehe nach syrischem Recht bejaht, so Brößler. 

Hintergrund: Selbst wenn bei Eheschließung ein Verstoß gegen das nach syrischem Recht Mindestalter vorgelegen hätte, wäre die Ehe nach syrischem Recht zwar fehlerhaft und anfechtbar, aber – solange eine begründete Anfechtung nicht erfolgt sei – ist sie als wirksam anzusehen…
Nach der Bamberger Richter-Entscheidung wird heiß diskutiert, ob das OLG mit diesem Beschluss Scharia-Kinderehen legalisiert hat? Gerichtssprecher Leander Brößler erklärt auf Anfrage dieser Zeitung: „Der Familiensenat weist in seiner Entscheidung darauf hin, dass er keine Entscheidung dazu treffen musste, ob in der Anerkennung des syrischen Rechts zum Ehemündigkeitsalter ein Verstoß gegen die wesentlichen Grundsätze des deutschen Rechts liegen könnte, da in jedem Fall – sei es nach syrischem oder deutschem Recht – von einer wirksamen Ehe auszugehen sei.“ Im Hinblick auf die Wirksamkeit der Ehe habe aus diesem Grund das Jugendamt keine Entscheidungsbefugnis für die Frage, wo sich die minderjährige Ehefrau aufhalten und mit wem sie Umgang haben möchte.

 

http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/kinderehe-anfrage-bgh-aschaffenburg-102.html

Symbolbild: Foto der US-amerikanischen Fotografin Stephanie Sinclair, das ein Brautpaar in Afghanistan zeigt – der Bräutigam ist 40, die Braut mit elf Jahren noch ein Kind | Bild: picture-alliance/dpa/Stephanie Pilick

 

So scheint in Deutschland syrisches Recht Vorrang vor deutschem Recht zu erlangen.

Ob die betroffene 15-Jährige tatsächlich bei ihrem 21-jährigen Ehemann leben will, bleibt fraglich. Eine anders lautende Äußerung würde solch eine als rechtlos erzogene Jugendliche aus diesem Kulturkreis wohl kaum wagen. Mit sechzehn darf sie dann wohlmöglich ihr erstes Kind zur Welt bringen, ohne Schulabschluss, ohne Berufsausbildung, ohne Deutschkenntnisse, eingesperrt von ihrem Ehemann-Cousin in der kleinen gemeinsamen Familienwohnung. Dieser Frau hilft in Deutschland dann niemand mehr, sie darf stumm leiden innerhalb einer angeblich so offenen und toleranten Gesellschaft der Gleichberechtigung von Mann und Frau…

 

 

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